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Weißt du, wie oft du dein Kind wickelst, bis es trocken ist? Etwa 5.000 Mal! Verständlich also, dass du deinen Spatz eines Tages „trocken“ bekommen möchtest. Damit das Töpfchentraining gut klappt, haben wir ein paar Ideen und Anregungen für dich:

Töpfchentraining: Worauf es ankommt

Ab wann kann mein Kind trocken werden?

Wir wissen: Jedes Kind ist anders. Darum gibt es kein Patentrezept oder einen genauen Zeitpunkt, wann dein Kind bereit ist, die Windel abzulegen. Fakt ist: Damit dein Kind spürt, wann es auf Toilette muss, müssen sich erst Nervenbahnen zwischen Gehirn und Harnblase bzw. Darm bilden. Das geschieht etwa zwischen dem 18. und dem 30. Lebensmonat.

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Erst ab Ende des zweiten Lebensjahres ergibt die Sauberkeitserziehung also Sinn. Ist dein Kind etwa zwei Jahre alt und zeigt Interesse am Toilettengang? Super, dann kannst du mit dem Töpfchentraining beginnen.

Ohne Druck: Das Kind entscheidet

Kinder lernen sehr viel durch Abschauen und Nachahmen. Irgendwann wird dein Kind dich fragen, was auf dem Klo eigentlich passiert und wie das geht. Erklär es ihm Schritt für Schritt und in aller Ruhe und biete ihm an, ihm ein Töpfchen zu besorgen, damit es das auch selber ausprobieren kann. Vielleicht will dein Zwutschgerl auch schon wie die Großen aufs Klo gehen. Dann ist ein Aufsatz fürs Klo die richtige Wahl.

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Das Wichtigste ist: Das Kind entscheidet, wann es soweit ist. Will es „aufs Klo gehen“ selber ausprobieren, gut. Wenn es das noch nicht möchte – auch gut.

Töpfchengang spielerisch in den Alltag einbauen

Du kannst dein Kind natürlich neugierig auf das Töpfchen machen. Besorg ihm ein hübsches Töpfchen, vielleicht mit einem schönen Blumenmuster oder seinen Lieblingstieren darauf. Und übt den Ablauf spielerisch: Lasst zum Beispiel das Lieblingskuscheltier aufs Töpfchen setzen und Pipi machen. Oder gib deinem Spatz fürs Töpfchentraining ein Bilderbuch zum Durchblättern in die Hand.

Versucht es einfach immer wieder mal mit dem Töpfchen. Am besten nicht zu bestimmten Uhrzeiten, damit das Kind ein Gefühl dafür entwickelt, wann es muss. Du kannst beispielsweise ab und an fragen, ob es denn grad Pipi oder Kacka muss. Falls es ja sagt, setzt sich das Kind fünf Minuten auf den Topf und ihr wartet ab, ob etwas passiert.

Kein Bestrafen oder Belohnen beim Töpfchentraining

Auch wenn es für dich ein Erfolgserlebnis ist, wenn dein Kind in den Topf gemacht hat – halte dich mit Lob und Kritik und vor allem mit Belohnung und Bestrafung zurück. Für dein Kind ist es ein Lernprozess, der wichtig ist – aber dauern darf. Das Kind möchte erfahren, dass es selbst und seine Bedürfnisse gesehen werden. Das ist, was für deinen Liebling zählt.

Nachts noch mit Windel? Bleib entspannt

Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr schaffen es schließlich viele Kinder, tagsüber ohne Windel auszukommen. Das bedeutet aber nicht, dass jedes Kind das muss – wenn dein Kind etwas mehr Zeit braucht, ist das völlig in Ordnung.

Bis das Töpfchentraining schließlich auch nachts fruchtet, dauert es oft noch ein bisschen länger – manchmal Monate, manchmal Jahre. Denn: Der Weckreiz zur Blasentleerung funktioniert bei dem ein oder anderen noch nicht. Sprich: Dein Kind wacht noch nicht auf, wenn die Blase voll ist.

Es kann helfen, wenn du dein Kind vor dem Schlafengehen daran erinnerst, aufs Töpfchen zu gehen. Und wie immer: Bleib entspannt – meist löst sich das „Problem“ eines Nachts von alleine, wenn dein Kind zum ersten Mal aufwacht, weil es aufs Klöchen muss.