Tag 2: Trenne dich von 21 Gegenständen

An Tag 2 der carpe diem-Challenge zum Thema Minimalismus misten wir 21 Gegenstände aus. Wie du das am besten angehst, erzählt dir Desirée Schweiger von simplyorganized.at im heutigen Beitrag.

Ein Befreiungsschlag mit der Mülltonnen-Therapie

Desirée begrüßt dich zur heutigen Challenge:

Desirée von simplyorganized.at empfiehlt dir für die heutige Challenge die sogenannte Mülltonnen-Therapie. 21 Dinge einfach so weg zu werfen klingt vielleicht viel, aber es ist einfacher, als du denkst. Oft sind es sogar leere Verpackungen, die Platz in deinem Schrank wegnehmen. Wirf sie noch heute weg! Denk an abgelaufene Medikamente oder Lebensmittel, kaputte Kleidung, Küchenutensilien, die du nie benutzt oder einfach nur den Glasmüll, der seit Wochen darauf wartet, entsorgt zu werden.

So geht’s:

  • Schalte deine Lieblingsmusik ein und nimm einen Müllsack.
  • Stelle einen Timer auf deinem Handy. In 15 Minuten sollte es schon möglich sein, 21 Dinge zu finden.
  • Starte mit einer schnellen Ausmistrunde. Denke nicht lange darüber nach! Sobald du bei einem Gegenstand nachdenken musst, lass ihn liegen und mach einfach mit dem nächsten weiter.
  • Schaue zuerst die Flächen an. Liegen dort alte Prospekte, Zeitungen, Zeitschriften, verwelkte Blumen, kaputte Dekoelemente usw.?
  • Öffne die Schubladen und suche nach eindeutigem Müll: kaputte Kugelschreiber, leere Verpackungen, abgelaufene Rabattmarken etc.
  • Findest du auch Dinge, die du nie verwendest und an denen dein Herz nicht hängt? Es geht wirklich nur um Gegenstände, mit denen du nichts verknüpfst: Die Salatschleuder, die nie verwendet wird, die einzelne Socke oder das ungeliebte Geschenk, das man vor Jahren geschenkt bekommen hat.
  • Falls etwas speziell entsorgt werden muss, nimm es aus dem Müllsack und bringe es zum Recycling.
  • Nimm auch gleich Altglas, Altpapier, Kunststoffmüll, Batterien etc. mit.

Merke💡: Dabei geht es nur um eindeutig unbrauchbare Dinge, die für dich keinen emotionalen Wert haben! Bei der Mülltonnen-Therapie sollst du auch nicht viel nachdenken. Wenn du dir später trotzdem bei manchen Dingen unsicher bist, findest du hier eine Entscheidungshilfe aus der carpe diem-Redaktion.

Wiederhole die Mülltonnen-Therapie regelmäßig oder beschränke sie auf bestimmte Räume oder Kategorien. Wenn du dann schon einmal im „Ausmist Flow“ bist, wird es dir leichter fallen, weiter zu machen. Achte dabei bitte immer auf die korrekte Entsorgung!

Viel Freude bei deiner zweiten Challenge unserer Minimalismus-Woche! Teile deine Erfahrungen gerne mit uns in der carpe diem-Challenge Facebookgruppe. 😊

Instagram-Live mit Desirée Schweiger

Heute um 19 Uhr findet außerdem das Live-Gespräch mit Desirée auf dem carpe diem-Kanal statt. Deine Fragen kannst du vorab über info@carpediem.life oder via Instagram stellen. Gerne kannst du Desirée beim Live-Event auch direkt fragen. Wir freuen uns, wenn du dabei bist!

Deine heutige Minimalismus-Expertin: Desirée Schweiger

Foto: Desirée Schweiger

Über Desirée

Desirée ist selbstständiger Ordnungscoach aus Wien und bringt mit ihren effizienten Systemen und praktischem Input Struktur in den Alltag ihrer Kund:innen. Erst als Mutter wurde ihr wirklich bewusst, wie wichtig Ordnung ist und wie sehr sie den Alltag erleichtert – so hat sie mit simplyorganized.at ihre Leidenschaft gefunden. Folge Desirée auf Instagram unter @simply_organized_vienna.

Wie wird man zum Ordnungsprofi?

Ich war immer schon ein sehr ordnungsliebender Mensch. Alleinlebend ging es noch sehr gut, die Ordnung zu halten. Als ich Mama wurde, änderte sich dies, da mein Lebensfokus, sowie meine Zeitressourcen anders wurden. Ich fing bei mir zu Hause an, gezielt Ordnung zu schaffen und durch Gespräche mit anderen habe ich bemerkt, dass viele sehr ähnliche Probleme beim Ordnung halten haben.

Ich half immer mehr Menschen in meinem Umfeld, Ordnung in ihr Zuhause zu bringen. Es machte mir so viel Spaß, dass ich ab einem gewissen Moment wusste, dass ich mich damit selbstständig machen möchte. Mein Ziel war und ist es, in Ordnung nicht viel Zeit oder Kraft investieren zu müssen und diese dennoch zu genießen. Dafür bedarf es eines ausgeklügelten Ordnungssystems, das effektiv und simpel sein soll.

Wie lebst du Ordnung in deinem Alltag?

Alles hat bei uns einen festen Platz. Dinge werden immer gleich (oder spätestens am Abend) an diesen zurückgeräumt. So entsteht nie Chaos. Fixe Routinen am Morgen und am Abend helfen dabei, dass es ordentlich bleibt. Meine Morgenroutine: Betten machen, Lüften, Geschirrspüler ausräumen, Wäsche trocknen, Frühstücksgeschirr wegräumen, Küche/Essbereich saugen. Meine Abendroutine: Geschirrspüler einräumen und starten, Waschmaschine programmieren, Saugen wo nötig, Wäsche falten und wegräumen.

Welchen Gegenstand würdest du niemals hergeben?

Wir haben für jede Person eine Erinnerungsbox mit den schönsten Erinnerungen (Fotos, Zeichnungen, etc.). Diese würde ich niemals hergeben und auch bei einem Feuer als erstes retten. Wenn man sich viel mit dem Loslassen von Gegenständen beschäftigt, stellt man meist fest, dass gekaufte Dinge wenig persönlichen Wert haben und es eher darauf ankommt, einige wenige persönliche Gegenstände, die mit schönen Erfahrungen verbunden sind, auch an die nächste Generation weiterzugeben.

Übrigens war Desirée auch im carpe diem-Podcast zu Gast. Hör hier rein:

Oder schau dir hier die Aufzeichnung an: