Ingwertee machen: Wann eine Tasse davon guttut

Wir lieben Ingwer – besonders im Winter. Dafür gibt es gute Gründe, denn die scharfe Knolle ist ein natürliches Heilmittel mit Tradition.

Die tolle Knolle mit den wertvollen Scharfstoffen passt nicht nur super in Gebäck oder in asiatischen Gerichten wie Linsencurry: Ingwer ist eine Heilpflanze, deren Wirkung schon seit Jahrtausenden genutzt wird und 2018 zur Heilpflanze des Jahres gekürt wurde. Wir sagen, wie du dir Ingwertee machen kannst und was er alles kann, der Ingwer.

Ingwer: Das steckt drin

Vitamine, Mineralstoffe, ätherische Öle – die Superknolle kann mit einigen wertvollen Inhaltsstoffen aufwarten. Besonders geschätzt wird der Ingwer aber wegen seiner Scharfstoffe, vor allem Gingerole und Shoagole. Diese heizen unserem Körper ein und wärmen uns von innen. Außerdem regen sie die Speichelproduktion an. Ingwer kann aber noch mehr.

5 Gründe, sich öfter Ingwertee zu machen:

Verdauung

Ingwertee wirkt verdauungsregulierend: Er regt die Speichel- und Magensaftproduktion an. Nach dem Essen getrunken, hilft er die Magenwände zu entspannen. Durchfall und Blähungen haben dann kaum eine Chance. Auch bei Verstopfung kann die tolle Knolle regulierend wirken.

Husten & Erkältung

Die Scharfstoffe im Ingwer befreien die Atemwege und wirken schleimlösend – was super ist gegen festsitzenden Husten. Außerdem regt Ingwer die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum an und macht sie fit im Kampf gegen Viren und Bakterien. Erkältungskeimen macht die scharfe Knolle also ordentlich Feuer unterm Hintern. Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung gilt also: Ingwertee machen.

Immunsystem

Ingwertee wärmt uns herrlich von innen, was im Winter nicht nur sehr angenehm ist, sondern auch unserem Immunsystem hilft: Eine Kur mit Ingwertee macht den Körper widerstandsfähiger gegen Erkältungsviren.

(Schwangerschafts-)Übelkeit

Bei Schwangerschaftsübelkeit im ersten Trimester ist Ingwer ein altbekanntes Hausmittel. Auch bei Reiseübelkeit und generell Übelkeit kann die scharfe Wurzel helfen. Warum genau, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird: Die Scharfstoffe docken an sogenannten 5HT3-Rezeptoren im Magen-Darm-Trakt an, über die Übelkeit und Brechreiz ausgelöst werden.

Durchblutung

Wie schon erwähnt, heizt uns die scharfe Knolle ordentlich ein. Denn: Ingwer wirkt durchblutungsfördernd, bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Zirkulation der roten Blutkörperchen. So wärmt uns Ingwer von innen, wenn es draußen friert.

Ingwertee machen: So geht’s

Für eine Kanne Ingwertee brauchst du etwa eine Daumenlänge einer Bio-Ingwerwurzel. Bio ist in diesem Fall besser, weil du die Schale bedenkenlos mitverarbeiten kannst – und in der stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe. Schneide nun das daumenlange Ingwerstück in kleine Scheibchen, je dünner desto besser.

Anschließend übergießt du die Ingwerscheibchen mit siedendem Wasser (die Temperatur sollte 60 bis 90 Grad betragen). Jetzt darf der Tee etwa zehn Minuten abgedeckt ziehen. Dann abgießen und warten, bis er soweit abgekühlt ist, dass du ihn genießen kannst.

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