In die Berg bin i gern

… weil do gfreit si mei Gmiat! Wer einen Berg besteigt, kann nicht nur das Gemüt erfreuen, auch der Körper profitiert, und die Seele kann mal so richtig baumeln.
von Ines Glatz-Deuretzbacher | 9. Oktober 2019
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Bild: Peter Conlan /Unsplash

An den Bergen kann man vieles lieben: Alleine sie aus der Ferne anzusehen und ihren Anblick zu genießen ist schon erbauend. Sie stehen für Freiheit, Natur, Panorama und Kraft. Und wer sich die Mühe macht, hinauf zu gehen, dem wird ein tagesfüllendes Erlebnis geschenkt, das Körper und Psyche glücklich macht. Dafür braucht man gar nicht viel: Feste Schuhe, regenfeste Kleidung und ein Rucksack mit einer Wasserflasche sind schon die Grundausstattung. Ein weiterer Bonus: Wandern ist für alle Altersgruppen und nahezu jeden Fitnesslevel geeignet.

Der Körper profitiert

Markus Schmid ist geprüfter Bergwander- und Naturführer und UNIQA-Vitalcoach. Er weiß um die zahlreichen positiven Wirkungen auf den Körper:

Das Herz-Kreislauf-System profitiert besonders – Übergewicht, Bluthochdruck, Störungen im Fett- und Zuckerstoffwechsel können reduziert werden, die Cholesterin-Bilanz verbessert sich.

Markus Schmid ist geprüfter Bergwander- und Naturführer und UNIQA-Vitalcoach

Außerdem: „Die Produktion von Melatonin, jenes Hormons, das den Tag-Nacht-Rhythmus regelt, sorgt für einen guten Schlaf.“ Ein Rundum-Gesundheitspaket also.

Tipps für Bergneulinge

Dennoch empfiehlt der Profi völlig untrainierten Personen einen sanften Einstieg, bestenfalls einen Gesundheitscheck: „Das erste Mal ist es ratsam, in einer Gruppe zu wandern. Oder auch einen Berg mit Gondel oder Bergbahn zu wählen und für den Anfang nur den sanften Abstieg anzugehen.
Grundsätzlich soll man auf den eigenen Körper hören, Leistung hintanstellen und genügend Pausen machen. Wer dann noch auf ausreichend Flüssigkeit achtet, ist so weit auf der sicheren Seite.

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Bild: Kalen Emsley/Unsplash

Einfach nur glücklich sein

Dass beim Wandern Glücksgefühle entstehen, hat wohl jeder schon erlebt, der am Gipfel angelangt ist. Aber auch der Aufstieg sorgt meist schon für gute Laune. Physiologisch kann man das so erklären: Beim Bergsteigen wird das Stresshormon Cortisol verringert und das Glückshormon Serotonin erhöht.

Ideal für alle, die tagtäglich einem Ziel nach- und der Zeit hinterherhetzen – denn Verlangsamen ist eines der Prinzipien, die das Bergerlebnis perfekt machen.

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Bild: Ivana Cajina/Unsplash

Bereichern könne man laut Schmid die Auszeit in der Natur noch, wenn man versucht, alle Sinne dabei zu aktivieren: „Schnuppern Sie die Waldluft, hören Sie hin – welche Geräusche können Sie hören? Oder auch einfach nur die Stille genießen. Und fühlen Sie: Gräser, Bäume … Jetzt kann man ja sogar Schwammerl finden und sich dann zuhause eine gesunde, schmackhafte Mahlzeit zubereiten.“ Oder man gönnt sich auf der Berghütte den verdienten Schmaus und Trank. Alsdann: Glück auf!

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