Zero-Waste-Rezepte: Keine Lebensmittel verschwenden

Keinen Abfall beim Kochen zu produzieren? Doch, das geht! Hier kommt der Beweis in Form zweier köstlicher Zero-Waste-Rezepte.

Niemand wirft gern Essen weg. Doch Tatsache ist: Alleine in österreichischen Haushalten landen 157.000 Tonnen Lebensmittel im Mistkübel – angebrochen oder sogar originalverpackt. Gründe dafür gibt es so manche: Wir verschätzen uns bei der Planung im Supermarkt, machen spontane Genusseinkäufe oder lagern die Lebensmittel falsch, sodass sie verderben. Null Müll zu erzeugen, ist also eine Herausforderung. Das gilt auch beim Kochen – ist jedoch möglich, wie etwa die vielen Zero-Waste-Rezepte der Website Restegourmet zeigen.

Auch die Berliner Köchin Autorin Sophia Hoffmann ist fest davon überzeugt: Zero Waste beim Kochen können wir lernen – und sie liefert in ihrem Buch „Zero Waste Küche“ gleich den wortwörtlich vielseitigen Beweis. Selbst aus Petersilienstängeln oder hart gewordenem Brot kann sie noch köstliche Kreationen zaubern. Außerdem erklärt Hoffmann, wie wir im Alltag nachhaltiger einkaufen und kochen können. Zwei Rezepte aus dem Kochbuch stellen wir vor:

Rezept: Zero Waste-Eintopf

Bild: Annabell Sievert

Zubereitungszeit 30 bis 40 Minuten

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g Gemüse (z.B. Zwiebeln, Lauch, Karotten, Kartoffeln, Blumenkohl, Bohnen, Pastinaken, Mangold, Spinat)
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Pflanzenöl
  • frische oder getrocknete Kräuter: jeweils 1 Zweig oder 2 TL Rosmarin/Thymian, nach Belieben Liebstöckel, Petersilie, ein Lorbeerblatt
  • 500 bis 700 ml Wasser
  • ½ Tasse ungekochte oder 1 Tasse gekochte Hülsenfrüchte/ Getreide (z.B. Linsen, Erbsen, Bohnen, Gerste, Buchweizen, Hafer, Weizen, ..)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Schuss Essig/Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Gemüse putzen, gegebenenfalls schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauch und Zwiebeln schälen und in Würfel oder Streifen schneiden.
  2. Öl in einem großen Topf erhitzen. Knoblauch, Zwiebeln (oder Lauch/Frühlingszwiebeln) und getrocknete Kräuter einige Minuten anschwitzen, bis alles leicht gebräunt ist.
  3. Restliches festes Gemüse dazugeben, 3 Minuten weiterrösten. Mit Wasser aufgießen und eine kräftige Prise Salz dazugeben.
  4. Falls Linsen/Getreide mitgekocht werden soll, dieses je nach Kochzeit nach 10 oder 15 Minuten Köcheln dazugeben. Bereits gekochte Hülsenfrüchte/Getreide erst in den letzten 5 Minuten mit erwärmen. Nach Bedarf mehr Wasser zugießen.
  5. Mit Salz, etwas Pfeffer und einem Schuss Essig/Zitronensaft abschmecken. Die Zugabe von Säure rundet den Geschmack hervorragend ab.

Zero-Waste-Rezept: Bananenkekse

Zubereitungszeit 25 Minuten

Zutaten für circa 10 Kekse

  • 2 (gerne sehr reife Bananen)
  • Etwa 6 bis 8 EL Getreideflocken
  • 1 Prise Salz
  • Nach Belieben Rosinen, Nüsse, Sesam, Schokostücke, …

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 190 °C Ober/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Bananen schälen und mithilfe einer Gabel oder eines Pürierstabs zerkleinern. Nach und nach so viele Getreideflocken dazugeben bis sich eine feste Masse bildet. Mit 1 Prise Salz abschmecken und nach Belieben weitere Geschmackszutaten in den Teig einarbeiten.
  3. Mit einem Esslöffel auf ein eingefettetes Backblech oder eine Silikon-Backmatte kleine Häufchen geben und diese platt drücken. Einfacher geht das, wenn man den Löffel mit Wasser anfeuchtet.
  4. Bei 190 °C je nach Backofen 8 – 15 Minuten backen, bis die Kekse schön knusprig sind. Warm oder kalt genießen. Am besten schmecken sie frisch, lassen sich aber ohne Weiteres einige Wochen in einer Keksdose trocken aufbewahren.

BUCH |  „Zero Waste Küche“ von Sophia Hoffmann. Erschienen im ZS Verlag.

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