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Biorhythmus? Kennt man und haben wir bereits leicht erklärt. Die innere Uhr soll den Takt des Lebens vorgeben, besonders bekannt ist etwa der Tag-Nacht-Rhythmus. Er regelt Aktivitäts- und Ruhephasen und hängt eng mit der Lichtverteilung zusammen. Und sonst? Gibt es noch den Nahrungs- und Trinkrhythmus (übrigens solltest du besser nicht während dem Mittagessen trinken), den Körpertemperatur-Rhythmus und als eine weitere Form einer biologischen Periodik: den weiblichen Zyklus.

Dass Frauen einmal im Monat bluten, solange sie fruchtbar sind, wird zwar immer noch tabuisiert, aber: Es bessert sich. Freundinnen müssen sich nicht mehr heimlich Tampons unter dem Tisch reichen, als wären es Drogen. Es gibt Seminare, bei denen man lernt, besser mit Prämenstruellem Syndrom (PMS) oder Bauchweh umzugehen, und jede Menge Hashtags auf Instagram, die der Blutung den Schrecken nehmen.

Freundinnen müssen sich nicht mehr heimlich Tampons unter dem Tisch reichen, als wären es Drogen.

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Der weibliche Zyklus in 4 Phasen: So nutzt du sie richtig

Dementsprechend interessant ist auch die Erforschung des weiblichen Zyklus, der je nach Phase die unterschiedlichsten Auswirkungen auf Körper und Geist haben soll.

Die Wahl-Berlinerin Anna Buzzoni hat mit ihrer Website eine Plattform geschaffen, die sich genau diesem Thema widmet. Sie ist zwar keine Ärztin, aber eine eifrige Datensammlerin. Buzzoni meint, dass das, was der weibliche Körper jeden Monat vollbringt, einen Einfluss darauf hat, wie wir uns fühlen. Und dieses Phänomen können wir nutzen. Manchmal braucht es etwas mehr kuschlige Me-Time, manchmal mehr Aktivität. Wie du die verschiedenen Phasen nutzen kannst, erfährst du hier.

1. Nach der Periode: Volle Power und Kraft bei Workouts!

Alles wächst und gedeiht, auch die Gebärmutterschleimhaut und die Eizellen in deinem Körper. In der follikulären Phase steigern sich Stimmung und Motivation. Diese Zeit eignet sich hervorragend zum sportlichen Training, weil sich das Progesteron (das für Schlaf und Regeneration unerlässlich ist) auf seinem niedrigsten Punkt befindet. Das Östrogen übernimmt langsam die Dominanz. Du bist gesellig, gut gelaunt und aktiv – the only way ist up!

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2. Die Zeit des Eisprungs: Zeit für Flirts und mehr

Du bist auf Partnersuche oder hast einfach Lust auf einen Flirt? Frauen wirken rund um ihren Eisprung angeblich attraktiver, jedenfalls ergaben das mehrere Untersuchungen. Speziell Männer finden den Körpergeruch von Frauen jetzt besonders sexy. Das wurde in einer finnischen Studie getestet, bei der sie an Shirts riechen mussten, die ihre Partnerinnen vor, während und nach ihrem Eisprung getragen hatten.

Jeansjacke mit Girlpower-Aufdruck
Frauenpower! Egal zu welcher Jahreszeit oder in welcher Phase – wer seine Hormone im Blick hat, kann die Kräfte gezielt nutzen

Bild: Brianna Santellan/Unsplash

Die Testosteron-, Dopamin- und Serotoninwerte schnellen in die Höhe, ebenso der Östrogenspiegel. Du fühlst dich spitze und stark, das macht sich im Bett, im Berufsleben und natürlich auch im Gym bemerkbar. Wäre dein Zyklus eine Superheldin, würde diese gerade Heldinnentaten vollbringen.

3. Prämenstruell, vor der Blutung: Sei sanft zu dir selbst

In dieser Phase dominiert das Hormon Progesteron. Viele Frauen klagen über Schmerzen in den Brüsten, die durch Wassereinlagerungen um eine Körbchengröße wachsen können. Das Hormon Prolaktin kitzelt die Drüsenzellen zusätzlich zwecks Milchbildung: autsch! Das Östrogen sinkt ab, Anspannungen, Reizbarkeit und Müdigkeit machen dir zu schaffen.

Zwei Frauen i, Sonnenuntergang

Bild: Roberto Nickson/Unsplash

In dieser emotionellen Zeit solltest du sanft zu dir sein und dich nicht überfordern. Dafür gehen Routinearbeiten leichter von der Hand, und die Schlafqualität steigert sich.

4. Während der Regel: Erhole dich!

Als Anti-These zur Hektik und dem Leistungsdruck unserer Gesellschaft steht die Blutung an sich. Eine gute Phase für den gemütlichen Rückzug. Man reflektiert, ruht und reinigt sich – innen wie außen. Wellness, Spa-Sessions, eine Tasse Tee, Schaumbäder und Schlabberhosen tun jetzt besonders gut.

Weibliche Hand greift nach Tasse Tee

Bild: Unsplash

Die Menstruation aus Sicht der traditionell chinesischen Medizin (TCM)

Östrogen ist aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin übrigens das Hormon, welches dem Yin entspricht. Yin steht für das Kühle, das Passive und Langsame. Das Blut und auch die Eizelle werden dem Yin zugeordnet. Wir verlieren mit der Menstruation Blut und damit Yin. Dicke Socken an, Heizung hoch. Treat yourself!

Buchtipp
Für alle, die auch in der Küche die Kraft ihres Zyklus nutzen wollen: „Eat like a woman“ von Andrea Haselmayr, Denise Rosenberger und Verena Haselmayr zeigt, wie die richtige Ernährung PMS und Regelbeschwerden mildern und den Zyklus positiv beeinflussen kann. Mehr dazu erfährst du auch auf ihrer Website Feminine Food.