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Nicht nur Kleider machen Leute. Auch die Haare gehören dazu – und wie wir sie tragen, sagt einiges über uns aus. Heute schauen wir aber nicht auf die Optik, sondern auf der Beschaffenheit von Haaren. Und fragen uns: Wie schnell wachsen Haare? Warum werden sie weiß und warum gibt es immer weniger (Natur-)Blonde auf der Welt? Und warum haben ältere Männer oft Glatze - aber zugleich einen kräftigen Bartwuchs?

Wie schnell unsere Haare wachsen und andere Fakten

Unter anderen ein Blick in das Buch „Und ewig lockt das Haar“ von Gerhard Staguhn hat uns schlauer gemacht.

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So schnell wachsen Haare

Die Antwort dürfte für alle Ungeduldigen wenig befriedigend sein. Denn wie schnell Haare tatsächlich wachsen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie etwa dem psychischen und körperlichen Wohlbefinden, dem Alter und Lebensstil. Durchschnittlich wachsen unsere Haare allerdings im Monat circa ein bis eineinhalb Zentimeter.

Hinzu kommt: Jeder Mensch hat quasi eine individuelle Haarlänge vorprogrammiert, denn jedes Haar hat ein Wachstumsende. Experte Staguhn erklärt dies so: „Ist sein Wachstum beendet, wobei es beim Menschen große individuelle Unterschiede bei der maximal zu erreichenden Haarlänge gibt, so löst sich das Haar unter Verdickung seines unteren Endes von der Papille ab. Nach einer gewissen Ruhezeit bringt diese ein neues Haar hervor, das im selben Kanal aus der Kopfhaut zu wachsen beginnt. Dabei schiebt es das alte Haar nach oben, bis dieses ausfällt.“

Was das Haarwachstum unterstützt

Mit dem Versprechen, Haare schneller wachsen zu lassen, werben zahlreiche Produkte. Doch die wenigsten können diesem Versprechen gerecht werden. Was wirklich helfen kann, ist vor allem ein Lebensstil, der gesundes Haarwachstum fördert. Und zwar so:

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  • Ernähre dich ausgewogen. Besonders Folsäure, Eisen und Biotin (auch bekannt als Vitamin H) sind dem Haarwachstum zuträglich.

  • Massiere deine Kopfhaut regelmäßig. So regst du die Durchblutung und die Haarfollikel sollen so besser mit Nährstoffen versorgt werden können.

  • Versorge deine Haarspitzen gut mit Feuchtigkeit. Nährende Haarmasken oder Haaröle sind hierfür ideal. Denn trockene Haarspitzen brechen ab, und genau das willst du ja vermeiden, wenn deine Haare länger wachsen sollen.

Wenn Haare nicht mehr wachsen: Warum manche Männer eine Glatze bekommen

Circa drei Viertel aller Männer sind von Haarausfall betroffen: Manche trifft es schon sehr früh mit Anfang 20, andere erst später. Generell gilt aber: Hat Mann mit 30 Jahren noch eine volle Mähne, bleiben die Haare auch so. Klar werden seine Haare mit dem Alter dünner, aber vom kompletten Haarausfall sollte man verschont bleiben. Aber wie kommt es nun zur Glatze? Man könnte sagen, Männer mit Glatze sind besonders männlich. Denn tatsächlich haben sie einen Überschuss an Testosteron, dem männlichen Geschlechtshormon. Was den Wuchs vom Kopfhaar stoppt, begünstigt aber paradoxerweise den Bartwuchs. Typisch für Männer mit Glatze ist somit ein starker Bartwuchs. Vielleicht ein Weg der Natur, den Haarausfall am Haupt wiedergutzumachen. Übrigens: Volles Männerhaar bedeutet, dass etwas mehr vom weiblichen Sexualhormon Östrogen vorhanden ist.

Darum werden Haare weiß

Der Zeitpunkt, wann dein Schopf weiß wird, ist sehr individuell und liegt an unserer genetischen Veranlagung. Manche bekommen schon Mitte 20 die ersten weißen Haare, andere hingegen erfreuen sich noch bis ins hohe Alter ihrer natürlichen Haarfarbe. Weiß werden die Haare auf jeden Fall dann, wenn die Melaninproduktion nachlässt. Melanine sind Pigmente welche von Zellen produziert werden - zu finden sind sie in den Haarwurzeln.

Übrigens: Zu Beginn erscheinen die Haare oft nicht weiß, sondern grau. Dieser Schein trügt aber - es gibt keine grauen Haare! Die entfärbten Haare sind sofort weiß. Da zu Beginn allerdings nur vereinzelt entfärbte Haare zu sehen sind und der Großteil des Haarschopfes noch aus voll pigmentierten Haaren besteht, erscheinen uns die Haare grau.

Darum gibt es immer weniger Blonde auf der Welt

„Nur etwas vier Prozent der Weltbevölkerung sind blond oder rothaarig,“ schreibt Staguhn in seinem Buch. Das kommt dir nicht stimmig vor, denn schließlich sieht man ständig Blondinen? Tja, Blond kommt eben tatsächlich in den meisten Fällen aus der Tube. Und auch rote Farbtöne werden oft und gerne gefärbt. Der Grund dafür, dass die Blondschöpfe immer weniger werden, liegt wiederum in unseren Genen. Denn die Gene für schwarzes und braunes Haar sind dominant und werden dadurch weitaus häufiger weitervererbt.

Und wie ist es bei Kindern? Während der Kindheit produziert der Körper mehr vom helleren Melanin, dadurch sind viele Kinder (noch) blond. Durch Hormone und andere Wachstumsfaktoren verschiebt sich das allerdings später – und nun steigt die Produktion des dunkleren Melanin (Eumelanin) mehr. Die Folge: Die einst blonden Haare werden mit den Jahren ebenfalls dunkler.