Anna Baumschlager

Warum gerade Frauen Eisen brauchen

Wir verraten dir, warum gerade Frauen Eisen brauchen, sie aber oft zu wenig davon zu sich nehmen und welche Auswirkungen das hat.
Bild: Unsplash/Bruce Mars

Unser Körper benötigt Eisen für unterschiedliche Prozesse. Weil der Körper den Mikronährstoff nicht selbst produzieren kann, ist es wichtig, den Eisenhaushalt im Auge zu behalten. Damit du in Zukunft weißt, was es mit dem Spurenelement Eisen auf sich hat und warum gerade Frauen Eisen brauchen, beantworten wir dir 6 grundlegende Fragen zum Thema Eisen und Frauen.

1. Wozu benötigt der Körper Eisen?

Bei Eisen handelt es sich um ein wichtiges Spurenelement, das dem Körper über eine gesunde sowie abwechslungsreiche Ernährung oder im Bedarfsfall auch über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden muss. Es ist für essenzielle Abläufe im Körper notwendig. Eisen sorgt für die Energie, die du einerseits im Alltag und andererseits in besonderen Situationen wie Wachstumsphasen, Schwangerschaft und in der Menopause brauchst. Ein gesunder Energiestoffwechsel ist grundlegend für das allgemeine körperliche Wohlbefinden und die physische und mentale Leistungsfähigkeit.

Eisen hat drei Hauptaufgaben, die es in Verbindung mit anderen Mikronährstoffen (Vitamin B12, Folsäure, Kupfer, etc.) bewältigt:

  • physiologische Blutbildung
  • normaler Sauerstofftransport
  • Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung

2. Warum brauchen gerade Frauen Eisen?

Warum gerade Frauen Eisen brauchen, ist darauf zurückzuführen, dass sie einen höheren Eisenbedarf als Männer haben. Hauptursache dafür ist die Monatsblutung. Frauen verlieren jeden Monat viel Eisen, das wieder zugeführt werden muss. Deshalb ist Eisenmangel ein klassisches Frauenproblem. In Mitteleuropa ist Sage und Schreibe jede vierte bis fünfte Frau im gebärfähigen Alter von Eisenmangel betroffen.

Neben der Monatsblutung, die bei Frauen über viele Jahre regelmäßigen Eisenverlust verursacht, gibt es noch einige weitere Faktoren, die den Eisenhaushalt beeinflussen. Dazu gehören nicht zuletzt die Schwangerschaft und Stillzeit, aber auch intensive sportliche Betätigungen (Leistungssport/Ausdauersport). Denn gerade dann spielen Sauerstofftransport und Blutbildung eine besonders wichtige Rolle, weshalb ausreichend Eisen vorhanden sein muss – trotz Monatsblutung oder Mutterglück.

Bild: Stocksy

Hinzu kommt noch, dass Frauen eher dazu neigen, aufgrund ihrer Ernährungsgewohnheiten nicht genügend Eisen zu sich zu nehmen. In der Regel konsumieren Frauen weniger tierische Produkte, die eine gute Eisenquelle darstellen, als Männer. Besonders Vegetarierinnen und Veganerinnen sollten auf eine ausreichende Eisenzufuhr achten und sich über eisenhaltige Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel informieren.

3. In welcher Lebensphase der Frau besteht ein erhöhter Eisenbedarf?

Grundsätzlich braucht der Körper immer Eisen. Doch es gibt einige Lebensphasen und spezielle Situationen, in denen der Körper einer Frau einen besonders hohen Eisenbedarf hat. Besonders hervorzuheben sind:

  • Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit: Die Entwicklung der Plazenta und des Fötus, das erhöhte Blutvolumen der Mutter und auch die Bildung der Nabelschnur resultieren in einem doppelt so hohen Eisenbedarf während der Schwangerschaft. Bei der Geburt verliert eine Frau außerdem viel Blut. Dieser Eisenverlust sollte während der Stillzeit durch vermehrte Eisenzufuhr wieder wettgemacht werden.
  • Leistungssport: Eisen spielt eine wichtige Rolle für den Sauerstofftransport im Körper. Gerade beim Sport ist es notwendig, dass die Muskeln mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Deshalb sollten sportlich Aktive ihren Eisen-Status im Auge behalten. Ein Eisenmangel kann bei Sportlerinnen Muskelkrämpfe auslösen und die Ausdauer reduzieren.
Bild: Stocksy
  • Alter: Obwohl es meist heißt, dass vor allem junge Frauen auf die Eisenzufuhr achten sollten, ist der Nährstoff Eisen auch für reifere Frauen ein Thema. Rund um die Menopause wird empfohlen, die Eisenwerte regelmäßig zu kontrollieren, um Anämien (Blutarmut) vorzubeugen. Denn insbesondere der Beginn der Wechseljahre geht oftmals mit stärkeren und häufigeren Monatsblutungen einher.

4. Wie entsteht Eisenmangel und wie reagiert der Körper darauf?

Es gibt drei Gründe für auftretenden Eisenmangel:

  • Vermehrter Eisenverlust (Menstruationsblutung, Blutspenden, Operationen),
  • erhöhter Eisenbedarf (Schwangerschaft, Stillzeit, Leistungssport/Ausdauersport) oder
  • verminderte Eisenaufnahme (Erkrankungen, inadäquate Nährstoffzufuhr).

Sinkt der Wert der Hämoglobinkonzentration im Blut bei Frauen unter 12g/dl, spricht man von latentem Eisenmangel. Ob die Ursache hierfür tatsächlich ein Eisenmangel ist, kann nur durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden. Dabei wird der Serum-Ferritin Wert bestimmt, der über den Eisenhaushalt im Körper Auskunft gibt.

Reaktionen des Körpers

Die primäre Reaktion des Körpers auf Eisenmangel ist die reduzierte Leistungsfähigkeit. Außerdem gibt es noch eine Reihe weiterer Symptome, die auf einen Eisenmangel hindeuten können: Schlafstörungen, Kurzatmigkeit, Blässe, Haarausfall, brüchige Nägel, Infektanfälligkeit, Erschöpfung (sowohl geistig als auch körperlich) oder Konzentrationsmangel. Eine französische Forschergruppe hat außerdem herausgefunden, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Eisenmangel und starkem Haarverlust (zum Beispiel in der Schwangerschaft) besteht. Über die Zeit kann chronischer Eisenmangel zu einer Anämie (Blutarmut) führen.

Übrigens: Müdigkeit, Schwäche und Konzentrationsprobleme können nicht nur auf eine mögliche Unterversorgung mit Eisen hindeuten. In ähnlicher Weise kann sich auch ein Mangel an Schilddrüsenhormonen äußern. Neben der labordiagnostischen Kontrolle deines Eisenstatus ist es ratsam, auch einen Blick auf die Schilddrüsenwerte zu werfen.  

5. Wie sorgst du für genügend Eisen im Körper?

Täglich sollte man etwa 10 bis 15 Milligramm Eisen zu sich nehmen. Da pflanzliches Eisen erst im Körper umgewandelt werden muss, kann der Organismus Eisen aus tierischen Nahrungsquellen grundsätzlich leichter verwerten. Normalerweise reicht es, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Ernährt man sich vorwiegend vegetarisch oder vegan, sollte man sich darüber informieren, welche Nahrungsmittel besonders eisenhaltig sind.

Besonders gute Eisenlieferanten sind:

  • Fleisch
  • Leber
  • Sesam
  • Pistazien
  • Haferflocken
  • Hülsenfrüchte
  • Eierschwammerl / Pfifferlinge
Bild: Stiefkind Fotografie

Bei erhöhtem Bedarf kann Eisen zusätzlich über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. So verringert das im Eisen Complex von Pure Encapsulations® enthaltene Spurenelement Eisen Müdigkeit und Ermüdung und unterstützt zusammen mit Vitamin B12 den Energiestoffwechsel.

Dieser Nährstoffkomplex ist besonders effektiv, da auch wichtige Co-Faktoren des Eisenstoffwechsels wie beispielsweise Kupfer, Vitamin A und B-Vitamine mit enthalten sind.

Interessant:  Dass Spinat ein besonderer Eisenlieferant ist, hat sich als Irrtum herausgestellt. Es gibt aber eine tolle heimische Alternative, die dir eine ordentliche Portion Eisen verschafft: die Brennnessel.

6. Welche positiven Auswirkungen hat ein geregelter Eisenhaushalt?

Viele Frauen kennen das Gefühl, oft müde zu sein, sich nur schwer aufraffen zu können und keine Energie zu haben. Ein Blick auf die Eisenwerte kann sich lohnen. Weißt man erst einmal, was los ist, kann man durch gezielte Ernährung und die Zufuhr von Mikronährstoffen eine spürbare Veränderung im Körper erwirken.

Bild: Unsplash/Brooke Lark

Dein Körper wird es dir danken durch:

  • Gesteigerte Leistungsfähigkeit
  • Mehr Wohlbefinden
  • Mehr Energie und Power
  • Schönere Nägel und Haare
  • Weniger Müdigkeit und Ermüdung

Wichtig zu wissen ist, dass der Eisenhaushalt nicht von einem Tag auf den anderen „wieder gut“ wird. Man muss sich selbst und seinem Körper Zeit geben, das zugeführte Eisen zu verarbeiten und seine positive Wirkung zu entfalten. Es lohnt sich, auf den Körper zu hören und ihn bei Bedarf tatkräftig zu unterstützen.

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