Mama, denk auch einmal an dich!

Selfcare für Mama ist nicht egoistisch, sondern unheimlich wichtig. Wie Mütter lernen, sich selbst mehr zuzugestehen.

Selfcare für Mamas ist nicht getan mit ein bisschen Yoga und ab und zu einer Tasse Tee zu einem guten Buch. „Es geht vielmehr um eine Geisteshaltung, die Müttern das Leben erleichtern soll“, sagt Familiencoach Linda Syllaba. Gemeinsam mit Mama-Bloggerin Daniela Gaigg hat sie das Buch „Selfcare für Mamas“ geschrieben.

Was diese Geisteshaltung ausmacht? „Während heute fast immer die Bedürfnisse der Kinder im Mittelpunkt stehen, machen wir Müttern Mut, die Reihenfolge der Fürsorge auch einmal umzudrehen: zuerst die Mutter, dann die Partnerschaft, dann die Kinder“, betont Gaigg auf ihrem Blog diekleinebotin.at: Mamis first? Das geht so (Vatertag und Muttertag feiern kann man ja trotzdem gleichberechtigt).

Selfcare für Mama: Wie kann das gelingen?

1. Frage dich: Welche Art Mutter will ich sein?

 „Du hast nicht nur selbst ein Mutterbild erhalten, du erschaffst auch eines“, heißt es im Buch. „Darum ist es lohnenswert, sich damit auseinanderzusetzen, was dich besonders geprägt hat und was davon du weitergeben willst.“ Die wenigsten Mütter (und Väter) reflektieren aber vor der Geburt, welche Werte, Vorstellungen und Erziehungsansätze sie von den Eltern erhalten haben. Und so stolpern sie einfach in der Live-Experiment Erziehung hinein. Es hilft aber, sich bewusst zu machen, welche eigenen Wertvorstellungen man vertreten möchte, welche Erziehungsmaßnahmen einem wichtig sind – und welche dem Partner, der Partnerin – und was man seinen Kindern mit auf den Weg geben will.

All das sollten wir aber nicht nur für unsere Kinder, sondern vor allem auch für uns selbst tun: „Mutter sein ist die Wahnsinnschance, dich selbst zu finden“, sagt Syllaba. „Mit unseren Tipps kann jede Frau herausfinden: ‚Wer bin ich? Was ist für mich passend und stimmig und richtig?‘“

2. Kinder zur Eigenverantwortung erziehen

Spätestens in der Pubertät, wenn sich die Kinder abnabeln und in die Autonomie gehen, steht Mama mit leeren Händen da. Daher rät Syllaba, lieber die Kinder schon früh dazu anzuleiten, Verantwortung für sich zu übernehmen. So bleibt mehr Zeit und mehr Kraft, damit Mütter den Fokus und ihre Aufmerksamkeit auf sich selbst lenken können.

3. Selfcare für Mama: Perfektionismus ablegen

Viele Mütter stellen sehr hohe Ansprüche an sich selbst: Sie wollen ihren „Job“ als Mama möglichst perfekt erfüllen. Wo bleibt da aber noch Raum, sich selbst zu entfalten? Syllaba rät: „Raus aus dem Perfektionismus und raus aus der Kontrolle, mehr Selfcare für Mama!“

Perfektionismus kann aber natürlich nicht einfach ablegen wie ein Kleidungsstück. „Dafür braucht es einen neuen Trampelpfad im Hirn.“ So gilt es, sich immer wieder daran zu erinnern, dass auch du nur ein Mensch bist und Fehler machen darfst. Dass der Kindergeburtstag auch ohne Hüpfburg prima wird und der Kinderschuh nicht perfekt zugebunden sein muss (das sollten die Kleinen eh selber lernen). „Denn: An der Selbstfürsorge müssen wir immer dranbleiben, sie immer wieder ins Bewusstsein holen und ins echte Leben integrieren.“

4. Ganzheitlich denken

Vor allem Achtsamkeit ist wichtig, wenn Mamas Selfcare betreiben. Darum: Achte gut auf dich! Und kümmere dich ganzheitlich um dich selbst. Verbinde Körper, Psyche und Geist zum Beispiel durch (Achtsamkeits-)Techniken wie richtiges Atmen, durch Meditation oder auch Nachhaltigkeit. Das bringt Entspannung und Gelassenheit mit sich. Und gerade für Eltern gilt doch: „Gelassenheit ist super, oder? Das wollen wir doch alle!“

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