Andrea Vaz-König

Eat it like Buddha – so macht man eine Buddha Bowl

Ab in die Schüssel: Ideal zur Restlverwertung, noch besser für deinen Körper – Buddha Bowls sind die Antwort auf viele Fragen zu guter Ernährung.
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Bild: Charlotte Karlsen/Unsplash

Kohlenhydrate, Proteine, Gemüse und natürliche Fette – eine Buddha Bowl lässt sich nach Lust und Laune zusammenstellen und beinhaltet alles, was unser Körper braucht – und das in einer einzigen Mahlzeit. Die Schüssel mit Mehrwert ist obendrein auch noch ein geniales Prinzip der Restlverwertung und bis ins Nirwana unterschiedlich kombinierbar. Du suchst dir einfach deinen Liebling aus jeder der folgenden Kategorien aus und kreierst deine ganz persönliche Bowl.

Buddha Bowls beinhalten alles, was unser Körper braucht – und das in einer einzigen Mahlzeit.

1 Portion Kohlenhydrate

Ja, wirklich: Kohlenhydrate! Und zwar die von komplexer Natur. Soll heißen: unraffiniert und vollwertig. Sie geben dir deine Power und sind der Treibstoff für deinen Körper! Deswegen machen sie auch so glücklich und satt. Darauf auf Dauer zu verzichten heißt Energieentzug. Idealerweise isst du sie in Form von vollwertigem und biologischem Reis, Hirse, Quinoa, Buchweizen oder auch Erdäpfeln und Süßkartoffeln. Das kann sogar in Form der geliebten Nudeln passieren, wobei ich empfehle, zu alternativen und vollwertigen Nudel-Varianten zu greifen (wie Buchweizennudeln, Reisnudeln oder Dinkel-Spaghetti) – und solchen aus raffiniertem Weizen die kalte Schulter zu zeigen, wenn du deinem Magen und Darm etwas Gutes tun willst.

1 Portion Eiweiß

Das viel gelobte Eiweiß ist DER Baustein für die Bildung und Erneuerung von Zellen in unserem Körper. Also auch Muskelzellen – aber nicht nur. Um selbst Muskeln anzusetzen, muss ich aber nicht zwingend den Muskel eines Tieres essen – schließlich mampft der Stier auch kein Hüftsteak, sondern Gras und wird dabei groß und stark. Die magische Formel dazu nennt sich „Stoffwechsel“. Nomen est omen. Besser verwertet dein Körper nämlich pflanzliche Eiweißquellen, die verdauen sich leichter, das Eiweiß findet schneller Eingang in deinen Körper, und zudem sind sie deutlich günstiger – so wird auch die Bio-Qualität leistbar. Die großen Eiweiß-Stars des Pflanzenreiches sind Hülsenfrüchte – wie zum Beispiel Linsen, gelb, rot, grün oder braun –, Kichererbsen, Erbsen und Fisolen sowie Bohnen in allen Variationen, Größen, Formen und Farben.

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Bild: Mariana Medvedeva/Unsplash

1 Portion Grünzeug

Jede Art von „leafy greens“ ist hier gemeint, saisonal vom Grünkohl bis zum Vogerlsalat ist alles erlaubt. Im Grünzeug findet sich eigentlich das „Urprotein“, denn wenn wir tierisches Fleisch essen, essen wir indirekt das, was die Tiere gegessen haben – im allerbesten Fall Gras und Blätter von einer frischen Weide. Warum also nicht gleich selbst mehr Grünzeug essen, so wie unsere Ahnen, die genau wussten, welche Pflanzen rund um sie essbar waren, und nicht täglich den Mammuts nachgestellt haben. Schließlich waren sie umgeben von Essen, das sie nur zu pflücken brauchten.

1 Portion Gemüse

Geschmort, gegart oder auch raw, ganz wie es dir gefällt und dir guttut! Hier kann es gar nicht bunt genug werden. Je bunter, desto Antioxidantien – die Power, um gegen Radikale drinnen und draußen vorzugehen. Von grünem Brokkoli und Gurke zu weißem Karfiol, orange oder lila Karotten, gelbem Kürbis, knallroten Paradeisern, grünem Zucchini und purpurnen Zwiebeln. Treib es so bunt wie du möchtest!

Das Finish: Zum Drüberstreuen – echt fett!

Nüsse und Samen aller Art – ob Sesam oder Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Nüsse aller Art, Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Cashews, Pistazien. Die Vielfalt an gesunden Fetten ist riesig. Am besten schmecken sie geröstet und gehackt. Dein Gehirn und dein Gedächtnis werden es dir danken.

Der Endspurt – Kräuter, Kräuter, Kräuter!

Ich folge bei der Zugabe von Kräutern gerne einem regionalen Thema und mache eine italienischen Bowl mit Thymian und Oregano, eine indische Bowl mit Kurkuma und Koriander, eine asiatische Bowl mit Zitronengras und Thai-Basilikum oder eine mexikanische mit Kakao und Chili.

Und dann? Zu einer guten Buddha Bowl darf auch dein Lieblingsdressing nicht fehlen. Mein persönlicher Liebling, der auch noch die Extraportion Calcium liefert, ist das Tahini-Dressing.

Rezept für Tahini-Dressing

ZUTATEN

1 EL Sesampaste
2 EL Zitrone
1/2 Löffel Miso
1 Glas Wasser

ZUBEREITUNG

Alles gut vermischen oder in einem geschlossenem Gefäß schütteln.

Meine Lieblingsbowl im Herbst für 4 Personen:

  • Hokkaido-Kürbis, gewürfelt, mit Muskat und Zimt in Olivenöl gebraten
  • gekochte Kichererbsen, mit Curcuma, Vanille und Pfeffer und Olivenöl in der Pfanne geschwenkt
  • roter Reis
  • junge Spinatblätter
  • Granatapfelkerne
  • Koriander
  • Tahinidressing

Tipp: Die einzelnen Lieblingszutaten – vor allem Getreide und Hülsenfrüchte – separat zubereiten und einzeln in verschließbare Gefäße geben. So kannst du gleich größere Portionen vorkochen und hast sie allzeit bereit fürs schnelle Aufwärmen in der Pfanne und Anrichten.

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