Tag 1: Einführung ins Intervallfasten

Bist du bereit, dich näher mit dem Thema Intervallfasten auseinanderzusetzen? Sehr gut! Denn bevor es am kommenden Mittwoch in die Praxis geht, lass uns mit einem kleinen theoretischen Exkurs starten.

Tatsache ist – Fasten ist gesund. Der Körper kann sich regenerieren, von unnötigem Ballast trennen und du hast mehr Energie.

Die Geschichte des Fastens

Religiös motiviertes Fasten wird schon seit Jahrtausenden praktiziert. Im Christentum wird 40 Tage durchgehend gefastet, im Islam wird während dem Ramadan für einen Monat von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Nahrung und Getränke verzichtet. Im Judentum wird an Jom Kippur, dem Versöhnungstag und als Vorbereitung für Feiertage gefastet. Du siehst also: In vielen Kulturen wurde und wird bis heute gefastet. Seit einigen Jahren wird Fasten immer mehr zum Trend und zu einer Art Lifestyle.

Wer einmal gefastet hat, versteht, dass Fasten in Wahrheit kein Verzicht, sondern vielmehr ein Gewinn ist. Fasten ist der Ausgleich für alles, was uns nicht guttut. Zu viel Essen, zu viel Zucker, zu viel Alkohol, zu wenig Bewegung an der frischen Luft, zu viel Stress – all das sind Faktoren, die unseren Körper und unseren Geist belasten und träge machen. Fasten ist keine Modeerscheinung, Fasten ist – so wie unsere Expertin Ursula Vybiral schön sagt – ein Geschenk. Wenn du für dich einmal die richtige Fastenform gefunden und in deinen Alltag integriert hast, wird Fasten sicher ein unverzichtbarer Bestandteil deines Lebens werden.

Fasten ist ein Geschenk - Ursula Vybiral

Die Autophagie

Um bei der Theorie zu bleiben, sprechen wir noch über einen sehr wichtigen Prozess im Körper – die Autophagie. Wir könnten sie auch gleich als unsere „Müllabfuhr“ bezeichnen. Denn, entfällt die Energiezufuhr von außen, beginnen unsere Zellen, eigene Zellen zu verdauen. Unser Körper sorgt selbst dafür, dass abgestorbene, missgebildete, kaputte und kranke Zellen vertilgt werden und unbrauchbare Bestandteile, wie geschädigte oder oxidierte Proteine oder Mitochondrien, abgebaut werden. Es können auf diese Weise auch Eindringlinge wie Viren, Bakterien oder andere Mikroorganismen in der Zelle bekämpft werden. Damit kommt der Autophagie bei Infektionen, in Alterungsprozessen und bei der Entstehung von Tumoren und anderen Krankheiten eine Schlüsselfunktion zu.

Aber was hat das mit Fasten zu tun? Ganz einfach: Der Körper hat Angst, zu verhungern und beginnt, Ressourcen zu sparen. Dabei überprüft er: Welche Zellen sind so schlecht, dass man sie sowieso entsorgen müsste? Diese werden recycelt, das heißt: Der Körper verwertet sie und macht aus ihren Bestandteilen neue Zellen. Ein Jungbrunnen für deinen Organismus also. Und hier noch ein kleiner Motivationssatz: Fällt das Fasten am Abend schwer, kann man sich gut mit dem Gedanken trösten: „Es passiert gerade unglaublich viel in meinem Körper. Mein Hunger hält mich jung!“ 

Die Autophagie kann neben dem Fasten zudem noch über eine körpereigene Substanz, genannt Spermidin, „imitiert“ werden. Spermidin wurde 2009 an der Karl-Franzen-Universiät in Graz entdeckt. Spermidin ist für die Wissenschaft spannend, da Spermidin die zelluläre Autophagie „aktivieren“ kann und damit möglicherweise auch Therapieverfahren entwickelt werden können. Spermidin ist in vielen Lebensmitteln wie Weizenkeimen, Pilzen, Hülsenfrüchten und vielen mehr enthalten. Spermidin kann aber auch durch Nahrungsergänzungsmittel supplementiert werden und ist eine gute Fastenergänzung.

Wir starten mit Intervallfasten

Das Thema Fasten könnte ganze Bücher sprengen – wir werden uns diese Woche jedoch komplett dem Intervallfasten widmen. Auch dabei gibt es verschiedenste Arten, diese werden nach den Abständen der Essenspausen unterteilt.

So gibt es etwa die 5:2 Variante (dabei wird an fünf Tagen normal, an zwei Tagen jedoch gar nichts gegessen), die 1:1 Variante (hier wird ein Tag gegessen, ein Tag gefastet) oder die 22:2 Variante (bei dieser Variante wird nur einmal täglich gegessen, und das in einem Zeitraum von zwei Stunden). Natürlich ist für jeden eine andere Variante besser geeignet. Wichtig ist jedoch, dass jeder genau jene Fastenform findet, die am besten zur eigenen Persönlichkeit und zum Alltag passt. 

Wir konzentrieren uns diese Woche auf das 16:8 Intervallfasten. Bei dieser Methode lassen wir das Abendessen aus. Deshalb gilt sie als effektivste Methode, die von vielen Experten empfohlen wird.

Auch für Ursula Vybiral ist das jene Fasten-Form, die sie seit Jahren selbst lebt und ihren Klienten mindestens einmal wöchentlich ans Herz legt. Wir machen uns den oben genannten Regenerations- und Erneuerungsprozess zu Nutze, und setzen auf Fastentage, in denen wahlweise zwei oder dreimal täglich gegessen wird, allerdings wird dabei auf eine Nahrungsabstinenz von mindestens 16 Stunden geachtet.

16:8 ist die Bezeichnung für ein 16-stündiges Fasten und 8-stündiges Essen. Kurz: 16 Stunden ohne Essen, in den übrigen acht Stunden wird zwei oder drei Mal gegessen. Unabhängig, um welche Uhrzeit es sich handelt, zum Beispiel Essenzeit zwischen 12:00 und 20:00 Uhr (8 Stunden), gefastet wird dann ab 20:00 Uhr bis 12:00 Uhr (16 Stunden)“, erklärt die Ernährungsexpertin ihre Lieblings-Fasten-Methode.

https://www.carpediem.life/1842/zeit-zum-zuhoeren-01-ursula-vybiral/

16:8 hat noch eine andere Bedeutung

Das sind auch die Uhrzeiten, die Ursula Vybiral als Ernährungsberaterin gerne empfiehlt: Um 16:00 Uhr wird die Nahrungsaufnahme unterbrochen, und gegessen wird erst wieder um 8:00 Uhr früh. Denn mit dieser 16:8 Regel nehmen wir am besten ab, wenn wir das wollen, oder können damit „Essenssünden“ ausgleichen.

Auf los geht’s los

Die nächsten Tage stehen nun ganz im Zeichen von informativen Expertentipps, schmackhaften Rezepten und wertvollem Input zum Fasten, sowie spannenden wissenschaftlichen Erklärungen, die dich dem Thema schrittweise näherbringen sollen. Sei dabei und erlebe selbst, wie Intervallfasten dein Wohlbefinden stärken kann!

spermidineLIFE® ist ein Nahrungsergänzungsmittel aus natürlichem Weizenkeimextrakt mit hohem Spermidingehalt und dient zur Unterstützung der körpereigenen Zellerneuerung.