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Ines Glatz-Deuretzbacher

Was ist gesĂŒnder fĂŒr dich: Gehen oder Laufen?

Finde es mit dem Selbsttest von unserem Vitalcoach heraus.
Was ist gesĂŒnder fĂŒr dich: Gehen oder Laufen?
Bild: Andrew Dinh/Unsplash

Wenn es um den Erhalt und die Steigerung von körperlicher Gesundheit und Fitness geht, können sowohl moderates Gehen als auch Joggingrunden einiges beitragen. Doch es gibt entscheidende Unterschiede, die uns UNIQA-Vitalcoach Bernhard Url, erklĂ€rt: „Gehen kann jeder, Laufen muss gut vorbereitet sein.“

Gehen kann jeder, Laufen muss gut vorbereitet sein.

UNIQA-Vitalcoach Bernhard Url

Mit der richtigen Dosis starten

Aber auch ein Spaziergang (in einem angemessenen Tempo, also nicht schlendern) ist keinesfalls zu unterschĂ€tzen. Er ist sowohl als Bewegungseinheit als auch als sportliche BetĂ€tigung zu werten. Der Vorteil: Es gibt kaum EinschrĂ€nkungen und die positive Wirkung auf Muskulatur, Herz-Kreislaufsystem und den Stoffwechsel ist enorm. „Man darf sich zwar keinen Muskelzuwachs erwarten, aber beim Gehen lernen die Muskeln, besser zu arbeiten.“

Man darf sich zwar keinen Muskelzuwachs erwarten, aber beim Gehen lernen die Muskeln, besser zu arbeiten.

Die Cardio-Wirkung dabei hÀngt von der IntensitÀt ab. Je lÀnger und flotter man seine Runden dreht, umso mehr profitiert die allgemeine Fitness. Die WHO empfiehlt, rund 2.500 Kcal pro Woche durch Bewegung zu verbrennen, um das zu erreichen, muss man per Pedes schon sieben Stunden Zeit einrechnen.

Dreimal 60 Minuten moderates Gehen pro Woche sind schon ein guter Anfang.

Dazu meint Bernhard Url: „Aber auch dreimal 60 Minuten pro Woche sind schon ein guter Anfang. Wichtig ist nur, immer Regenerationsphasen dazwischen einzubauen. Wie bei jedem Sport ist mehr nicht unbedingt besser. Bei zu viel stagniert die Entwicklung und der Effekt wird geschmĂ€lert.“ Der Experte empfiehlt, unter der Woche verteilt kĂŒrzere Einheiten, am Wochenende eine lĂ€ngere.

Laufen muss man sich erarbeiten

FĂŒr untrainierte Einsteiger oder Wiedereinsteiger ist der Laufsport laut des Sportwissenschafters keinesfalls zu empfehlen. „Jeder Fußauftritt beim Joggen muss das Dreifache des Körpergewichtes abfangen – das belastet zwangslĂ€ufig die Gelenke, insbesondere Knie, HĂŒfte und auch die WirbelsĂ€ule.“ Wer einen einigermaßen gut trainierten Körper und starke Beinmuskeln hat, kann das abfedern. Alle anderen bekommen zwangslĂ€ufig frĂŒher oder spĂ€ter Gelenksbeschwerden.

Laufen muss man sich erarbeiten, aber es zahlt sich aus – nicht zuletzt wegen des berĂŒhmten ‚Runner’s High‘.

Laufen sollte also nur, wer einen gesunden Bewegungsapparat, keine VorschĂ€digungen und einen hohen Fitnesslevel hat. Wichtig ist fĂŒr Neulinge, sich von einem Trainer begleiten zu lassen und parallel zum Laufeinstieg ein KrĂ€ftigungsprogramm zu planen. „Laufen muss man sich erarbeiten, aber es zahlt sich aus – nicht zuletzt wegen des berĂŒhmten ‚Runners High‘. Ein herrliches GefĂŒhl, das viele passionierte LĂ€ufer kennen“, schwĂ€rmt Url.

Der Selbsttest – Laufen oder gehen?

Wer wissen will, ob Laufen gefahrlos möglich ist, kann Folgendes an sich selbst testen: Auf einem Bein eine halbe Kniebeuge. Gehen sich 60 StĂŒck in einer Minute aus – nichts wie rein in die Laufschuhe und raus in die Natur.

Mag. Bernhard Url ist Triathlet, Trainer, Sportwissenschafter und UNIQA-Vitalcoach.

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