Nikolausbräuche: So feiern diese 7 Länder

Auch unsere Nachbarländer in Europa feiern den Heiligen Nikolaus. Die Nikolausbräuche unterscheiden sich aber von Land zu Land.

Nikolo bum bum, der Nikolo geht um! Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit am 6. Dezember (bei manchen auch am 5.) kommt der Nikolaus zu vielen österreichischen Familien und bringt kleine Geschenke. Das war schon im Mittelalter so: Damals fiel die Weihnachtsbescherung bzw. Gabenverteilung, wie sie früher hieß, auf den 6. Dezember.

Nach der Reformation änderte sich der Tag der Bescherung, die Nikolaus-Tradition aber blieb. Und das nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern. Feiern tut aber jedes Land ein bisschen anders.

So feiert man anderswo: 7 Nikolausbräuche aus Europa

Türkei: Späte Bescherung

Seinen Ursprung hat der Heilige Nikolaus und das ihm angedachte Brauchtum in der heutigen Türkei. Paradoxerweise ist die Nikolaus-Tradition dort noch relativ jung. Noch dazu müssen sich die türkischen Kinder etwas länger gedulden: Noel Baba, der türkische Nikolaus, bringt die Geschenke erst am Silvestertag. Dafür bringt er aber nicht nur jedem Kind etwas – auch Erwachsene werden beschenkt.

Niederlande: Landesweite Nikolo-Show

Ebenso in den Niederlanden: Sinterklaas hat Geschenke für Kinder UND Erwachsene im Gepäck. Nachdem er mit dem Schiff aus Spanien schon im November an einem niederländischen Hafen angekommen ist, tourt er vom Fernsehen begleitet durchs ganze Land. Sein Helfer und treuer Begleiter auf der mehrwöchigen Reise: der „Zwarte Piet“ (Schwarzer Peter), der den artigen Kindern Geschenkpäckchen bringt, den unartigen ein Stück Kohle.

Nationalheiliger in Serbien

In Serbien hat der Heilige Nikolaus einen so hohen Stellenwert wie sonst nirgendwo: Er ist der Nationalheilige und gleichzeitig Schutzpatron vieler serbischer Familien. Ihm zu Ehren feiern Serbinnen und Serben die „Slava“, mit Slava-Brot und vielen weiteren Köstlichkeiten.

Bulgarien: Fisch zum Nikolotag

In Bulgarien wird Nikolaus, der Schutzheiligen der Fischer, mit in Teig gebratenem Fisch und Nikolausbrot geehrt. Nach altem Brauch werden die Gräten nach dem Essen verbrannt, vergraben oder ins Meer geworfen.

Bootsrennen in Kroatien

Vor allem im kroatischen Dalmatien und entlang der kroatischen Küste feiern die Menschen den Sveti Nikola. Zu Ehren des Heiligen werden Bootsrennen veranstaltet und als Opfergabe ein Holzboot verbrannt. Dafür erbitten die Kroaten und Kroatinnen Wohlbefinden für alle Seefahrer.

Rumänien: Apfelruten für die Unartigen

In Rumänien drückt der Nikolaus bei unartigen Kindern unter Umständen ein Auge zu: Am Nikolaustag bringt er ihnen einen Apfelzweig. Diesen stellen die Kinder ins Wasser. Blüht er bis Weihnachten auf, vergibt „Mos Nicolae“ (der alte Nikolaus) dem Kind. In Rumäniens Norden hält sich zudem die Legende, dass man Moş Nicolae in der Neujahrsnacht sehen kann, wenn sich der Himmel öffnet.

Ungarn: Mikulás und seine Krampusse

Der ungarische Nikolo ist eine Mischung aus Väterchen Frost (vor allem aus Russland bekannt) und Weihnachtsmann. Ähnlich wie in Österreich wird Mikulás, der Vater des Winters, von bösen Krampussen begleitet, wenn er in frostigen Winternächten durch die Lande zieht.

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