Tag 4: Energieverbrauch durch deinen Konsum

Für viele ist Einkaufen eine nette Freizeitbeschäftigung, generell tun wir es alle. Kann man dabei Energie und sogar Geld sparen, ohne den Spaß zu verlieren? Bei unseren heutigen Challenges geben wir dir Tipps und Ideen, wie du ohne große Einschränkungen energiesparender konsumieren kannst.

Energie sparen beginnt schon bei deinen Kaufentscheidungen! Wir haben uns ein paar Challenges für dich ausgedacht, von welchen du dir mindestens eine aussuchen und umsetzen kannst:

  1. Packe eine Einkaufstasche ein, bevor du losgehst. Im Geschäft kostet diese extra. So schonst du dein Geldbörserl und die Umwelt.
  2. Du brauchst nur eine Kleinigkeit und das Geschäft ist auch öffentlich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar? Versuche, das Auto stehen zu lassen.
  3. Du möchtest Kleidung kaufen? Gehe einen Second-Hand-Shop oder suche dir ein faires Label aus.
  4. Besuche einen Wochenmarkt in deiner Nähe, statt in den Supermarkt zu gehen.
  5. Versuche, auf Regionalität und Saisonalität der Produkte zu achten.
  6. Recycle oder verkaufe Dinge, die du nicht mehr nutzt, anstatt diese wegzuwerfen.
  7. Beachte bei einem Neukauf die Energieffizienz der Geräte (Waschmaschine, Kühlschrank, Geschirrspüler etc.). Vergleiche den Stromverbrauch, der auf dem bunten Energielabel angegeben ist.

Vergiss nicht, die erledigten Challenges in deinen Energiespar-Plan einzutragen und dir die Punkte zu holen.

Was sind Energielabels?

Jeder Kühlschrank, jede Waschmaschine, jedes Fernsehgerät wird in der Europäischen Union seit 1994 mit einem sogenannten Energielabel versehen. Doch was bedeutet das eigentlich und wie viele Labels gibt es?

Energielabels erklärt

Die Labels werden vom EU-Parlament festgelegt und sollen dir den Kauf von energieeffizienten elektronischen Geräten erleichtern. Seit dem 1. März 2021 gibt es eine neue Ampelskala, bis zu diesem Zeitpunkt reichte der Maßstab von A+++ bis D. Die neue Vergleichsskala startet bei A (höchste Effizienz) und endet bei G (geringste Effizienz). Es hilft dir allerdings nicht nur bei deiner Kaufentscheidung, sondern soll gleichzeitig ein Ansporn für Hersteller sein, Innovationen voranzutreiben und ihre Geräte zu verbessern.

Neues Energielabel: Was ist darauf zu sehen?

© Europäische Kommission

Gewusst?

Im Jahr 2006 waren etwa zwei Drittel der verkauften Kühlschränke und Waschmaschinen als Produkte der Klasse A gekennzeichnet, während 2017 bereits 90 Prozent der verkauften Geräte in die Klassen A+, A++ oder A+++ kamen. 

Abgesehen von den Angaben zum Energieverbrauch des Produkts kannst du von dem Label auch Angaben zu Geräuschemissionen oder Wasserverbrauch ablesen.

Das neue Energielabel gilt übrigens für folgende Geräte:

  • Kühlschränke und Gefriergeräte
  • Backöfen
  • Dunstabzugshauben
  • Geschirrspüler
  • Lampen/Leuchtmittel
  • Waschmaschinen, Wäschetrockner und Waschtrockner
  • Fernseher
  • Warmwasserbereiter (z.B. Durchlauferhitzer)
  • Heizungsanlagen, Raumheizgeräte und Raumklimageräte
  • Lüftungsanlagen

Welche Haushaltsgeräte verbrauchen wie viel Strom?

Informationstechnik

verzeichnet den größten Stromverbrauch. Der Fernseher kommt etwa auf 28 Prozent. Je größer die Bildschirmdiagonale und je besser die Bildqualität, desto mehr Strom zieht der TV. Läuft er täglich mehrere Stunden, können bis zu 190 kWh im Jahr zusammenkommen – das macht 57 Euro auf der Stromrechnung.

Waschmaschinen und Trockner

benötigen circa die Hälfte weniger, also 14 Prozent. In einem Jahr benötigt die Waschmaschine ungefähr 200 kWh. Das sind 60 Euro. Hier spielen Alter und Energieffizienz mit hinein.

Kühl- und Gefriergeräte

liegen bei 11 Prozent Stromverbrauch. Worauf es dabei vor allem ankommt, ist das Alter der Geräte und deren Energieffizienz (siehe Energielabels). Ein neuer Kühlschrank mit einer guten Energieffizienz verbraucht circa 90 bis 125 kWh pro Jahr und kostet das Geldbörserl im Jahr um die 27 Euro. Ein alter Kühlschrank kann bis zu drei Mal so viel Energie ziehen und dementsprechend auch mehr kosten: 99 Euro

Gewusst?

Ein WLAN-Router verbraucht circa 135 kWh Strom im Jahr – denn er ist in den meisten Fällen dauernd eingeschaltet. Umgerechnet macht das 41 Euro auf der Stromrechnung. Handy und Tablet brauchen übrigens gar nicht so viel Strom wie viele vielleicht denken würden. Im Schnitt verursachen die beiden Geräte um die drei Euro pro Jahr auf der Rechnung.

Kochen

frisst circa 9 Prozent des Strombedarfs. Der Elektroherd in einem verbraucht etwa 445 kWh Strom jährlich, das sind ungefähr 134 Euro. Gusseiserne Kochplatten benötigen am meisten Strom, dann folgen Glaskeramik-Kochfelder und Induktionshere brauchen sogar bis zu 40 Prozent weniger Strom also Gusseisen.  

Berechnungsgrundlage
3-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch, Warmwasserbereitung erfolgt ohne Strom. Als Grundlage wurde ein Strompreis von 0,30 Euro pro kWh bei typischen Werten anhand des deutschen Durchschnitts der letzten Jahre herangezogen.

Quelle: GASAG

Wie umweltschädlich sind herkömmliche Kleidungsstücke eigentlich?

Hinter einem Kleidungsstück liegt oft eine lange Reise, bis es in deinen Händen landet. Die Herstellung ist in viele, kleine Schritte und auf verschiedene Orte aufgeteilt. Das ist alles andere als nachhaltig und energiesparend. Wieso macht man es trotzdem? Der Grund dafür sind die möglichst billige Produktion und die große Nachfrage. Währenddessen wird nicht nur viel Energie verbraucht, sondern es entstehen auch eine große Menge an CO2-Emissonen.

Wusstest du das?

Der weltweite CO2-Ausstoß der Kleidung- und Schuhindustrie beträgt 8 Prozent, was mehr als der globale Flug- und Schiffsverkehr ist.

CO2-Fußabdruck eines T-Shirts

Ein herkömmliches T-Shirt aus Baumwolle verursacht laut der Studie des CSR-Beratungshaus Systain Consulting aus Hamburg mit seiner Herstellung, seinem Transport und Gebrauch im Schnitt 11 Kilogramm CO2-Emissionen, was das 50-fache seines Eigengewichts ist. 40 Prozent davon werden bei der Herstellung verursacht, ein großer Anteil, etwa 30 Prozent, werden jedoch erst im Gebrauch, durch das Waschen, Bügeln etc. erzeugt.

Quelle: Polarstern GmbH

Elektronik: Recyceln statt wegwerfen

Durch das Wegwerfen von Elektrogeräten entsteht eine große Menge an Elektroschott. Pro Jahr fallen in Österreich über 83.000 Tonnen Elektroschrott an. Diese Geräte enthalten jedoch wertvolle Metalle und andere Stoffe, die wiederverwendet werden könnten. Zudem wird dabei nicht nur der Umwelt geholfen, sondern auch Energie und Geld gespart. Bei Refurbed und Backmarket steht eine große Auswahl an gebrauchten, aber neuwertigen elektronischen Geräten zum Verkauf verfügbar.

Das österreichische Klimaschutzministerium hat derzeit eine Förderaktion, bei welcher du bei einer Reparatur deines kaputten Elektronikgeräts mit dem sogenannten Reparaturbonuns sparen kannst. 200 Euro je Reparatur werden übernommen und du zahlst in deinem Reparaturbetrieb nur noch die Differenz. Den Reparaturbonus kannst du schnell und unkompliziert auf reparaturbonus.at beantragen. Diesen kannst du innerhalb von drei Wochen bei einem der Partnerbetriebe einlösen. Weitere Informationen und deinen Partnerbetrieb findest du hier.

Hilfreiche Links

  • Auf bewusstkaufen.at findest du viele Informationen zum Thema „nachhaltiger Konsum”.
  • Du möchtest deine alte Kleidung loswerden? Dafür sind willhaben.at und vinted.at gute Anlaufstellen. Übrigens auch, wenn du nach Second Hand-Kleidung suchst. Wenn es doch lieber etwas ganze Neues sein soll, bietet dir kleidermachenleute.at eine große Auswahl an nachhaltigen Marken.
  • Nachhaltiges Leben leicht gemacht: Auf avocadostore.at findest du von Wohnen über Sport bis hin zu Kosmetik alles, was das bewusste Herz begehrt.

Kennst du schon unsere Challenge-Facebookgruppe? Schau vorbei und tausch dich mit anderen aus!

#wirmachenseinfach

Magazin-Cover
Abo

Entdecke dein
carpe diem
für zu Hause!

Hier bestellen