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So trifft man die richtige Entscheidung

Kaffee oder Tee? Jeden Tag treffen wir rund 20.000 Entscheidungen. 95 Prozent davon unbewusst. Aber: Wie geht man dabei am besten vor? Daniela Zeller hat nachgeforscht.
. Welcher Entscheidungstyp bist du?

Hat meine Freundin S. eine Entscheidung zu treffen, tut sie dies schnell, aus dem Bauch heraus, und hakt die Sache ab. Bei meiner anderen Freundin M. hingegen dauert es immer länger, bis sie weiß, was sie möchte. Sie recherchiert alle Möglichkeiten, wartet ab, startet Umfragen im Bekanntenkreis, erstellt ihre berühmten Pro-und-Kontra-Listen. Die beiden sind einfach komplett unterschiedliche Entscheidungstypen.

. Typ „Maximizer“
Entscheidung
Bild: Olga Kawa

Der Maximizer hat hohe Ansprüche. Bevor er sich für etwas entscheidet, möchte er sämtliche Alternativen kennenlernen. Das Problem liegt auf der Hand: Je größer die Auswahl, desto mehr Zeit und Energie ist notwendig. M. gehört eindeutig zu dieser Gruppe. Bevor sie sich für ein Hotel entscheidet, prüft sie tagelang, ob es irgendwo nicht doch etwas Besseres gäbe. Mit dem Ergebnis, dass sie hinterher oft unzufrieden ist, denn es könnte ihr ja etwas entgangen sein.

. Der Genügsame
Entscheidung treffen
Bild: Olga Kawa

Diese Typologie trifft auf S. zu. Sie weiß vorher immer ungefähr, was sie will, und sobald eine Alternative im Großen und Ganzen ihrer Vorstellung entspricht, greift sie zu. Kurz und schmerzlos. Aber gibt es abseits der beiden Typen noch andere Methoden zur Entscheidungsfindung? Ich frage die systemische Coachin Mariella Bruckner.

. Der Perspektivenwechsel
Perspektivenwechsel
Bild: Olga Kawa

„Klar“, sagt Mariella Bruckner, „zum Beispiel, wenn wir uns wieder und wieder im Kreis drehen und uns nicht zu einem Entschluss durchringen können. Dann hilft die einfache Frage: Was würde ich einem guten Freund raten, der vor derselben Entscheidung steht? Geht es um andere, sehen wir die Dinge nämlich meist wesentlich klarer als bei uns selbst.“

. Die Zeitreisemethode
Hände
Bild: Olga Kawa

Eine simple und effektive Methode ist das Reisen in eine andere Zeit – also die Frage: Wie werde ich über diese Entscheidung in zehn Minuten denken? In zehn Monaten? In zehn Jahren? Mariella Bruckner: „Aus einer fiktiven Zukunft betrachtet verschwinden aktuelle Sorgen aus dem Blickfeld, der Bildausschnitt weitet sich, und wir sehen wieder klar, was wirklich wichtig ist.“

Daniela Zeller ist Coach und Podcasterin für carpe diem.

CD Coverfaecher 0621

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