Wie man nachhaltig Reis in Österreich anbauen kann – Podcast #72 mit „ÖsterReis“-Gründer Gregor Neumeyer

Der Landwirt aus Gerasdorf macht den Reisanbau in Österreich salonfähig und verrät im Podcast, warum lokaler Reisanbau nicht nur möglich, sondern auch nachhaltiger und gesünder für den Kunden ist.
Foto Credit: Julia Rotter

Ăśber diese Episode

Gregor Neumeyer ist hauptberuflich als IT-Profi für die UNIQA-Versicherung tätig und nebenbei Landwirt aus Leidenschaft. Einer besonderen Leidenschaft, um genau zu sein. Denn der gebürtige Niederösterreicher baut in Österreich Reis an. Ihm gefällt der Mix aus Bürozeit inklusive der absoluten Kontrollierbarkeit der IT-Welt (alle Entscheidungen werden zwischen den Binärzellen 0 und 1 getroffen) und dem Hands-on-Zugang am Feld, bei dem man zwar „weniger Kontrolle über das Ergebnis hat, dafür aber umso mehr Freude, wenn die Ernte ein Erfolg ist“.

Im Podcast mit carpe diem-Host Holger Potye erklärt uns Gregor, wie er es schafft, in Österreich Reis anzubauen. Denn Österreich ist das nördlichste Land Europas, in dem Reis angebaut wird.

Der Clou an der Sache ist, dass Gregor auf die in Asien ĂĽbliche klassische Nassreis-Anbaumethode mit gefluteten Feldern verzichtet (80 % des Reises auf der Erde werden auf diese Weise angebaut) und stattdessen auf Trockenreisanbau setzt. Das hat viele ökonomische Nachteile (weniger Ernte und mehr Arbeit, weil man Unkraut händisch jäten muss), aber einen enormen Vorteil: Gregors Ă–sterReis ist komplett frei von Arsen und Schwermetallen.

Was wunderbar nachhaltig und gesund ist, wenn man bedenkt, dass geflutete Reisfelder zu den größten natürlichen Emittenten von Metangas zählen – zumal Metangas die Ozonschicht schädigt und den Klimawandel verstärkt.

Reis ist eine Diva!

Weiters erfahren wir, wie und wo seine Idee zum Reisanbau in Österreich geboren wurde (im Irish Pub, eh klar), warum einem das Arbeiten am Feld Lektionen fürs Leben mit auf den Weg gibt und warum man als Landwirt sowieso äußerst flexibel denken und den 360-Grad-Nachhaltigkeitsmodus aktivieren kann. Außerdem verrät der Gerasdorfer, warum „Reis eine Diva ist“ (diese Eigenschaft teilt die Pflanze übrigens mit ihrem Herrn und Meister). Jeden Morgen vor der Arbeit im IT-Job in Wien fährt Gregor noch kurz auf sein Feld, „um sich zu erden“ und gestärkt in den Tag zu gehen.

Wer Gregor kennenlernen und mehr über Reis aus Österreich erfahren will, hört einfach mal in den Podcast rein. Wenn ihr Gregors Reis danach auch gerne kosten möchtet, schaut bei seinem Webshop vorbei: Da gibt’s den genialen Trockenreis im Glas oder in der Kartonröhre und als Abo unter oesterreis.at (Foto: Julia Rotter)

Gregors tägliches Ritual ist morgens eine Tasse Tee.

Einer seiner Lieblingssätze lautet:

Man kann nur neues Wissen generieren, wenn man Wissen teilt.

Viel SpaĂź bei diesem Podcast!

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