Aua, Bauch: Kindern bei Bauchweh helfen

Zwickt es im Bauch, kann es dafür viele Gründe dafür geben. Besonders bei Kindern – deshalb ist es gut, wenn Eltern alles über Bauchschmerzen wissen.

Ein Baby weint, wenn es sich unwohl fühlt. Kinder hingegen sagen pauschal, dass sie Bauchschmerzen haben. Egal, wo der eigentliche Auslöser für die Schmerzen steckt. Etwa bis zum Alter von acht Jahren dauert es, bis ein Kind genauer lokalisieren kann, wo es ihm wehtut und wie stark.

Bauchweh bei Kindern: Welche Gründe kann es geben?

Zunächst eine Entwarnung: Meist gehen die Bauchschmerzen bei kleinen Kindern schnell vorüber und sind nicht Folge einer ernsthaften Erkrankung. Ernst nehmen sollten wir sie trotzdem.

Chips und Bonbons? Achtung, Bauchweh

Sehr fettig, frittiert oder zuckersüß (zu viel Eis …)? Wenn das Kind so gegessen hat, ist sein Magen-Darm-Trakt wahrscheinlich überfordert. Die Verdauung tut sich schwer und Bauchweh kann die Folge sein. Achtung: Fruchtzucker in frischem Obst oder versteckter Zucker in süßen Getränken sind Auslöser, an die viele nicht denken. Etwas Schonkost, ein milder Tee und ein Wärmekissen tun jetzt richtig gut.

Bauchweh beim Kind durch Verstopfung

Haben Kinder bei einem etwas festeren großen Geschäft Schmerzen, wollen sie womöglich gar nicht mehr aufs Klo gehen oder in die Windel machen. Die Folge dieser Form der Schmerzvermeidung: Noch mehr Bauchschmerzen. Es kommt zur Verstopfung und der Stuhlgang tut noch mehr weh. Viel trinken macht die Verdauung weicher. Kamillentee, Trockenobst oder Pflaumensaft und vor allem viel Geduld und gutes Zureden beim Gang aufs WC helfen. Eine sanfte Bauchmassage kann ebenfalls Wunder wirken.

Ist etwa der Wurm drin?

Wurmbefall kommt bei kleinen Kindern und jüngeren Schulkindern oft vor – aber die wenigsten Eltern denken bei Bauchweh an diese Ursache. Beim Spielen im Sandkasten oder mit Tieren und beim Verzehr ungewaschener Lebensmittel fangen sich die Kleinen den ungebetenen Gast schnell ein. Außer Bauchschmerzen deutet auch ein juckender Po auf Wurmbefall hin – vor allem nachts, wenn die Würmer aus dem Darm kriechen und Eier ablegen.

Achtung bei Mädchen: Der Wurmbefall kann sich bis den Schamlippen und zur Vagina ausdehnen und verursacht dann höllische Schmerzen. Ein Besuch bei der Kinderärztin ist auf jeden Fall angeraten. Und: Fingernägel immer kurz schneiden, denn Kinder haben oft noch die Finger in den Mund, und so gelangen dann die Wurmeier in den Magen-Darm-Trakt.

Bauchschmerzen: Wenn Kindern etwas auf den Magen schlägt

… dann geht es ihnen nicht anders als uns Erwachsenen. Probleme, Ängste, Sorgen verursachen Bauchweh und mitunter sogar Durchfall. Vielleicht belastet ein Streit in der Familie das Kind, die Eingewöhnung im Kindergarten fällt noch schwer oder es gibt Stress mit anderen Kindern? Selbst die aufregende Vorfreude auf den Urlaub führt manchmal zu Bauchschmerzen. Wichtig ist, gut zuzuhören und die Beschwerden nicht als Spinnerei abzutun.

Wann in die Kinderarztpraxis?

Bei dieser Entscheidung hilft am besten das Bauchgefühl. Mutter- und Vaterinstinkt sagen meist recht zuverlässig, ob das Kind Ruhe, Zuwendung und einen warmen Tee braucht, oder ob das Bauchweh eher andere Ursachen hat. Im Zweifel suchst du mit deinem Kind die Praxis lieber einmal zu oft auf. Gerade bei Würmern ist die Behandlung in mehrwöchigem Abstand mit einem Medikament (meist für die gesamte Familie) wichtig. Der Arzt oder die Ärztin braucht idealerweise so viele Informationen wie möglich, damit die Ursachen eingegrenzt werden können.

Starke Schmerzen und Krämpfe mit Fieber, vor allem im rechten Unterbauch, könnten übrigens auf eine Blinddarmentzündung hinweisen, doch die kommt bei Kindern sehr selten vor. Bei den meisten Bauchschmerzen sind Wärme, Kuscheln und Liebe noch immer die beste Medizin.

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