Wie Spielen zum Kinderspiel wird

Viele Eltern fragen sich, wie sie ihre Kinder am besten fördern können. Was spielerische Beschäftigung damit zu tun hat und warum weniger manchmal mehr ist, erfährst du hier.

Welche Rolle nimmst du als Elternteil in der Entwicklung deines Kindes ein? Ist es die Rolle des Erziehers oder des Gefährten? Vielleicht ist es auch eine Mischung daraus. Bereits mit dieser Fragestellung wird zumindest auf sprachlicher Ebene der spielerische Bezug zum Leben deutlich. Ob du unter Freunden bist, beim Essen mit deinen Eltern oder alleine in einem Park spazierst: Du bestimmst und definierst jeweils die passende Rolle. Verschiedene Rollen einzunehmen, sich dabei selbst besser kennenzulernen und so im Alltag zu bestehen, beginnt schon im Kindesalter als eine Form von Spiel. Was passiert nun aber, wenn Kinder nicht mehr ausreichend spielen?

Kinder spielen gerne: So kannst du sie unterstützen

Durch die Digitalisierung aller Lebensbereiche sehen sich Eltern vor neue Herausforderungen gestellt. Viele Kinder wachsen in einer Zeit auf, in der sie nicht mehr spielen müssen. Sie werden von klein auf und immer öfter von Smartphones, leuchtenden Werbereklamen oder Info-Screens unterhalten – ohne aktiv dafür etwas zu tun. Wie kannst du als Elternteil deinen Kindern nun helfen, wieder mehr zu spielen?

Fangen – Verstecken – Erkunden

Um Kindern das Spielen zu erleichtern, ist es wichtig die richtigen Spielbedingungen für sie zu schaffen. Dazu zählt die Umgebung, Ablenkungsfaktoren, ausreichend Freiraum und möglicherweise auch Spielgefährten. Kinder sind Forscher und Erkunder, deshalb eignet sich ein Ausflug in die Natur sehr gut. Dort gibt es grundsätzlich schon perfekte Bedingungen, um die Kreativität von Kindern anzuregen. Am besten bleiben auch vorhandene Smartphones zuhause, um ihre Konzentration nicht zu stören. Für mehrere Kinder eignen sich Spiele wie Verstecken oder Fangenspielen. Das macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für körperlichen Ausgleich.

Kinder spielen lassen

Für Kindern ist es ebenso wichtig in Gemeinschaft zu spielen, als auch alleine. Schon Babys können sich für eine kurze Zeitspanne mit sich selbst beschäftigen, indem sie mit ihren eigenen Händen und Füßen spielen. Oft passiert es im Verlauf des Älterwerdens, dass Eltern zu viel Zeit mit der Bespaßung ihrer Kinder verbringen und diese sich daran gewöhnen. Mit Ritualen und geeigneten Spielsachen finden Kinder aber schnell wieder ins Alleinespielen. Du als Elternteil bist dabei allerdings immer aktiv beteiligt. Mit deiner Präsenz vermittelst du deinen Kindern die nötige Sicherheit. So gelingt freies Spielen leichter.

Nimm die Rolle des spielenden Vorbildes ein

Ab einem Alter von ungefähr drei Jahren entwickeln Kinder das Verständnis, dass auch Eltern Ruhephasen im Alltag brauchen. Das passiert vor allem deshalb, weil sie dich ganz genau beobachten und studieren. So können deine Handlungsweisen, Denkanstöße für das Spielverhalten deiner Kinder sein. Greifst du nun zu einem altersgerechten Spiel, wird dir dein Kind im besten Fall folgen, selbstständig weiterspielen und somit wird Freiraum geschaffen. Nichtsdestotrotz ist es nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern heilsam und auch kognitiv von großer Bedeutung im Erwachsenenalter weiter zu spielen. Es gelten nach wie vor die weisen Worte des Dichters Friedrich Schiller: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.”

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