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Diese Dehnübung senkt das Herzinfarktrisiko nachweislich

Weil diese Dehnübung, wenn man sie regelmäßig zwei Minuten lang macht, das Herzinfarktrisiko nachweislich senken kann.
Dehnübung: Vorbeuge
Bild: Mauritius Images

Einer japanischen Studie zufolge gibt es nämlich einen direkten Zusammenhang zwischen der Flexibilität des Rumpfes und der Dehnbarkeit der Blutgefäße – beugst du dich nach vorn, beugst du zugleich der altersbedingten Arterienversteifung vor. So effektiv wirkt eine einfach Dehnübung auf unseren Körper.

. Wie ist die Studie abgelaufen?

500 Probanden (20 bis 83 Jahre) mussten sich mit gestreckten Beinen auf den Boden setzen und mit den Händen versuchen, ihre Zehen zu berühren. Überwacht wurde das Experiment mit Blutdruckmessgeräten an Hand- und Fußgelenken. Zudem rechneten die Forscher aus, wie lange der Blutfluss vom Hals zu den Füßen brauchte.

. Was ist das Ergebnis dieses Experiments?

Je weiter die Probanden nach vorne reichten, desto dehnbarer waren auch ihre Arterien. Die Dehnung, sitzend oder stehend ausgeführt, kann also körperliche Reaktionen in Gang setzen, die die Versteifung verlangsamen und die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern. Das ist aktive Gesundheitsvorsorge.

. Welche Erklärung hat die Wissenschaft dafür?

Es gibt sogar zwei mögliche: Wenig flexible Menschen haben meist auch einen höheren Blutdruck, was Herzinfarkte begünstigt. Andrerseits enthalten die Muskeln von beweglichen Menschen mehr Kollagen und Elastin. Beide Stoffe machen verschiedene Körpergewebe flexibler – und so eben auch die Arterien.

Und so geht die Dehnübung

  1. Wichtig ist, dich langsam an die tiefe Vorbeuge heranzutasten. Um die Pose deinem Körper angepasst auszuführen, halte Hilfsmittel wie einen Stuhl, Bücher oder eine eingerollte Decke parat.
  2. Stell dich mit geradem Oberkörper hin, Beine hüftbreit auseinander.
  3. Beug dich nach vorne und beuge zugleich deine Knie – so weit, dass deine unteren Rippen deine Oberschenkel leicht berühren.
  4. Lass deinen Kopf entspannt hängen, deine Wirbelsäule rund werden und deine Arme locker Richtung Boden baumeln. Versuche, bis zu zwei Minuten so zu verweilen.
  5. Solltest du dabei im Nacken verkrampfen, hilft es, dir den Boden etwas näher zu holen, indem du deine Hände auf einen Stuhl oder auf die Bücher legst.
  6. Bemerkst du ein Stechen im unteren Rücken – also ein Gefühl, das kein Dehnungsschmerz ist –, beuge deine Beine noch mehr. Alternativ kannst du auch eine eingerollte Decke vorne zwischen Bauch und Oberschenkel querlegen.
  7. Es macht nichts, wenn deine Hände anfangs noch nicht den Boden erreichen oder deine Beine nicht gestreckt sind. Mit der Zeit wird sich die Muskulatur entlang der Körperrückseite lockern.

Diese Körperpartien werden bei der Vorbeuge aktiviert

Bei Dehnübung wird die Rückenstreckermuskulatur gedehnt – das sind tief liegende Muskeln, die dafür sorgen, dass wir den Oberkörper gerade aufrichten können. Außerdem öffnen sich Schultern- und Nackenpartie, die Beine werden gestärkt. Im Lendenbereich entlang der hinteren Oberschenkel und im Gesäß entsteht eine Dehnung. Durch das viele Sitzen im Alltag sind unsere Muskeln in diesen Zonen oft sehr fest und verkürzt. Häufiges Joggen ohne Aufwärmen führt dazu, dass sich das Muskel- und Fasziengewebe weiter verfestigt. Zusatznutzen: Aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung aufs Nervensystem hilft die Pose auch dem Stressabbau.

Quellen: Kenta Yamamoto, Wissenschaftler und Leiter einer Dehnbarkeitsstudie an der Waseda-Universität in Saitama (Japan); Eva Jacquemard, diplomierte Gesundheitstrainerin und Yogalehrerin in Wien.

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