Matcha

Alles, was du über Matcha wissen solltest

Exquisit, schmackhaft, gesund: Matcha ist die Hoheit unter den grünen Tees. Das fein vermahlene Pulver macht auf dem Teller ebenso prächtige Figur wie in der Tasse.

Matcha (japanisch für „gemahlener Tee“) ist ein zu Pulver vermahlener Grüntee mit intensiv grüner Farbe.

Woher kommt Matcha?

Seine Herstellung und Anwendung reicht in China wohl bis ins 6. Jahrhundert zurück, wo Matcha in der traditionell chinesischen Medizin schon lange zu den wertvollsten Heilmitteln zählt. Die tiefgrüne Farbe rührt daher, dass die ausgewählten Teesträucher über mehrere Wochen beschattet werden.

Nach der Ernte werden die Teeblätter schonend weiterverarbeitet, die groben Blattadern entfernt und nur das Blattfleisch in Steinmühlen zu einem feinem Pulver gemahlen. Was Matcha neben seiner besonderen Herstellung und der Farbe so besonders macht, ist der hohe Gehalt an wertvollen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen wie Vitaminen, Flavonoiden und Phenolen.

Gilt Matcha zu Recht als Wundermittel?

Aus gesundheitlicher Sicht: ja! Herkömmlich zubereitete Tees enthalten nur fünf bis zehn Prozent der Nährstoffe des Blatts – eben nur die wasserlöslichen. Wer Matcha trinkt (schmeckt besonders gut aus der carpe diem-Emaille-Tasse ;)), führt dem Körper hingegen das ganze, zu feinstem Pulver zerriebene Teeblatt zu – inklusive aller Nährstoffe. Vor allem sind das Antioxidantien, die der gemahlene Grüntee in der 50-fachen Dosis des Antioxidantien-Musterschülers Brokkoli enthält und damit den Körper wirkungsvoll vor freien Radikalen schützt. Auch die positive Wirkung auf den Stoffwechsel ist erwiesen.

So wirkt Matcha auf die Gesundheit

  • Antioxidantien schützen Körperzellen vor schädlichen Einflüssen schützen und beugen Erkrankungen vor
  • senkt das Diabetes-Risiko
  • unterstützt beim Abnehmen
  • ist dank Koffein ein Muntermacher
Grüner Tee
Bild: Anatoliy Najmitenko/Unsplash

Die enthaltenen Antioxidantien im Tee können Körperzellen vor schädlichen Einflüssen schützen und damit Erkrankungen vorbeugen. Grüner Tee ist schon lange bekannt für seine schützende Wirkung im Hinblick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Matcha übertrifft ihn aber um ein Vielfaches. Zum einen aufgrund der höheren Konzentration gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe und zum anderen weil bei der Zubereitung auch einfach mehr Tee eingesetzt wird. Denn Matcha wird aus ganzen Teeblättern gemahlen und liefert so mehr Antioxidantien. Er senkt das Diabetes-Risiko, ist entspannungsfördernd und unterstützt als „Fatburner“ das Abnehmen.

Aber Achtung: Wird Matcha als Wundermittel gegen ernsthafte Erkrankungen wie Krebs beworben, sollte man dem besser kritisch gegenüber stehen.

So geht die richtige Zubereitung von Matcha Tee

Die Zubereitung erfolgt in einer regelrechten Zeremonie und es gelten, ähnlich wie bei grünem Tee, feste Regeln:

Matcha Tee Zubreitung
Bild: Jason Leung/Unsplash

ZUTATEN

  • 1 bis 2 Gramm Matcha Tee Pulver
  • 60 bis 100 Milliliter Wasser
  • Bambusbesen oder Milchschäumer (Chasen)
  • tiefe Schale (Teetasse oder Müslischale)

ZUBEREITUNG

  • Wasser aufkochen und auf 80 °C abkühlen lassen.
  • Matcha Pulver zum Wasser geben und mit einem Bambusbesen oder Milchschäumer schaumig schlagen.
  • Wildes Rühren ist verpönt. Der Besen sollte beim Aufschlagen des Matchas nur vor und zurück, in Form des Buchstaben „M“, geführt werden.
  • Der Geschmack des Tees reicht von lieblich-süßlich bis hin zu herb oder umami.

Tipp: Das Matcha-Pulver sollte kühl, trocken und dunkel gelagert und rasch aufgebraucht werden.

Ist die aufwendige Prozedur für die Zubereitung einer Tasse Matcha Tee nötig?

Nötig, aus gesundheitlicher Sicht? Nein. Gehört sie dazu? Irgendwie ja. Denn ein so edles Gebräu will auch sorgsam zubereitet sein, man kann das durchaus mit unserer Weinkultur vergleichen: Einen edlen Tropfen trinken wir ja auch nicht aus dem Zahnputzbecher. Und gar so kompliziert ist die stilgerechte Zubereitung von Matcha auch wieder nicht: Ein bis zwei Gramm des erbsengrünen Teepulvers reichen für eine Tasse, aufgegossen wird mit Wasser, das nicht heißer ist als 80 Grad (zu heißes Wasser kann den Tee bitter machen). Mit dem „Chasen“, einem feinen Bambusbesen, erfolgt dann die Kür, bei der das Gebräu schaumig geschlagen wird.

Weitere Fragen zu Matcha

Rezepte mit Matcha

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