Warum werden Haare grau?

Manche erwischt es als junge Erwachsene, andere erst als Senioren. Doch irgendwann kommt das erste graue Haar ganz bestimmt. Warum werden Haare grau? Wir haben nachgeforscht.

Die Antwort ist: Ein Mangel an Melanin ist für graue Haare verantwortlich. Im Alterungsprozess lässt die Aktivität der Zellen, die Melanin produzieren, allmählich nach – und Melanin bestimmt nicht nur unsere Augen- oder Hautfarbe, sondern eben auch die Pigmentierung unserer Haare. Der sichtbare Teil unserer Haare besteht aus mehreren Hornschichten. Das Pigment Melanin wird direkt in den Haarwurzeln in diese Schichten eingelagert und gibt den herauswachsenden Haaren ihre individuelle Farbe.

Graue Haare sind eine Illusion

Wer ganz genau hinblickt, erkennt den Bluff: Graue Haare sind in Wirklichkeit gar nicht grau, sondern farblos bzw. weiß. Wir alle kennen alte Menschen mit komplett weißem Kopf – genau so würde das tatsächlich bei allen Menschen aussehen, wenn nur mehr die „grauen“ Haare übrig bleiben. Denn graue Haare sehen nur im Kontrast zu den anderen, dunkleren Haaren grau bzw. silbern aus. Aus diesem Grund wirken graue Haare bei blonden Menschen weniger grau als bei dunkelhaarigen.

Bild: Adobe Stock Foto

Warum ergrauen manche Menschen früher?

Wir selbst können unser Ergrauen nur spärlich beeinflussen. Denn es ist vor allem ein Faktor, der dafür verantwortlich ist, ob und wann wir graue Haare bekommen: die Gene. Wer wissen möchte, ob er früh oder spät ergrauen wird, sollte sich also vor allem in der Verwandtschaft umschauen, vor allem bei den Eltern und Großeltern.

Doch auch andere Umstände haben Einfluss auf das Ergrauen der Haare, wie etwa der Lebensstil.

Übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss, viel Stress und wenig Schlaf können sich nicht nur auf unsere Psyche, sondern auch auf unsere Haarfarbe auswirken.

Übrigens: Dass Menschen durch großen Kummer oder einen Schock plötzlich über Nacht komplett ergrauen können, ist ein Mythos. Allerdings werden bei extremen Stresssituationen im Körper oft freie Radikale gebildet, die pigmentbildende Zellen schädigen können.

Graue Haare brauchen Pflege

Wir finden: Graue Haare sind nicht nur geheimnisvoll, sondern auch schön. Noch schöner wirken sie, wenn wir sie achtsam behandeln und behutsam pflegen. Da graue Haare in ihrer Struktur viel poröser, trockener und widerspenstiger sind als pigmentierte Haare, benötigen sie viel Feuchtigkeit. Haaröl und kräftigende Intensivkuren mit Keratin oder Biotin können hier Abhilfe schaffen. Wer es lieber natürlich mag, greift zu Mandel- oder Kokosöl. Spezielle Silbershampoos und Silberspülungen lassen den Gelbstich verschwinden und die graue Mähne schön Silber schimmern.

Schon gewusst? Während Menschen ihre grauen Haare oft färben, stehen bei Gorillas Silberrücken an der Spitze der Hierarchie. Diese Haarfarbe könnte nämlich evolutionär dazu dienen, die erfahrensten Individuen hervorzuheben.

Magazin-Cover
Abo

Entdecke dein
carpe diem
für zu Hause!

Hier bestellen