Tag 7: Wissenswertes zur Zellreinigung

Vielen Dank für die gemeinsame Woche, und dass du dich getraut hast, dich auf dieses spannende Thema einzulassen! An unserem letzten Challenge-Tag versorgen wir dich noch mit Hintergrundinformationen zum Fasten.
Illustration: Wald und Schwert

Mit dem heutigen Tag sind wir zwar am Ende der Challenge angelangt, doch wir hoffen, dass wir dich für das Intervallfasten begeistern konnten. Um dir für deinen, hoffentlich erfrischten Kopf noch etwas Nahrung mitzugeben, schließen wir das Wochenprogramm mit einem Exkurs in die Welt der Wissenschaft ab.

Wir wollen uns dabei mit dem Prozess der Autophagie beschäftigen, der ja einen wichtigen Beitrag zum Fasten-Erfolg leistet. Zudem möchten wir auch auf die Substanz Spermidin eingehen, die eine bedeutende Rolle als Unterstützer des Fastenprozesses sein kann.

Als Experten haben wir uns dazu heute Nico Teuschler von unserem Jänner-Challenge-Partner spermidineLIFE® ins Boot geholt und ihn zum Interview gebeten. Nico ist in den Bereichen der Molekularbiologie und des Innovationsmanagements tätig, als Head of Research ist er für die Forschungsabteilung der Firma Longevity Labs+ zuständig. In seinem Forschungs- und Entwicklungsteam werden die Produkte mittels klinischer Studien geprüft, Forschungsprojekte mit akademischen Partnern geplant und an neuen Möglichkeiten geforscht, um die Produkte weiterzuentwickeln und zu optimieren.

Bild: Interviewgast Nico Teuschler

Wie ist man auf die Autophagie aufmerksam geworden?

Der genaue Ablauf der Autophagie in der Zelle wurde erstmals im Detail durch Herrn Prof. Yoshinori Ōsumi entschlüsselt. 2016 erhielt er dafür den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Der körpereigene Prozess der Autophagie (altgriechisch für „Selbstessen“) ist eine Art zellulärer Recyclingprozess, bei dem Zellen gealterte, geschädigte oder unbrauchbare Zellbestandteile verstoffwechseln und dadurch Energie gewinnen.

Geschädigte Zellbestandteile tragen maßgeblich zur Entstehung von altersbedingten Krankheiten bei. Durch die Aktivierung der Autophagie und die Verwertung dieser alten und beschädigten Zellbestandteile wird der zelluläre Stoffwechsel gefördert und die Zelle jung und gesund gehalten. Die Autophagie kann durch Fasten, Bewegung und eine bestimmte Substanz namens Spermidin induziert werden.

Wie hängt die Autophagie genau mit dem Intervallfasten zusammen?

Die Autophagie kann beim Intervallfasten ausgelöst werden. Eine Nahrungsabstinenz ab circa 14 Stunden startet den Vorgang für Autophagie und damit das gesundheitsfördernde Recycling.

Wie kam es zur Entdeckung von Spermidin?

Im Jahr 2009 hat die Forschungsgruppe von Prof. Frank Madeo an der Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich, eine wissenschaftliche Revolution entdeckt. Eine körpereigene und natürliche Substanz, genannt Spermidin, kann die Effekte des Fastens auf zellulärer und systemischer Ebene imitieren, indem sie die Autophagie aktiviert. 

Welchen Beitrag kann Spermidin beim Fasten leisten?

Spermidin gilt als Fastenmimetikum. Es kann auf zellulärer Ebene gewisse Zellstoffwechselwege lähmen, die für den Nahrungssignalweg verantwortlich sind. Die Zelle glaubt also es liegt keine Nahrung vor, wodurch sie den Autophagie Prozess sofort einschaltet.

Wie kann man Spermidin beim Fasten einsetzen? Und warum sollte man das unbedingt tun?

Spermidin ist eine gute Fastenergänzung. Besonders beim Intervallfasten kann das Fastenbrechen die Autophagie hemmen, dem kann allerdings mittels Zufuhr von Spermidin entgegengewirkt, und die Autophagie dauerhaft auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Inwieweit kann Spermidin Fasten ersetzen oder denselben Effekt erzielen?

Spermidin kann wie erwähnt die Autophagie als Fastenmimetikum aktivieren, weiters kann Spermidin aber auch auf epigenetischer Ebene die Autophagie mittels Aktivierung gewisser Gene ankurbeln.

Wie kann man Spermidin auch in den Alltag integrieren und gibt es Empfehlungen zur Dosierung?

Wenn keine ausreichende spermidinreiche Ernährung (etwa fermentierter Käse, Nüsse, Pilze, in vergorene Sojabohnen, Weizenkeime und Zitrusfrüchte) möglich ist, sollte man Spermidin ergänzen. Eine optimale Dosierung hängt von der Ernährung ab, bereits wenige mg können ausreichend sein. Eine gute dauerhafte Ergänzung ist spermidineLIFE® Orignal 365+ mit 1 mg Spermidin pro Tag. Weiters kann passend zur Fastenzeit 1-2 Mal pro Jahr mittels spermidineLIFE® Original Pro+ mit einer erhöhten Tagesdosis von 6 mg ergänzt werden.

Für alle, die sich noch näher in dieses spannende Thema einlesen und mit Autophagie und Spermidinen beschäftigen möchten, haben wir hier noch einige interessante klinische Studien und weiterführende Literatur für euch:
+ Fakten über Spermidin – ein physiologischer Autophagie-Induktor, der beim Menschen als Anti-Aging-Vitamin wirkt: Spermidine: a physiological autophagy inducer acting as an anti-aging vitamin in humans?
+ Eine prospektive bevölkerungsbezogene Studie, die zeigt, dass höhere Spermidinzufuhr mit niedrigerer Sterblichkeit verbunden ist: Higher spermidine intake is linked to lower mortality: a prospective population-based study
+ Eine spannende Übersichtsstudie über Spermidin und kalorische Restriktion: Spermidine in health and disease

Du möchtest dich über deine Erfahrungen mit anderen Challenge-Teilnehmer:innen austauschen? Dann komm in unsere carpe diem-Challenge Facebook-Gruppe. Wir freuen uns auf dich!

spermidineLIFE® ist ein Nahrungsergänzungsmittel aus natürlichem Weizenkeimextrakt mit hohem Spermidingehalt und dient zur Unterstützung der körpereigenen Zellerneuerung.