Wann man Fette und Öle essen sollte

Sind Fette wirklich so „böse“? Und welche Öle sind die richtigen? Vier erstaunliche Fakten über die Energielieferanten.
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Bild: Roberta Sorge/Unsplash

Fette und Öle zählen zu den Grundnährstoffen für unseren Körper und sind für unsere Gesundheit unverzichtbar. Wir müssen sie über unsere Ernährung aufnehmen und nutzen sie als essenzielle Energiequelle. Ungesund wird es erst, wenn wir zu viel davon essen.

Ohne Fett können wir nicht leben

Fett ist ein wichtiger Energieträger des Körpers. Es ist ein Baustoff der Zellen, dient der Wärmeisolation und schützt uns vor Austrocknung. Ohne Fett könnten wir gar nicht leben. Außerdem sind viele Vitamine fettlöslich. Daher bedeutet kein Fett: keine Bioverfügbarkeit von Vitamin A, D, E und K.

Die Menge macht’s aus

Öle sind ein unentbehrlicher Bestandteil unserer Ernährung. Sie enthalten essenzielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Doch wie so oft gilt: Die Menge macht das Gift! Die tägliche Energiezufuhr aus Fetten und Ölen sollte nicht mehr als 80–100 Gramm ausmachen.

Fett ist nicht gleich Fett

Pflanzliche Fette haben meist eine viel gesündere Zusammensetzung als tierische Fette. Vereinfacht könnte man sagen: Die meisten tierischen Fette sind sogenannte „gesättigte Fettsäuren“, die sich ungünstig auf die Blutfettwerte und die Herzgesundheit auswirken. Während Pflanzenöle fast immer „ungesättigt“ und daher sehr günstig für den Stoffwechsel sind. Aber, wie immer, bestätigen ein paar Ausnahmen die Regel:

● Kokosöl ist pflanzlich, aber dennoch „gesättigt“. Daher raten einige Ernährungsexperten inzwischen davon ab.
● Die in fetten Fischen (Lachs, Makrele) enthaltenen Öle hingegen sind klarerweise tierischen Ursprungs, zählen jedoch zu den gesündesten ungesättigten Fettsäuren überhaupt.

Hier findest du 6 gesunde Fette für deine Ernährung.

Das magische Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3

So weit, so gut. Doch auch innerhalb der ungesättigten Fettsäuren gibt es Unterschiede. Keine Frage: Gesund sind sie alle – allerdings nur im richtigen Mischverhältnis. Die essenziellen Fettsäuren Omega-6 und Omega-3 konkurrieren miteinander um den Platz in unseren Zellen. Meist gewinnt Omega-6, davon gibt es schlichtweg mehr. Das bedeutet, Omega-3 braucht unsere Unterstützung!

Nur damit kein Missverständnis aufkommt: Omega-6 erfüllt wichtige Funktionen für den Fettstoffwechsel. Aber wenn es sich in der Zellmembran zu breit macht, fördert es Entzündungen und kardiovaskuläre Erkrankungen. Omega-3 hingegen wirkt entzündungshemmend. Deshalb wäre die optimale Zusammensetzung der beiden: 5 Teile Omega-6 zu einem Teil Omega-3.

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