Was Hula Hoop Fitness alles kann

Trainerin Elli „Hoop“ Haschke weiß, dass Hula Hoop keine Hexerei ist und durchaus die eine oder andere Kindheitserinnerung in uns wecken wird.

„Einmal hin, einmal her, rundherum, das ist nicht schwer!“ Als Kinder wussten wir das alle. Aber dann kam ein bisserl zu viel Leben dazwischen: Beruf, Einkaufsliste, Abschlussarbeit, Waschmaschine… und der Hula-Hoop-Reifen geriet in Vergessenheit. Heute stehen wir davor und denken: Das klappt ja nie mit der Hula Hoop Fitness!

Dabei macht „Hullern“ Spaß, hält Kopf und Körper fit und ist – wie uns Hula-Trainerin Elli „Hoop“ Haschke verspricht– wirklich keine Hexerei! Also, warum zögern? Steigen wir in den Ring.

Elli Hoops YouTube-Kanal wird regelmäßig von 65.000 Hula-Hoop-Willigen für deren Trainingsinspiration besucht. Lustig, wenn man bedenkt, dass Elli selbst nur deshalb mit dem Hullern angefangen hat, weil sie keinen Sport mag. „Eigentlich bin ich faul und sitze am liebsten am Sofa“, sagt die 35-jährige Mutter aus dem Städtchen Unna nahe Dortmund. „Aber nach dem dritten Kind musste ich dringend etwas für meinen Beckenboden tun, der war total im Eimer.“

Also: Physiotherapie mitsamt Übungen für zu Hause – und daran ist es dann natürlich wieder einmal gescheitert. „Ich bin einfach nicht der Typ, der verordnete Sportübungen diszipliniert zu Hause weitermacht“, gesteht sie. Der Hula-Hoop-Reifen schien ein Ausweg – denn das geht auch beim Fernsehen! Der Rest ist Geschichte. Denn Elli und der Reifen – das war Liebe auf den ersten Dreh… na ja… zumindest fast.

Ich liebe es, dass es Sport ist, der sich nicht wie Sport anfühlt, dass ich es wirklich nebenher machen kann und dabei meinen Kopf nicht anstrengen muss.

Elli Haschke

Denn zunächst ist das vermaledeite Ding erst einmal runtergefallen. Wieder und wieder. Und blaue Flecken am Bauch gab’s als Draufgabe… „Ich hatte die total falsche Technik. Ich wusste nicht, dass man Bauchspannung braucht. Aber – und das ist das Schöne daran – früher oder später lernt’s jeder!“

Heute sind Elli und ihr „Hoop“ unzertrennlich. „Ich liebe es, dass es Sport ist, der sich nicht wie Sport anfühlt, dass ich es wirklich nebenher machen kann und dabei meinen Kopf nicht anstrengen muss. Ehrlich, ich habe drei Kinder, da ist der Kopf abends oft so voll, weil man sich mit tausend Dingen beschäftigen muss. Wenn ich dann den Kopf auch noch für Sportübungen einschalten müsste – da wär’s schnell vorbei mit der Motivation. Aber beim Reifen kann ich komplett abschalten, einfach loskreisen, und das wirkt sehr, sehr, sehr entspannend.“

Was Hula Hoop Fitness sonst noch kann?

Es trainiert die ganze Rumpfmuskulatur, also neben dem Beckenboden auch die schrägen Bauchmuskeln, die Rückenstrecker und die Po-Muskulatur. Es löst Verspannungen im Rücken (gut bei Kreuzschmerzen!) und Verklebungen zwischen des Faszien. Durch die rhythmische Reifen-Massage wird obendrein das Bindegewebe besser durchblutet, Zellen regenerieren sich schneller. „Außerdem wird die Verdauung angeregt – und ich empfehle es immer bei Regelschmerzen. Das klingt zunächst kontraintuitiv, aber es wirkt!“

Ich finde, die Leute müssen nicht hullern, damit sie schlank werden. Die dürfen alle bleiben, wie sie sind!

Elli Haschke

Nicht zuletzt ist die Reifenkoordination ein Spitzentraining für den Kopf: „Gerade wenn man eine Seite schon gut kann und dann die Drehrichtung wechselt – das ist eine krasse Herausforderung, weil das Gehirn lernen muss, komplett umzudenken“, lacht Elli. Sie selber hat übrigens beim Hullern 20 Kilo verloren, was sie gar nicht so gern an die große Glocke hängt: „Ich finde, die Leute müssen nicht hullern, damit sie schlank werden. Die dürfen alle bleiben, wie sie sind! Mir geht’s viel mehr darum, dass sie sich wohlfühlen – und das macht der Reifen, weil man so eine stabile Körpermitte bekommt.

Man steht viel aufrechter im Leben, ist richtig geerdet, hat ein anderes Auftreten… Ich fühle mich dadurch rundum wohler!“

Magazin-Cover
Abo

Entdecke dein
carpe diem
für zu Hause!

Hier bestellen