Kann ich meine HRV verbessern?

Rasmus Gaupp-Berghausen sagt „Ja!“. Und der Alltag steckt voller Möglichkeiten dafür. Hier sind seine 7 Tipps.
Reduziere Stress

Wer denkt, kann nicht wahrnehmen. Wer wahrnimmt, kann nicht denken. Stress ist der Konflikt zwischen dem, was ist, und dem, was sein sollte. Reduziere Stress, indem du auch gedanklich da bist, wo du gerade physisch bist. Gib Stress keine Chance, indem du Dinge tust, die deine Seele freuen. Barfuß über eine Wiese gehen, den Boden spüren. Setz dich eine Stunde an einen Fluss. Dein Intellekt wird rebellieren – „Langweilig!“ –, aber bleib sitzen. Vielleicht zu Beginn nur drei Minuten. Nimm wahr! Auch wenn es der bellende Nachbarshund ist, der dich nervt, oder der Verkehr draußen auf der Straße: Hör hin!

Atme tief

Wir haben das richtige, tiefe Atmen alle verlernt, aber es lässt sich wieder erlernen. Atme im Alltag nicht nur kurz in den oberen Lungenbereich, sondern tief über das Zwerchfell in den Bauch. Atmung ist ein unglaublich wirkungsvoller, einfacher, direkter Zugriff auf deine Herzratenvariabilität.

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Bild: Gage Walker/Unsplash
Ernährung umstellen

Lass kurze Kohlenhydrate weg. Raffinierten Zucker essen ist wie Kerosin in einen alten Mazda füllen: Das tut ihm einfach nicht gut. Was du sonst in der Ernährung tun kannst? Viel Wasser trinken. Tomaten essen, sie sind vor allem wegen ihres Lycopingehalts gut fürs Herz. Geheimtipp: die Aminosäure Arginin, die z.B. in Nüssen, Fleisch und Meeresfrüchten enthalten ist.

Bewege dich

Stretching ist eine Wohltat für deine HRV. Vor allem Übungen, die die Brust öffnen. Tai Chi, Qigong, Yoga helfen. Werde beweglicher, flexibler. Wie willst du von deinem Herzen verlangen, dass es geschmeidig auf die innere und äußere Welt reagiert, wenn du selbst ganz steif durchs Leben gehst?

Richtig bewegen

Viel bewegen, aber richtig! Der Manager, der nach einem stressigen Tag abends für eine Fünf-Kilometer-Bestzeit trainiert? Quatsch! Das Laufen genießen, jeden Schritt, wäre viel besser. Wenn du beim Laufen durch die Nase atmest, regulierst du dein Tempo automatisch.

WLAN ausschalten

Abends und nachts das WLAN ausschalten. Die streng gepulste Strahlung des Routers zwingt auch dein Herz in einen unnatürlichen, weil zu regelmäßigen Rhythmus.

Musik hören

Ohren weg von Techno-Musik! Auch die ist hart gepulst. Dein Herz versucht, diesem strikten Takt nachzulaufen, purer Stress. Musik kann aber auch sehr heilsam sein. Jede Musik, die nicht von einem Computer, sondern von einem Menschen stammt, jede Musik, die dich mit Freude erfüllt, ist Balsam für dein Herz. Jodeln zum Beispiel ist super!

Rasmus Gaupp-Berghausenkaum jemand hat sich mit den Angele­genheiten des Herzens in den vergange­nen zehn, fünfzehn Jahren auf so vielen Ebenen auseinandergesetzt wie der Vorarlberger mit dänischen Wurzeln und einem soliden beruflichen Hintergrund von der Agrarwissenschaft (Forschungs­arbeiten in Wien, Kopenhagen und Cos­ta Rica) bis zur Quantenphysik.

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