Wie wir die Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessern können – Podcast #79 mit Dr. Yael Adler

Die Dermatologin und Bestsellerautorin verrät im Podcast mit Daniela Zeller, wie Arzt und Patient die Beziehung zueinander verbessern und sich auf Augenhöhe begegnen können. Denn vertrauensvolle Gespräche sind gerade hier manchmal lebensrettend.
Foto Credit: Katharina MĂĽhl

Ăśber diese Episode

In dieser Podcast-Folge dreht sich ganz viel um die Beziehung zwischen Arzt und Patient. Die ist nämlich nicht nur recht intim, sondern auch lebenswichtig – meint die deutsche Dermatologin und Bestsellerautorin Dr. Yael Adler. In ihrem Buch „Wir müssen reden, Frau Doktor! Wie Ärzte ticken und was Patienten brauchen“ nimmt sie die Beziehung zwischen Arzt und Patient einmal genauer unter die Lupe und stellt fest, dass das Arzt-Patient-Verhältnis nicht unähnlich einer Liebesbeziehung ist. Leider ist es um diese Liebe, aufgrund des notorischen Zeitmangels in unserem Gesundheitssystem, oft gar nicht gut bestellt.

Im Podcast mit carpe diem-Host Daniela Zeller verrät die Dermatologin, wie beide Seiten diese Beziehung wieder stärken können. Denn wenn das Vertrauenssystem zum Arzt funktioniert, wird Stress abgebaut, das Immunsystem gestärkt, und auch die Therapietreue (bei komplizierten Therapien) ist höher.

Ein Schritt in die richtige Richtung ist der Aufbau von guter Kommunikation (Augenkontakt, über die eigenen Ängste und Sorgen reden, Scham ablegen). Die Sprechstunde beim Arzt dauert in Deutschland nämlich gerade mal sieben Minuten – da wird das Problemvortragen zu einer Art Wettrennen. Zum Vergleich: In Schweden nehmen sich Ärzte durchschnittlich 23 Minuten Zeit für einen Patienten

Das Arzt-Patient-Verhältnis ist nicht unähnlich einer Liebesbeziehung.

Ein weiteres Tool zur Kommunikationsverbesserung ist Framing – auch positives Priming genannt. Das ist die Kunst, die richtigen Worte im Gespräch zu finden. Diese haben tatsächlich einen Effekt auf den Gehirnstoffwechsel und die Emotionen. Ein weiterer Baustein ist die richtige Körpersprache und Mimik auf beiden Seiten – während der Behandlung oder des Gesprächs. Wenn der Patient beispielsweise gebotoxt ist, bleibt da leider nicht mehr viel übrig, das vom Gesicht abgelesen werden kann.

Ein weiterer wichtiger Faktor: Patient und Arzt sollten sich stets auf gleicher Augenhöhe treffen. Nicht fachlich, aber menschlich. Da wären wir wieder bei der Liebesbeziehung. Wenn kein Gleichgewicht herrscht, sollte man den Arzt wechseln.

Zudem plädiert Dr. Adler auf mehr Gesundheitskompetenz bei Patienten. Also mehr Selbstverantwortung. Wir brauchen so etwas wie einen „Körper-Führerschein“. Sprich: Wissen über gesunde Ernährung, wo meine Organe liegen und was die eigentlich machen.

Und am Ende des Podcasts gibt die Ärztin noch wertvolle Tipps zum Thema Hautpflege und räumt mit einigen (aus der Werbewelt stammenden) Mythen auf. Mit ein bisschen Glück kannst du dir nach dem Hören dieser Podcastfolge also einige Euro für Pflegeprodukte sparen.

Viel SpaĂź bei diesem Podcast!

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