4 Fragen für ein gesünderes Essverhalten

Psychologin und Ernährungstrainerin Cornelia Fiechtl verrät uns, wie wir bewusst genießen lernen.

Essen ist nicht gleich Essen. Und schon gar nicht, wenn wir es im Vorbeigehen erledigen und verlernen, Hunger- oder Sättigungsgefühle richtig zu interpretieren. Mit diesen vier Fragen an dich selbst findest du zu einem gesünderen Essverhalten.

1. Wie und wo fühle ich bei mir Hungersignale?

Grummelt es im Magen? Fühle ich eher ein Loch im Bauch? Werde
ich grantig oder immer unkonzentrierter? Hunger gibt es in verschiedenen Intensitäten, klein, mittel, groß. Habe ich eigentlich nur einen kleinen Hunger – aber esse ich trotzdem, weil eben Mittagszeit ist und vor mir ein dreigängiges Menü steht?

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2. Wann bin ich eigentlich satt?

Was macht mich voll, aber nicht satt? Welche Essmengen sorgen für ein gutes Bauchgefühl, welche bringen eher Völlegefühl oder einen Blähbauch? Will ich die zweite Portion – und warum will ich sie überhaupt?

3. Wie intensiv schmeckt mein Essen jetzt gerade?

Schon mal aufgefallen? Je mehr sich der Magen füllt, desto weniger sensibel reagieren die Geschmacksknospen und desto weniger intensiv nehmen wir etwa die Süße der Gummibären oder den pikanten Geschmack der Pizza wahr.

Faustregel: Je mehr unterschiedliche Lebensmittel, desto mehr
Nährstoffe – und desto länger hält die Sättigung an.

„Essen hat einen physischen Nährwert, aber auch einen psychischen Nährwert, in Form von emotionaler Befriedigung. In den Lebensmitteln, die man für sich auswählt, sollten beide Nährwerte enthalten sein“, so die Expertin.

4. Welche Botschaft schickt mir der Heißhunger?

Unser Körper will uns mit solchen Attacken nicht ärgern oder quälen. Er will nur, dass wir „sicher“ sind und Energie für das haben, was wir tun – auch mental.

Heißhunger entsteht nicht, weil man disziplinlos oder schwach ist. Sondern weil der Körper in diesem Moment Energie und Glückshormone braucht, die wir nach gewissen energiereichen Lebensmitteln nun mal schneller ausschütten. Natürlich bekämen wir dieses Hoch auch, wenn wir Bewegung machen oder unseren Hobbys nachgehen würden. Aber wenn das nicht möglich ist, greifen wir eben zu Essen.

Cornelia Fiechtl, Psychologin und Ernährungstrainerin
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