Gute Zahnpasta: Was muss drin sein?

Da eine Zahncreme gleichzeitig mehrere Aufgaben erfüllen soll, enthält sie auch eine ganze Bandbreite an Wirkstoffen. Für nachhaltig gesunde Zähne lohnt es sich also, das Kleingedruckte auf der Packung genauer zu studieren.

Schon unseren Kindern bringen wir es bei: Zweimal täglich Zähneputzen. Am besten unterstützt von Zahnseide. Mindestens einmal im Jahr geht es in die Zahnarztpraxis zur Kontrolle – ach ja, professionelle Zahnreinigung darf auch einmal wieder sein. Und welche Inhaltsstoffe sind in der Zahnpasta? Darüber machen sich die wenigsten Gedanken – doch dafür gibt es ja noch uns:

Zahnpasta: Welche Inhaltsstoffe stecken in der Paste?

Gegen Karies: Fluoride

Der bekannteste Inhaltsstoff von Zahncreme dürfte Fluorid sein. Um dieses ranken sich einige Gerüchte um mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit – doch das sind nur Gerüchte. Forschung und Zahnmedizin sind sich einig: Fluoride beugen Karies vor und gehören auf jeden Fall zur Zahnpflege dazu – in einer Dosierung von mindestens 1.000 ppm. Die Amin- und Zinkfluoride härten den Zahnschmelz und schützen vor Säure. Auf der Verpackung findest du sie als „Olaflur“, „Sodium Flouride“ oder „Sodium Monoflourphosphate“.

Gegen Beläge und Bakterien: Schleifpartikel und Putzkörper

Beim Schrubben entfernen diese feinen Partikel Bakterien und Beläge mechanisch von den Zähnen. Sie sollten allerdings nicht zu aggressiv wirken und Zahnschmelz oder Zahnfleisch angreifen. Vor allem „Whitening“-Zahncremes sind hier nicht zu empfehlen. Eine Orientierung gibt der RDA-Wert im Kleingedruckten, der den Abrieb durch die Mikropartikel angibt: Alles über 80 ist bereits zu hoch – darunter meist Zahncremes mit Titandioxid und Aluminiumoxid, auch genannt „Alumina“.

Schonender sind zwar Zahnpasten mit Polypropylen oder Polyethylen, doch auch hier ist Vorsicht geboten: Hinter diesen Begriffen verbirgt sich Mikroplastik. Auch diese Produkte solltest du aufgrund ihrer gesundheits- und umweltschädlichen Wirkung meiden. Empfehlenswert sind an dieser Stelle nur die Inhaltsstoffe Kieselsäure – „Hydrated Silica“ oder „Siliciumdioxide“ – und Kreide – „Calciumcarbonate“.

Zahnpasta-Inhaltsstoffe: Schäumende Substanzen helfen beim Putzen

Diese sogenannten „Tenside“ gelten als gesundheitlich unbedenklich. Sie sind waschaktiv, das heißt, sie lösen durch den Schaum die Zahnbeläge an. So kannst du diese beim Schrubben leichter entfernen.

Für gesundes Zahnfleisch: Entzündungshemmende Stoffe

Als Vorbeugung gegen Zahnfleischentzündung oder gar Parodontose sind in einer guten Zahnpasta auch antibakterielle und entzündungshemmende Stoffe enthalten. Findest du auf der Verpackung die Bezeichnung „Triclosan“, dann jedoch besser zurück damit ins Einkaufsregal. Dieser Wirkstoff kann krebserregend wirken und Bakterienresistenzen bilden. Besser sind Chlorhexidin – „CHX“ – und Zinkverbindungen.

Zahnpasta-Inhaltsstoffe für empfindliche Zähne: Desensibilisierende Stoffe

Zur Linderung von Schmerzreizen und Versiegelung des Dentins – der Schicht unter dem Zahnschmelz – sind vor allem in Sensitiv-Zahnpasten Stoffe wie Strontium-Salze oder Kaliumnitrat enthalten.

… und alles andere?

Auch bei den übrigen Inhaltsstoffen kannst du noch zwischen besseren und schlechteren Produkten unterscheiden. Konservierungsstoffe zum Beispiel machen eine Zahnpasta haltbar, sollten jedoch keine Parabene enthalten, da diese wie Hormone im Körper wirken können. Bessere Alternativen sind Sorbinsäure oder Benzylalkohol. Ein Plus in der Pasta kann auch das Süßungsmittel Xylit sein: Es wirkt antibakteriell und beugt Karies vor.

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