Welche Übungen einen Reizdarm entspannen können

Hektik, Stress und schlechte Stimmung schlagen sich nicht nur sprichwörtlich auf den Magen. Wer unter einem Reizdarm leidet, kann versuchen, ihn mit Übungen zu behandeln.

Reizdarm behandeln: Unser Bauch ist nicht einfach nur der Ort, an dem der Magen-Darm-Trakt seinem Job nachgeht. Nicht umsonst reden wir vom „Bauchgefühl“ oder verorten kleine Kinder sehr lange jedes Wehwehchen als Schmerz im Bauch. Tatsächlich weiß man heute um die Existenz des Darmhirns: Die Eingeweide stehen über Nerven, übers Immunsystem und über die Darmkeime, das Mikrobiom im Darm, in direkter Verbindung mit dem Gehirn. Und da Psyche und Magen-Darm-Trakt eine besonders innige Verbindung pflegen, wirken sie wechselweise aufeinander. Geht es dem einen schlecht, leidet der andere und umgekehrt.

Solch ein Reizdarm kann sehr belastend sein. Jedes Stresshormon wirkt direkt auf Nerven- und Immunzellen in der Darmwand – schon auf die kleinste Stimmungsschwankung kann im nächsten Moment der Darm reagieren. Und unser Darm hat wiederum auch Einfluss auf unsere Emotionen.

Typische Symptome, die einen Reizdarm begleiten, sind: Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Bauchkrämpfe und Blähungen. Und befürchten wir, deswegen an einer Erkrankung des Darms zu leiden, reagiert der wiederum darauf – schon ist man in der negativen Spirale gefangen. Was tut einem derart überreizten Magen-Darm-Trakt gut? Die Darmflora aufbauen ist ein Weg. Diese Übungen ein anderer:

Reizdarm behandeln: Probiere diese 3 Übungen

Atemübungen beruhigen den nervösen Darm

Beobachte einmal deine Atmung, wenn du unter Strom stehst. Fällt dir etwas auf? Richtig, du atmest schnell und spannst unwillkürlich die Muskeln an – auch im Darm. Bewusstes Atmen lässt in solchen Situationen nicht nur ordentlich Stress abfallen, es sorgt zudem dafür, dass sich deine Muskulatur entspannt. Atemübungen eignen sich sehr gut, um unangenehme Begleiterscheinungen eines Reizdarms zu behandeln.

Beginne damit, die Augen zu schließen und langsam und bewusst ein- und ausatmen. Das Einatmen sollte dabei etwas kürzer dauern als das Ausatmen. Ideal ist das Verhältnis 4 zu 6 Sekunden. Meist lässt sich nach etwa ein bis zwei Minuten bemerken, wie das Entspannungsgefühlbis in den Darm hineinzieht. Noch nicht genug? Lies weiter, wie richtig Atmen zu mehr Erholung führt.

Progressive Muskelrelaxation für die Eingeweide

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson klingt in der Theorie um einiges komplexer, als sie das in der Praxis tatsächlich ist. Ob im Büro, in der Warteschlange im Supermarkt oder daheim auf der Couch: Mit ein wenig Übung lässt sich diese Entspannungsmethode überall und jederzeit anwenden. Der Reihe nach spannst du bestimmte Muskelgruppen bewusst an, um sie anschließend wieder zu entspannen. Möchtest du einen aufmüpfigen Reizdarm behandeln, lässt du dir bei der Körpermitte einfach etwas länger Zeit. Progressive Muskelrelaxation ist ausgesprochen wirkungsvoll. Sie entschleunigt nicht nur, sondern bringt deinen Darm in stressigen Situation zurück ins Gleichgewicht.

Reizdarm behandeln mit Yoga und Meditation

Um Reizdarm-Symptome zu behandeln, ist Yoga besonders gut geeignet. Sanfte Bewegungen regen die Durchblutung an und bringen den Darm in Schwung, während die mentale Komponente dir dabei hilft, Stress einfach loszulassen. Darüber hinaus ist auch regelmäßiges Meditieren bei Darmproblemen zu empfehlen. Den Blick nach innen zu richten, sich auf die Atmung zu konzentrieren und Gedanken einfach vorüberziehen zu lassen, entspannt dich völlig. Das schenkt dir nicht nur mehr Leichtigkeit, sondern stärkt auch deinen Darm.

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