Was hilft, wenn die Kopfhaut schmerzt?

Was bei trockenem Haar oder Spliss zu tun ist, wissen wir. Doch was, wenn die Haare wehtun? Wenn uns die Kopfhaut Schmerzen bereitet, kann das schlimmer sein als Kopfschmerzen. Hier kommt Abhilfe.

Jeden Tag greifen wir uns Haar, und das nicht zu selten. Ob wir uns bürsten, die Haare waschen oder schlicht mit den Fingern durch sie fahren. Doch was, wenn sie uns dabei wehtun? Fachleute wissen: Dann schmerzen nicht die Haare, sondern in Wahrheit die Kopfhaut. Diese kann auch brennen oder jucken. Ursache ist meist die falsche Pflege dieses sensiblen Teils unseres Körper. Doch wie geht das besser und richtig?

Wie kommt es überhaupt zu Kopfhaut-Schmerzen?

Auch wenn es sich anders anfühlt: Nicht die Haare selbst tun weh, sondern die Haarwurzel. Ist die Region um die Follikel herum gereizt oder entzündet, senden die Rezeptoren äußerst unangenehme Schmerzsignale aus. Die Reizung kann unter anderem mechanische oder allergische Ursachen haben oder entsteht durch zu trockene Kopfhaut.

Was tun gegen „Haarschmerzen“?

Haarpflege ist wichtig, Kopfhautpflege auch. Denn hier, am Haaransatz, liegt die Ursache schmerzender Kopfhaut, die Mediziner übrigens „Trichodynie“ nennen. Diese Maßnahmen versprechen Linderung:

1. Pflege gegen trockene Kopfhaut

Wer Fan des äußerst praktischem Trockenshampoos ist, sollte hier ansetzen: Bei häufiger Nutzung kann das Shampoo die Kopfhaut austrocknen. Es entstehen kleine Risse, in die Bakterien und Pilze leicht eindringen können. Gleiches gilt, wenn man sein Haar täglich wäscht und föhnt. Am besten ändert man bei Schmerzen der Kopfhaut den Trockenshampoo-Gebrauch bzw. das Waschintervall. Gut tut der Kopfhaut eine Versorgung mit Fett: Etwas Kokosöl oder parfumfreie Bodylotion vor dem Schlafen einmassieren, am nächsten Morgen mit einem milden Shampoo auswaschen und bei Bedarf wiederholen.

2. Pflege gegen zu fettige Kopfhaut 

Nicht nur zu wenig, auch zu viel Fett kann den Haarwurzelkatarrh auslösen: Hauttalg verstopft dann die feinen Ausgänge der Haarwurzel und verursacht so Entzündungen. Idealerweise wäscht man sein Haar alle zwei Tage, um die Poren zu reinigen. Auch hier gilt: Am besten ein mildes Naturshampoo verwenden. Je mehr Chemie auf die Kopfhaut kommt, umso eher ist sie irritiert.

3. Kopfhaut schmerzt: Entspannung für die Haare

Straff sitzende Frisuren wie Pferdeschwanz oder Dutt üben einen intensiven Zug aus. Diese mechanische Belastung kann auch in schmerzender Kopfhaut enden. Haarstyling also lieber relaxt angehen. Binde deine Haare lieber locker zusammen oder trage sie ganz offen. Es kann auch helfen, täglich die Frisur zu variieren, sodass die Haare nicht immer in dieselbe Richtung gezwungen werden. Auch festsitzende Helme oder Mützen können der Kopfhaut Schmerzen verursachen, also auch hier besser für Entspannung sorgen.

4. Was man sonst noch tun kann

Auch ein verspannter Nacken kann die Kopfhaut schmerzen lassen, denn er stört die Durchblutung. Dann helfen gezielte Lockerungsübungen. Bei einer empfindlichen Kopfhaut sollte diese im Freien in der Sonne unbedingt mit einem Kopftuch oder einem Hut vor einem Sonnenbrand geschützt werden.

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