Richtig Seilspringen: Mit diesen 6 Übungen gelingt‘s

Wer formschön übers Seil hüpfen will, schaut sich am besten bei Kindern ab, wie’s geht. Oder lässt sich von unserem Trainer Ronny Kokert beraten.

Kinder sind unsere Vorbilder in vielen Bewegungsangelegenheiten. Genauso beim Seilspringen. „Sie springen automatisch ökonomisch und haben auch noch Spaß dabei. Und je leichter etwas geht, desto richtiger ist es“, sagt Kampfsport-Weltmeister Ronny Kokert. Bei uns Großen haben sich über die Jahre womöglich ein paar Bewegungsfehler eingeschlichen – daher fangen wir einfach noch mal von vorn an.

Am Anfang wirst du an der Schnur hängen bleiben, schimpfen, springen, verzweifeln und es erneut versuchen“, prophezeit unser Trainer. Aber Seilspringen ist ein Ganzkörpertraining, bei dem du nicht nur Koordination und Rhythmus trainierst, deine Lungenkapazität erhöhst, die Ausdauer verbesserst und Fett verbrennst, sondern du lernst dabei auch durchzuhalten und dich selbst anzuspornen. So schaffst du Ressourcen für Körper und Geist.

Also, worauf wartest du noch? Einfach unseren sechs Vorbereitungsübungen folgen – und dann: spring!

1. Seillänge bestimmen

Stell dich hüftbreit hin, die Knie sind leicht angewinkelt, und die Springschur befindet sich unter deinen Fußballen. Dann ziehst du die Schnur so weit an, bis Ober- und Unterarme in einem rechten Winkel stehen. Jetzt hat das Seil die richtige Länge.

Übung 1
Illustration: Karolin Ohrnberger

2. Beinhaltung lernen

Steh hüftbreit, deine Knie sind leicht angewinkelt und zeigen weder nach innen noch nach außen. Das Seil spannst du zwischen deinen gestreckten Armen. Nun gehst du in die Hocke, während die Arme nach oben ziehen. Beim Hochkommen bewegen sich die Arme nach unten, und du stellst dich auf die Zehenspitzen.
10 Wiederholungen.

Übung 2
Illustration: Karolin Ohrnberger

3. Rücken vorbereiten

Du liegst auf dem Boden, ein Bein ist aufgestellt, das andere in der Höhe. Dein Rücken ist fest am Boden, der Bauch angespannt. Das Seil nimmst du zwischen die ausgestreckten Arme. Beim Ausatmen führst
du die Arme und das ausgestreckte Bein zueinander. Beim Einatmen senkst du Arme und Beine wieder. 10­mal auf jeder Seite.

Übung 3
Illustration: Karolin Ohrnberger

4. Schultern mobilisieren

Du stehst hüftbreit, spannst den Bauch an und hältst die Schnur mit ausgestreckten Armen vor dir. Beim Einatmen führst du die Arme bis über den Kopf, beim Ausatmen sin­ken sie hinter deinen Rücken. Bei der nächsten Einatmung sind die Arme über dem Kopf, bei der Aus­atmung in der Ausgangsposition. 5–10 Wiederholungen.

Übung 4
Illustration: Karolin Ohrnberger

5. Gelenke kreisen

Bei dieser Übung gilt es, die Hand­ gelenke auf die Drehbewegung vorzubereiten. Nimm die Schnur in beide Hände, lege die Fäuste an­ einander und versuche, in der Luft Achter zu ziehen. Die Drehkraft kommt nur aus den Handgelenken, die Schulten bleiben dabei stabil. Kreise etwa 1 Minute.

Übung 5
Illustration: Karolin Ohrnberger

6. Trockenübung

Springen ohne Seil: So kriegst du ein Gespür für den Rhythmus. Winkle deine Knie leicht an, achte darauf, dass sie nicht nach außen kippen. Die Oberarme liegen eng am Körper. Deine Sprünge sind locker und federnd. Spring nur so hoch, dass das Seil gerade unter den Füßen durchschwingen würde und lande immer auf den Ballen. Spring 1–2 Minuten.

Übung 6
Illustration: Karolin Ohrnberger

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