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Was ist eine Allergie, Intoleranz oder Unverträglichkeit?

Intoleranz, Unverträglichkeit oder was ist doch schon eine Allergie? Wir haben nachgefragt und die 6 wichtigsten Oberbegriffe zusammegefasst.
Was ist eine Allergie, Intoleranz oder Unverträglichkeit?
Bild: Unsplash
. Was ist eine Allergie? Und was heißt „unverträglich“?

Der Unterschied ist tatsächlich gravierend. Bei einer Allergie kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems auf eine an sich ungefährliche Substanz. Wir spüren das – in harmlosen Fällen – als Jucken oder Brennen, bei starken Allergien kann jedoch ein sogenannter anaphylaktischer Schock ausgelöst werden. Bei einer Unverträglichkeit ist das Immunsystem nicht beteiligt. Da fehlen dem Körper lediglich Enzyme oder Proteine, um Nahrungsbestandteile abzubauen. Das kann stark lebenseinschränkend, aber nicht lebensbedrohlich sein.

. Laktose-Intoleranz?

Das bedeutet, dass Milchzucker nicht vollständig verdaut wird, weil dem Körper das Enzym Laktase fehlt oder es nicht ausreichend produziert wird. Im deutschsprachigen Raum sind etwa 15 Prozent der Bevölkerung davon betroffen, die unangenehmen Folgen sind starke Blähungen und Durchfall. Helfen kann man sich, indem man Milchprodukte meidet oder für die kleine Sünde zwischendurch eine Laktasetablette einnimmt.

. vegan, pescetarisch, flexitarisch?

Jeder kennt die Begriffe, aber nicht jeder weiß, was damit gemeint ist. Sonst würde Menschen, die sich vegetarisch ernähren, nicht immer wieder einmal „eh nur Huhn“ angeboten. Kleine Klarstellung: Vegetarier ernähren sich zwar überwiegend pflanzlich, konsumieren jedoch auch Produkte von lebenden Tieren. Nur halt nicht die Henne, sondern das Ei. Veganer hingegen verzichten gänzlich auf Tierisches, oft auch bei ihrer Bekleidung, wo dann Leder und Wolle tabu sind. Flexitarier essen gelegentlich Fleisch, aber nur hochqualitatives, biologisches. Pescetarier schließlich meiden Fleisch, essen aber Fisch und Meeresfrüchte.

. Histamin-Unverträglichkeit?

Histamin ist eine wichtige Substanz, zuständig unter anderem für die Produktion von Magensäften oder die Regulierung des Blutdrucks. Die Probleme entstehen, wenn überschüssiges Histamin vom Körper nicht abgebaut werden kann. Das kann von Bauchschmerzen und Übelkeit bis hin zu migräneartigem Kopfschmerz und Hautausschlag im Gesicht führen. Ist man davon betroffen, sollte man unter anderem Käse mit langer Reifungszeit, Wurstprodukte, Alkohol (vor allem Rotwein), Schokolade, aber auch Spinat meiden.

. „No Carb“?

Wer sich nach dem No-Carb-Prinzip ernährt, verzichtet auf die Zufuhr von Kohlenhydraten und stellt damit seinen Stoffwechsel von Glukose auf Ketose um. Das ist vor allem für die Leber ein harter Job, und speziell am Beginn dieser Umstellung kann es durch den Wegfall der Kohlenhydrate zu regelrechten Entzugserscheinungen kommen. Man sollte das nur unter ärztlicher Aufsicht angehen, weil durch den Fettabbau jede Menge eingelagerter Schadstoffe freigesetzt werden.

cd 01/22

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