Wie wir Selbstzweifel loswerden

Selbstzweifel gehören in gesundem Maß zum Leben dazu. Drehen sie aber Dauerschleifen in unserem Kopf, sollten wir sie schleunigst loswerden.

Das kennt jeder – kritische Fragen an sich selbst wie diese: ‚Bin ich gut genug?‘ ‚War das übertrieben von mir?‘ ‚Was denken die anderen, wenn ich das mache?‘ ‚Schaffe ich das überhaupt?‘ Selbstzweifel gehören zu unserem Leben dazu, wir müssen sie nicht immer loswerden. In einem gesunden Maß lässt uns nämlich unsere innere, kritische Stimme reflektieren – und wir erkennen, dass wir nicht immer recht haben. Im Umgang mit anderen Menschen kann das eine gute Eigenschaft sein.

Doch jetzt kommt das Aber: Andererseits kann es uns massiv ausbremsen, wenn wir es nach Phasen des Zweifelns nicht schaffen, wieder zu einem gesunden Selbstbild zurückzukehren.

Ursachen: Warum zweifeln wir an uns?

Für Selbstzweifel gibt es viele Gründe. Die Ursache kann in der Kindheit liegen. Wenn wir beispielsweise permanent für unsere Fehler kritisiert wurden. Oder wenn die Eltern sehr hohe Erwartungen an uns gestellt haben, die mit Anerkennung belohnt werden, wenn wir ihrer Meinung nach diesen entsprechen.

Auch ein hoher Leistungsdruck in der Schule oder später in der Arbeit können Selbstzweifel in uns auslösen. Genau wie persönliche Rückschläge im Privatleben, wichtige Lebensentscheidungen, Geld- bzw. Existenzsorgen oder übertriebene Schönheitsideale in sozialen Medien, mit denen wir uns vergleichen,

Selbstzweifel loswerden: 4 mögliche Wege

Wir machen uns die Welt, wie sie uns (nicht) gefällt

Es sind die berühmten sich selbsterfüllenden Prophezeiungen, die uns oft ausbremsen. Wir denken ‚Ich schaffe das nicht‘ und dann schaffen wir es tatsächlich nicht. Wir glauben so fest daran zu scheitern, dass wir uns gar nicht die Möglichkeit einräumen, es doch zu schaffen. Kurz gesagt: Sich die eigene Leistung schlecht zu reden, verringert die tatsächliche Leistungsfähigkeit.

„Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die Welt.“ Das erkannte schon Buddha. Das, was wir können, was wir sind und was wir nicht sind, entscheiden wir im Kopf. Was andere Menschen unserer Meinung nach über uns denken, erschreckende Zukunftsszenarien oder unsere Ansprüche an uns selbst – all das existiert nur in unseren Gedanken. Machen wir uns das immer wieder bewusst, können wir lernen, unsere Gedanken in positivere Bahnen zu lenken.

Was auch hilft, um Selbstzweifel abzuschütteln: den Kopf zu schütteln. Und sich bewusst machen, was man gerade gedacht hat: ‚Ich habe gerade gedacht, dass ich dumm bin.‘ So lernen wir, uns von unseren Gedanken zu distanzieren. Auch jeden Gedanken aufzuschreiben und kritisch zu prüfen hilft dabei, dass sich Selbstzweifel vertschüssen.

Selbstzweifel loswerden: Selbstmitgefühl entwickeln

‚Du Depp, jetzt hast du vergessen, dein Ladegerät einzupacken‘ – wer in solchem Stil mit sich redet, geht nicht besonders mitfühlend mit sich selbst um. Anderen begegnen wir oft viel verständnisvoller und empathischer. Und das ist ja auch gut – aber wir können daran etwas ändern und mehr Selbstmitgefühl entwickeln. Sage dir, du bist ein wertvoller Mensch, mit dem man liebevoll umgehen darf. Tu dir selbst Gutes, wenn du Aufmunterung brauchst. Anderen würdest du auch helfen, wenn es ihnen schlecht geht.

Fehler machen ist gut

Aus Fehlern lernen wir, das wissen wir. Trotzdem leben wir noch immer in einer Gesellschaft, die Fehler von Kindesbeinen an bestraft. Das ändern wir jetzt: Wenn du das nächste Mal einen Fehler machst und etwas Wichtiges dabei lernst, dann freu dich darüber – du bist dabei schlauer geworden.

Ein prominentes Beispiel: Der Erfinder der Glühbirne, Thomas Edison, sagte vor seinem Erfolg angeblich einmal: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1.000 Wege, wie man keine Glühbirne baut.“ Er gab nicht auf, lernte aus seinen Fehlern und beschenkte uns alle schließlich mit elektrischem Licht.

Umgib dich mit positiven Menschen

Hat man viele Menschen um sich, die immer das kleinste Haar in der Suppe suchen, beeinflusst uns das negativ. Auch wir schulen unseren Blick darin, die Fehler bei uns selbst und bei anderen zu suchen. Besser ist: Sich mit Menschen zu umgeben, die genau das Gegenteil tun. Also das Positive sehen – in sich, in uns und in allen anderen.

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