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Im Sommer barfuß und mit kurzer Hose über die Wiese gelaufen, einen Moment nicht aufgepasst – und schon ist es passiert: Wir streifen eine Brennnessel. An der nackten Hautstelle bilden sich sofort Pusteln und sie brennt ungemein.

Das Allergemeinste: Je zögerlicher man die Blätter der Brennnessel berührt, umso stärker „verbrennen“ sie uns. Denn: Die kleinen Härchen an den Blättern brechen bei der kleinsten Berührung ab und spritzen wie kleine Injektionsnadeln den fiesen Brennsaft in die Haut. Außer, dass das ziemlich unangenehm ist, ist es aber überhaupt nicht schlimm: Die Brennnessel ist nämlich eine Heilpflanze mit mannigfaltiger Heilwirkung, die unserem Körper sogar richtig guttut (zum Beispiel als Brennnessel-Shake).

Was ist drin in der Brennnessel?

In den Brennhaaren der Brennnessel befindet sich der Brennsaft, mit dem wir wohl alle schon einmal in Berührung gekommen sind. Dieser besteht unter anderem aus Histamin und Ameisensäure und soll eigentlich Fressfeinde abwehren – was auch ganz gut funktioniert.

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In der Heilpflanze ist aber noch mehr drin: Viel Vitamin C und Eisen von hoher biologischer Verfügbarkeit – das heißt, der Körper kann es sehr gut aufnehmen. Außerdem Vitamin B1, das dabei hilft, Nerven- und Herzmuskelgewebe instand zu halten sowie zur Energiegewinnung und -speicherung beiträgt. Auch mit Mineralstoffen wie Kalzium und Kalium kann die Brennnessel punkten.

Heilwirkung der Brennnessel im Körper

Die Wirkung der Brennnessel ist vielfältig: Sie wird gerne für Frühjahrs- oder Herbstkuren genutzt, denn sie bringt den Stoffwechsel in Schwung. Blätter und Kraut der Pflanze helfen nachweislich bei Arthritis und Arthrose. Auch wer unter einer Harnwegserkrankung oder einer gutartigen Prostatavergrößerung leidet, kann beherzt zur Brennnessel greifen.

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Bei starker Regelblutung wirkt die Pflanze regulierend und kann innere sowie äußere Blutungen stillen. Daneben wird die Brennnessel bei hohem Blutdruck, manchen Allergien sowie Autoimmunerkrankungen und als Haarwasser oder Shampoo bei Haarausfall eingesetzt.

Wichtig bei der Anwendung: Weil die Brennnessel die Harnausscheidung anregt, gilt es viel zu trinken – ansonsten verliert der Körper zu viel Flüssigkeit.

Rezepte: Wie wende ich Brennnesseln an?

  • Tee – Brennnesseltee hilft bei Blasenentzündung und Prostatabeschwerden. Dafür 2 TL Brennnesselblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen, etwa 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen und anschließend abseihen. Für eine Frühjahrs- oder Herbstkur empfehlen sich 3 Tassen täglich für einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen.

  • Haarwasser – Zur Kräftigung der Haarwurzeln kannst du dir aus Brennnesselwurzeln ein tolles Haarwasser herstellen. Einfach 2 TL getrocknete Wurzeln für 5 Minuten in 200 ml Wasser köcheln lassen, abgießen – fertig ist dein Haarwasser.

  • Brennnesselsamen – Brennnessel-Rezept in stressigen Zeiten und wenn das Immunsystem schwächelt: Täglich 1 bis 3 TL Samen kauen – dein Körper wird es dir danken.

Wann sollte ich auf Brennnesseln verzichten?

Der hohe Histamingehalt kann Allergien nicht nur erfolgreich behandeln, sondern auch welche auslösen. Das kommt zum Glück aber selten vor. Auf jeden Fall verzichten solltest du auf die Brennnessel, wenn du Ödeme hast – also Schwellungen, die von wässriger Flüssigkeit im Körpergewebe verursacht werden.

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