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So wirken künstliche Lichtquellen im Alltag auf uns

Licht kann die Konzentration fördern und unsere Stimmung regulieren. Diese Wirkungen werden fast überall genutzt: In Schulen, Büros oder sogar im Auto.
von red

Im Alltag setzt man praktisch überall auf die richtige Lichtatmosphäre. Firmen nutzen es mitunter in Krisensituationen. Selbst ganze Bürokomplexe werden, wenn es die Lage erfordert, mit einer höheren blauen künstlichen Lichtquelle versorgt. (Aber die Betonung liegt hier auf „in Krisensituationen“. Die Mitarbeiter ständig mit blauem Licht zu bestrahlen wäre zwar kurzfristig konzentrationsfördernd, langfristig aber gesundheitsschädlich, weil es uns aus unserem natürlichen, lichtgesteuerten Tag-Nacht-Rhythmus bringt …).

Bessere Laune mit dem richtigen Licht

Um die Stimmung in Schulklassen zu heben (weniger Aggression, mehr Konzentration), ist das richtige Licht gefragt. Selbst manche Fahrzeuge haben farbregulierbare Interieurbeleuchtung. Ein großer Hersteller setzt die Lichtstimmung im Auto sogar bewusst ein, um Sekundenschlaf zu vermeiden. Die im Inneren verbauten LED-Streifen leuchten vormittags in einer anderen Farbe als am Abend.

Und sogar die Schlafqualität in Pflegeheimen verbessert sich durch eine Anpassung der künstlichen Lichtquellen. Die Bewohner werden motivierter, sich zu bewegen. Sie gehen mehr aufeinander zu, die soziale Interaktion wird messbar (!) besser. Nur in Krankenhäusern halten sich noch immer hartnäckig die klassischen Neonröhren mit zu starken Blaulichtanteilen. Lichtexperte, Dr. Kirschner schüttelt den Kopf: „Dabei sollte man doch gerade hier alles unternehmen, was die Genesung der Patienten fördert …“

Dr. Peter Krischner ist Lichtexperte und medizinischer Leiter des Wiener Therapiezentrums Anima Mentis

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