Das Bad plastikfrei machen

Der Plastikmüll in den Meeren ist ein Riesenproblem, jetzt und für die Zukunft. Deshalb kommt es darauf an, weniger Plastik zu verwenden – fangen wir im Bad damit an.

Ohne den Zero Waste-Gedanken geht heute nichts mehr, wenn wir im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder agieren wollen. Schließlich sollen auch sie noch eine lebenswerte Zukunft haben. Deshalb verzichten wir auf unnötigen Verpackungsmüll, allen voran Plastik, etwa im Bad, in der Küche oder beim Einkaufen. Das ist leichter, als man denkt – hier kommen drei Inspirationen für ein plastikfreies Bad.

Bad plastikfrei gestalten: So geht‘s

Körperpflege ohne Plastik

Schaut man sich im Handel um, könnte man fast meinen, Körperpflege und Plastik sind untrennbar miteinander verbunden. Von Zahnpflege über Duschgel und Shampoo bis hin zu Rasierern oder Deos – Kunststoffe scheinen zum guten Ton zu gehören. Wirfst du aber einen zweiten Blick auf die schier endlosen Regalreihen, stechen dir umweltfreundliche Alternativen vielleicht doch ins Auge.

So macht feste Körperpflege dein Bad rasch plastikfrei: Shampoo, Duschbad, Körperbutter oder Gesichtsreinigung – die handliche Pflege im Stück kommt ganz ohne Kunststoffe aus. In einem Seifensäckchen, das du aufhängen kannst, hast du sie zudem rasch bei der Hand. Klassische Deo-Zerstäuber lassen sich durch festes Deo im Glasdöschen ersetzen. Wenn du magst, kannst du solches Deo auch selber machen.

Zahnpasta in Plastiktuben? Muss ebenfalls nicht sein! Die Alternative fürs plastikfreie Bad sind Zahnputztabletten, die du zerkaust und im Anschluss wie gewohnt Zähne putzt. Du bekommst sie im Unverpackt-Laden – so fällt überhaupt kein Verpackungsmüll an. Nicht zuletzt ist sogar Rasieren leicht plastikfrei möglich. Ein Rasierhobel schont nicht nur die Umwelt, sondern auf lange Sicht auch deinen Geldbeutel.

Das Badezimmer plastikfrei putzen

Möchtest du dein Badezimmer plastikfrei gestalten, hast du dir vielleicht auch über dein Repertoire an Putzmitteln Gedanken gemacht. Tatsächlich reichen Essigessenz, Natron Zitronensäure sowie Wasser zum Putzen in der Regel völlig aus. Nicht nur lassen sich Kalk und Verschmutzungen damit im Handumdrehen lösen, das natürliche Putzmittel neutralisiert zudem Gerüche und desinfiziert Oberflächen.

Abfüllstationen für Putz- und Waschmittel helfen ebenfalls dabei, Plastikmüll zu vermeiden. Mittlerweile findest du sie nicht mehr nur im Unverpackt-Laden, auch verschiedene Handelsketten bieten das praktische Service an. Neu im Drogeriemarkt sind zudem Putzmittel in Form von Reinigungstabs, die du in wiederverwendbare Glas-Sprühflaschen gibt und diese mit Wasser selbst auffüllst.

Nicht zuletzt gibt es bei Putztüchern und -schwämmen tolle plastikfreie Alternativen aus Baumwolle – und diese sind auch waschbar.

Monatshygiene? Geht auch plastikfrei!

Wer sein Bad plastikfrei gestalten möchte, stellt sich zwangsläufig irgendwann die Frage nach nachhaltiger Monatshygiene. Binden und Tampons mögen zwar praktisch sein, ohne Plastik kommen handelsübliche Produkte aber selten aus. Zum Glück gibt es Alternativen, die Zero Waste sehr entgegenkommen. Neben der schon bekannten Menstruationstasse aus medizinischem Silikon, sind waschbare Binden und Slipeinlagen zu empfehlen. In den letzten Jahren hat sich zudem Periodenunterwäsche durchgesetzt. Die meisten Modelle sind nicht nur schick und bequem, du kannst sie zudem ganz einfach mit der normalen Wäsche waschen.  

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