Eine Basenfasten-Anleitung für Zuhause

Meine Basenkur für Zuhause: Wie geh ich’s an? Was hilft mir dabei?

Basenfasten ist eine Ernährungsweise, die uns unter Zuhilfenahme von basischen Nahrungsmitteln dabei hilft gesund zu bleiben. Wie sie funktioniert erklärt Philippa Hoyos ganz genau im Podcast mit Holger Potye. Wir haben hier für dich zehn praktische Tipps zusammengefasst, die dir eine kurze Anleitung für Zuhause und einen Überblick der wichtigsten Punkte zum Basenfasten geben sollen.

Philippa Hoyos ist mit Leib und Seele Ernährungsberaterin und Mitbegründerin eines Lieferservice für Basenfasten. In carpe diem Podcast erläutert sie uns auf was es beim Basenfasten ankommt und hat die richtige Anleitung für uns.

Zitronenwasser am Morgen

Zitronenwasser ist beim Basenfasten der optimale Start in den Tag, macht munter und gibt uns quasi einen „basischen Vorsprung“. Die Faustregel lautet:

  • 1 Zitrone auf 1 Liter Wasser.

Wem das zu sauer ist, der kann einfach mehr Wasser nehmen – und nach Geschmack gerne mit frischem Ingwer, Pfefferminze etc. verfeinern. Ein wunderbarer Durstlöscher!. Was gehört in meine Hausapotheke beim Basenfasten?

Einmal über die Stränge geschlagen, und der Körper sehnt sich nach Entlastung? Diese drei „Life Hacks“ gegen Übersäuerung sollten im Küchen­schrank nicht fehlen:

  • naturtrüber Apfelessig (ist auch gut haltbar)
  • Zitronen (siehe auch „Zitronenwasser“)
  • Heilerde (1 TL in einem Glas Wasser auflösen)

Was versteht man unter dem PRAL-Wert?

Wer im Internet Lebensmitteltabellen recherchiert, stolpert unweigerlich über den PRAL­-Wert. PRAL steht für „potential renal acid load“ (potenzielle, die Nieren betreffende Säurelast). Lebensmittel mit negativem PRAL­-Wert gelten als basisch, solche mit positivem PRAL­-Wert als sauer.

Der Wert ist wissen­schaftlich umstritten, weil er zwar auf dem Mineralstoffgehalt fußt, andere wichtige Faktoren aber außer Acht lässt. Beim Basenfasten kann er trotzdem als eine erste Orientierungshilfe ganz nützlich sein.. Worauf achte ich bei einem Basenpulver?

Basenpulver ist ein in Wasser löslicher Mineralstoffmix, den man in Drogerien oder in der Apotheke kaufen kann. Im Rahmen einer Kur oder zur gelegentlichen Unterstützung des Körpers kann das durchaus hilfreich sein. Generell wird jedoch empfohlen, Mineralstoffe lieber durch frische, abwechslungsreiche Lebensmittel als durch Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen.

Wer auf Basenpulver setzt, greift hier am besten zu natur­belassenen Produkten (mit Sili­katen wie Bentonit oder Zeolith) ohne Geschmacksverstärker.

Also wie ist das jetzt mit Getreide?

Schwierig. Weil die Meinungen da auseinandergehen. Meistens wird Vollkorngetreide zu den gu­ten Säurebildnern gezählt, sprich: Produkte daraus sind zwar sauer, bringen aber so viele wertvolle Inhaltsstoffe mit, dass der Körper unterm Strich davon profitiert. Als basische Sorten gelten: Hafer, Hirse, Pseudogetreide(wie Quinoa), Buchweizen.

Außerdem ist jede Sorte von Getreide basisch, sobald es gekeimt ist. Es ist ganz einfach, Getreide für den Salat oder den Smoothie zu Hause selber keimen zu lassen. Dazu die Körner auf einem Backblech auflegen, an­feuchten, ein Küchentuch drüber und zwei Tage warten. Fertig. Ab in die Salatschüssel damit!

Was unterstützt meinen Körper sonst noch beim Entsäuern?

Meditation, alles, was den Geist zur Ruhe kommen lässt, viel frische Luft und – erraten! – Bewegung. Ideal sind leichte Ausdauer­sportarten in einem niedrigen Pulsbereich. Das darf auch Spa­zierengehen sein – wichtig ist, dass es Spaß macht.

Das persön­liche Pensum hängt auch davon ab, wie viel Bewegung sonst im Alltag stattfindet: Gehe ich ohne­hin die meisten Strecken zu Fuß? Oder sitze ich den ganzen Tag am Schreibtisch? Dann wird der Körper mehr Ausgleich brauchen.. Wie funktioniert ein Basenbad?

Bei einem Basenbad machen wir uns das Osmoseprinzip zunutze. Anders gesagt: Der Körper sucht immer den Ausgleich. Setzen wir ihn in eine Badewanne, die wir mit hochkonzentrierten Basen ge­füllt haben, gibt er Säure ab, um ein Gleichgewicht herzustellen.

Idealerweise bleibt man eine Stunde in der Wanne – bei einer Wassertemperatur von 37 ºC – und gönnt sich danach eine Ruhe­stunde. Um den Körper effektiv zu entsäuern, sollte der pH­-Wert des Wassers zwischen 8,5 und 9,2 liegen. Das kann mittels Test­streifen festgestellt werden.

Basischen Badezusatz selber machen

Zutaten

  • 300g Natriumhydrogencarbonat (Natron)
  • 100g Totes ­Meer ­Salz
  • 3 EL Kieselerde
  • 1–2 TL getrocknete Lavendelblüten

Zubereitung

Die getrockneten Lavendelblüten mit einem Mörser etwas zerstamp­fen, um ihnen das ätherische Öl zu entlocken. Die restlichen Zutaten genau abwiegen und miteinander vermischen. Jetzt werden die Lavendelblüten untergehoben und das Badesalz in ein verschließbares Gläschen abgefüllt.. Wieso gibt es basische Rezepte mit Couscous?

Couscous wird aus Weizen gewonnen und ist daher per se nicht basisch. Es gibt aber auch Couscous aus Buchweizen (= basisch) oder Vollwert-­Couscous (= guter Säurebildner, siehe oben). Diese Varianten sind für basische Rezepte geeignet.

Die top Fünf der basischen Lebensmittel

In der Praxis stimmt dieses Ranking für das Basenfasten nur bedingt, da es nämlich immer auch auf die verzehrte Menge ankommt. Also: Ja, Petersilie ist vom Mineralstoffgehalt her basischer als beispielsweise Karotten. Aber bei einer Mahlzeit isst man sicher mehr Karotten als Petersilie. Lebensmittel-­Hitparaden sind daher immer mit Augenmaß und Hausverstand zu betrachten.

  • Blattspinat
  • Petersilie
  • Maroni
  • Fenchel
  • Grünkohl

Die top Fünf der säurebildenden Faktoren

Auch hier gilt: Die Menge macht das Gift. Wenn du dir einen Nachmittags­kaffee gönnen möchtest, dann tu das doch einfach.

  • Alkohol
  • Zucker
  • Weißmehl
  • Koffein
  • Stress und schlechte Laune
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