Valerie Jarolim

Schon mal Rotklee frisch von der Wiese genascht?

Rotklee auf's Butterbrot oder in Smoothies. Wie man Rotklee in der Küche einsetzt und wann er sich als Heilpflanze eignet.
Valerie Jarolim
Auch hübsch: als essbare Dekoration auf Speisen.

Bei manchen weckt der Gedanke sicher Kindheitserinnerungen, denn die nektarreichen Blüten schmecken wunderbar süß und sind deshalb bei den Kleinen sehr beliebt. Wer sich den Rotklee bisher entgehen hat lassen, sollte zumindest eine Kostprobe versuchen.

Die runden, rosaroten Blütenköpfe stecken voller Vitamine und Mineralien und sind eine gesundere Nascherei für zwischendurch. Kleine Superfood Kraftpakete quasi, frisch von der Wiese und das völlig kostenlos.

Was kann man Rotklee machen?

Rotklee macht sich gut in sommerlichen Smoothies, als essbare Dekoration in grünen Salaten oder einfach auf’s Butterbrot gestreut. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, die Blüten passen außerdem in Bratlinge, Gemüsestrudel und eignen sich hervorragend zum Sirup machen. Gerade der Rotklee Sirup ist eine köstliche und auch farblich hübsche, weil rosa, Abwechslung zum Holunderblütensirup. Es lohnt sich also allemal eine Handvoll zu sammeln und damit in der Küche zu experimentieren.

Die heilende Wirkung des Rotklees

Nicht nur kulinarisch, sondern auch für Heilzwecke kann man zum Rotklee greifen. In ihm stecken unter anderem Isoflavone, welche zu den sogenannten Phytoöstrogenen zählen. Es handelt sich dabei um pflanzliche, hormonähnliche Stoffe die bei Beschwerden in den Wechseljahren, wie etwa Hitzewallungen Linderung versprechen.

Als Heilpflanze hat sich Rotklee auch einen Namen bei Husten und Erkältung oder zur Anregung des Stoffwechsels gemacht.

Als Heilpflanze hat sich Rotklee auch einen Namen bei Husten und Erkältung und zur Anregung des Stoffwechsels gemacht. Zur Linderung bei Beschwerden lässt sich ganz einfach ein Rotklee-Tee aus den frischen Blüten zubereiten: 3-4 Blütenköpfe werden dazu mit kochendem Wasser übergossen. Dann lässt man das Ganze 10 Minuten zugedeckt ziehen und seiht den selbstgepflückten Tee ab. Süßen soll und muss man den Tee gar nicht, weil die Blüten durch den Nektar die Süße mitbringen. Ein Grund weshalb auch Kindern der Blütentee frisch von der Wiese bei Fieber und Co. gut schmeckt. Wer sich einen Vorrat für die Erkältungszeit im Winter anlegen möchte, kann Rotklee auch selbst trocknen. Dazu legt man die Blüten für etwa 1 Woche an einem luftigen, schattigen Platz auf und füllt das getrocknete Gut danach in verschließbare Gläser. Dunkel gelagert ist der getrocknete Rotklee etwa ein Jahr haltbar.

Wo finde ich den Rotklee?

Sammeln kann man Rotklee ab Mai den ganzen Sommer hindurch. Bei der Standortwahl ist etwas Vorsicht geboten. Ungeeignet zum Kräutersammeln sind landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen oder Wiesen direkt neben der Straße. Einen Teil sollte man beim Sammeln immer für Bienen und Hummeln stehen lassen, für sie ist der Nektar der Blüten eine wichtige Nahrungsquelle.

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