Wald wirkt

Wenn wir der Natur begegnen, wenn wir uns auf sie einlassen und sie in uns hineinlassen, dann geht es uns gut. Zum Beispiel im Wald, der ganz erstaunliche Dinge für unser Wohlbefinden tut.
von Klaus Haselböck | 6. Juni 2019
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Mischwald im Spessart, Bayern (Foto: Breuer Wildlife / Biosphoto)

Vier Gründe, warum wir öfter in den Wald gehen sollten:

Glücksquelle: Bäume nehmen übers Grundwasser das Edelgas Radon auf und geben es über die Blattflächen wieder ab. Somit besteht im Wald permanent eine höhere Konzentration an negativen Luftionen. Bei einem Spaziergang atmen wir diese ein, und es kommt zu physiologischen Prozessen im Körper, die stimmungsaufhellend wirken und sogar gegen Depressionen helfen können.

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Bergwald im Kanton Jura, Schweiz (Foto: Christophe Sidamon-Pesson / Biosphoto)

Fitness-Studio: Waldwege sind wie dreidimensionale Laufbänder, die die Bein- und Rumpfmuskulatur subtil anregen. Steigen wir auf rutschiges Wurzelwerk, über Steine und auf unebenen Grund, muss jeder Schritt ganz bewusst gesetzt werden. Wir lernen uns zu konzentrieren und unseren Körper zu führen. Außerdem stärken wir das Herz-Kreislauf-System und schulen die Balance.

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Lichtung im Wienerwald (Foto: Schapowalow)

Kurort: Je höher die Biodiversität, desto besser die Wirkung auf unseren gesamten Körper. Pilze und Urbakterien im Waldboden, auf Flechten und Moosen bilden ein Mikrobiom. Diese Kleinstorganismen nehmen wir gemeinsam mit den ätherischen Ölen der Bäume über die Atemwege und die Haut auf. Das aktiviert und stärkt unser Immunsystem.

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Rothwald in Niederösterreich (Foto: Jean-Philippe Delobelle / Biosphoto)

Ruheraum: Wälder sind grün und nicht grau. Die fraktalen Formen der Natur, die anders sind als die lineare Geometrie von Städten, kitzeln unsere Augen. Ihr tiefes Dunkel, der Herzschlag der Stille, den wir dort erleben, und der Moment, wenn die Sonne in feinen Strahlen durch das Blätterdach bricht, führen uns in die Entspannung. Natur ist der Ort, an dem wir psychologisch am meisten Glück verspüren und am effektivsten loslassen können.

Beratung/Experte: Univ.-Prof. Dr. Arnulf Hartl

Info

Für eine Waldtherapie-Studie in Südtirol im Herbst 2019 werden noch Interessenten gesucht. Kontakt unter: www.klimatherapie.eu

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