Wie entsteht Magenknurren?

Wenn der Bauch mal wieder musikalisch wird, kann Hunger daran Schuld sein. Magenknurren signalisiert uns, dass es Zeit zum Essen ist. Nachgefragt bei einem Spezialisten.

Der Magen ist ein fleißiges Organ. Gern beschäftigt er sich mit der Verdauung dessen, was über Mund und Speiseröhre an Nahrung zugeführt wird. Aber wenn ihm fad wird, knurrt er ungeduldig. Wie ein innerer Wecker, kann das Magenknurren interpretiert werden, das dem Menschen signalisiert, dass es wieder Zeit wird, etwas zu essen … So kommt uns das zumindest vor!

Magenknurren: Ein Klangkörper namens Magen

Natürlich gibt es für all das auch eine wissenschaftliche Erklärung: Der Magen ist nämlich ein ziemlich großer Muskelschlauch, der fortwährend in Bewegung ist. Peristaltik nennt man dieses Ausdehnen und Zusammenziehen, das dem Weitertransport der Nahrung in den Darm dient. Egal ob Müsli oder Malakofftorte, Steckrübe oder Steak – alles muss da durch! Gibt es aber gerade nichts Festes zu verdauen, vermischen sich die Magensäfte mit der geschluckten Luft, und unser Bauch, oder besser gesagt der Magen wird zum Klangkörper, der den Menschen anknurrt.

Was kann man gegen Magenknurren tun?

  1. Wärme hilft: Ein warmer Tee oder warmes Wasser beruhigen deinen Magen. Auch eine Wärmflasche sorgt für Ruhe im Bauch.
  2. Milch trinken: Du kannst ein Glas Milch, einen Kakao oder einen Cappuccino trinken. Die Nährstoffe in der Milch wirken beruhigend. Es sei denn, du bist lactoseintolerant.
  3. Lenk dich ab: Nur nicht ans Essen denken, auch das kann in Akut-Situationen helfen. Und wenn der Bauch dennoch grummelt – gelassen blieben. Schließlich kann das jedem und jeder passieren.

Nachgefragt bei: PRIMARIUS DOZ. DR. ANDREAS MAIERON,
Leiter der Inneren Medizin II der Universitätsklinik St. Pölten

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