Und es hat Zoom gemacht: Wie Liebe uns trifft

Die Liebe: Für die einen ein Mysterium, für die anderen reine Biochemie. Doch wie passiert das eigentlich: Wie verlieben sich Frauen und wie Männer?

Mal schlägt sie wie ein Blitz ein, dann wieder entwickelt sie sich langsam und bedächtig. Sie verschlingt uns mit Haut und Haar, kennt kein Alter und wenn wir jemanden gut riechen können, ist das auf alle Fälle ein guter Anfang. Richtig, von der Liebe ist hier die Rede. Fern von jedem Rollenklischee darf vorab verraten werden: Wenn wir uns verlieben, dann gibt es zwischen den Geschlechtern den einen oder anderen Unterschied.

Wie verlieben sich Frauen, wie Männer? Dazu 4 Fakten:

Männer verlieben sich auf den ersten Blick

Das Verlieben sprichwörtlichen auf den ersten Blick kommt bei Männer statistisch betrachtet häufiger vor als bei Frauen. Das liegt – ziemlich unromantisch – schlicht an einem: Und liegt der Fortbestand unserer Art eben in den Genen. Vereinfacht ausgedrückt lässt weibliche Attraktivität darauf schließen, dass gesunde Nachkommen das Licht der Welt erblicken werden – und darauf springt man(n) an. Doch keine Sorge, emotionale Nähe und die Persönlichkeit sind den Herren der Schöpfung deshalb kein bisschen weniger wichtig. 

Liebe geht durch die Nase

Wie verlieben sich Frauen und wie verlieben sich Männer? Mag es auch Unterschiede geben, in einer Sache sind sich beide Geschlechter einig: Den (künftigen) Partner muss man gut riechen können – und zwar ohne Wenn und Aber. Insofern geht Liebe also tatsächlich durch die Nase. Warum das so ist, dazu gibt es eine schlüssige Theorie: Pheromone machen sich über den Schweiß bemerkbar und ziehen vor allem solche Partner an, mit denen man genetisch gut kompatibel ist.   

Wie verlieben sich Frauen? Gerne in den Charakter.

Verlieben sich Männer häufig auf den ersten Blick, zählen für Frauen in der Regel zunächst andere Attribute. Wie verlieben sich also Frauen? Sehr gerne in Persönlichkeit und Charakter, so viel steht fest. Dass der künftige Partner mit beiden Beinen fest im Leben steht und dieses einigermaßen im Griff hat, zieht Frauen außerdem an. Weshalb dem so ist, lässt sich einmal mehr evolutionär erklären. Frauen denken nämlich eher langfristig und suchen – vor allem im Hinblick auf mögliche Familiengründung – Beständigkeit. Das heißt aber natürlich nicht, dass Aussehen unwichtig ist. Es hat nur nicht unbedingt oberste Priorität.     

Gegensätze ziehen sich an

… oder gilt doch: Gleich und gleich gesellt sich gern? Nach welchem Motto sich Frauen und Männer nun wirklich verlieben, galt in der Forschung lange als gesetzt: Je ähnlicher sich Paare sind, desto glücklicher. Doch manch Wissenschaftler sieht das anders, und so hat der US-Psychologe Paul Eastwick von der University of Texas Studie die Annahme des „Gleich und gleich …“ ins Wanken gebracht. Er ist überzeugt, dass Paare beim Kennenlernen gezielt nach Ähnlichkeiten suchten – einfach, um einen guten Anknüpfungspunkt fürs erste Gespräch zu finden. Habe man sich später ineinander verliebt, glaubten die Paare, der Grund dafür läge in eben diesen Gemeinsamkeiten.

Anders gesagt: Wenn wir jemanden als uns ähnlich empfinden, steigt die Wahrscheinlichkeit an, dass wir ihn mögen. Doch andersherum ist keineswegs so, dass sich zwei Menschen, die sich wirklich ähneln, dann auch mögen.  

Und wie wird man nun für immer glücklich, wenn Frau und Mann sich ineinander verliebt haben? Auch dazu hat die Wissenschaft eine Antwort: Das wichtigste ist, Englisch gesprochen, das „Perceived Partner Commitment“: Dass also beide davon überzeugt sind, ihr Lebensmensch gebe alles für die Beziehung.

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