Gabriele Kuhn

So wirkt ätherisches Rosmarinöl

Wir zeigen dir, wie du die drei gängigsten ätherischen Rosmarinöle einsetzen kannst.
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Bild: Getty Images

Intensiv riecht er, der Rosmarin, betörend und stark. Der Halbstrauch wird bis zu zwei Meter hoch, blüht zwischen März und Mai und wächst am besten in der Nähe des Meeres. Je nachdem, wo er wächst, gibt es mehrere Arten, die unterschiedlich duften, unterschiedliche Inhaltsstoffe haben und daher unterschiedlich wirken.

1. Rosmarin Cineol zum Aufwachen

Rosmarin Cineol gilt als stark belebend und anregend und wächst vor allem in Nordafrika. Das Öl wird Morgenmuffeln ans Herz gelegt, um ihre Lebensgeister anzuregen. Dazu zwei Tropfen in kaltes Wasser geben und sich damit rasch abwaschen. Bei Bluthochdruck sollte man dieses Öl eher nicht verwenden.

Es unterstützt erschöpfte Menschen, regt Konzentration und Gedächtnis an.  Die Wirkung auf das Gedächtnis und Lernfähigkeit wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dabei reicht es schon, am Fläschchen zu riechen. Auch eine Duftlampe mit dem Öl unterstützt die Konzentration. Außerdem hilft Rosmarin bei Atemwegs- und Erkältungserkrankungen. 

2. Rosmarin Kampfer lindert Muskelschmerzen

Rosmarin Kampfer, auch Rosmarin Borneon, wirkt ebenso anregend und wächst in Spanien. Das Öl wirkt stimulierend auf das zentrale Nervensystem und die Atmung. Ein wenig höher dosiert, hilft es bei schmerzenden Muskeln und Gelenken. Es enthält allerdings Wirkstoffe, die nicht für Schwangere, Kinder und Menschen mit Bluthochdruck geeignet sind. 

3. Rosmarin Verbenon hilft bei Migräne

Rosmarin Verbenon wächst in Südfrankreich und gilt als „eleganter Duft“. Sein ätherisches Öl wird vor allem äußerlich angewendet, in Form von Einreibungen. Dann wirkt es, etwa in Rahmen von Fastenkuren, entgiftend auf die Leber. Außerdem wirkt diese Rosmarinart bei Migräne, Müdigkeit und stimmungsaufhellend. Dazu gibt man ein bis zwei Tropfen Rosmarinöl auf ein Taschentuch oder in die hohle Hand und atmet den Duft ein. Man kann sich auch einen Tropfen auf die Schläfen tupfen.

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Mit welchen Ölen man Rosmarinöl kombinieren kann

Experten sagen, Rosmarin rieche „streng, klar, krautig“. Es kommt aber, wie gesagt, auf die Art an. Gut macht sich das ätherische Öl in Kombination mit Lemongras, Zitrone, Eisenkraut, Grapefruit oder Ysop. Ideal, um den Geist zu klären und konzentriertes Denken zu fördern.

Rezept gegen Prüfungsstress

Bei Stress und Nervosität: mit Muskatellersalbei mischen, eventuell mit Bergamotte. Rosmarin ist ein feines Öl, das bei Prüfungssituationen ein großartiger Helfer ist.

Weitere Anwendungen von Rosmarinöl

Herrlich erfrischend, für Morgenmuffel: einige Tropfen auf kühles Wasser, sich dann damit rasch abwaschen. Schmerzlindernd, in Form von Kompressen, indem man ein paar Tropfen des ätherischen Öls auf ein Tuch tut und auflegt. Bei Muskelkater als Einreibung. Dafür ein paar Tropfen in 100 ml fettes Öl, wie etwa Jojoba oder Mandelöl geben, eventuell in Kombination mit Wacholder oder Majoran.

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