Babymassage: Anleitung für mehr Nähe

Es ist nie zu früh, um mit Entspannungstechniken zu beginnen. Bei einer Babymassage geht es allerdings nicht um das Lockern von verspannten Muskeln ...

Fährst du in ein Wellnesshotel, geht nichts ohne Massagen. Sie gehören zum Regenerieren und Vitalisieren von gestressten Erwachsenen einfach dazu. Eine Massage lockert angespannte Muskelpartien, fördert die Durchblutung und führt zu einem auch auf seelischer Ebene. Bei einer Babymassage geht es um etwas anders: Die Berührung kommt von einer geliebten Person, was sich schon einmal positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. Mit sanften Griffen auf dem zarten Körper und viel Blickkontakt und Stimme intensiviert die Massage die Beziehung zwischen Eltern und Baby. Deshalb eignet sie sich auch sehr gut für Frühchen. 

Wie du die Babymassage vorbereitest

Wie auch bei Erwachsenen gilt auch bei einer Massage für Säuglinge: Atmosphäre ist alles. Beim Massieren braucht ihr zwei einen Ort der Ruhe, ohne zu viele visuelle oder auditive Ablenkungsfaktoren. Am besten das Smartphone für diese Zeit ausschalten, das Licht dämmen und – in der kühleren Jahreszeit – die Heizung hochdrehen. Und such eine Tageszeit aus, in der dein Baby aufnahmebereit für die Massage ist: Ganz müde sollte es noch nicht sein, und direkt nach dem Essen ist auch kein geeigneter Zeitpunkt.

Anleitung: Wie du die Babymassage durchführst

Für das optimale Ambiente ist gesorgt, nun braucht es noch zweierlei: Den Wohlfühlmodus bei dir als Elternteil, damit dein Baby deine Energie aufnehmen kann. (Grübeleien und Alltagsstress bitte vor der Tür lassen, vielleicht hilft Musik oder eine Mini-Mediation.) Und: Warme Hände, damit sich dein Kind nicht schreckt – vor der Babymassage also deine Hände kräftig aneinander reiben. Verwendest du ein wohlriechendes Öl zum Massieren, auch dieses bitte durch Reiben erwärmen.

Dann geht es los: Keine Sorge, du kannst nichts falsch machen, wenn du mit sanften Berührungen arbeitest. Die Massage startet mit ein paar einleitenden Worten an dein Kind und deiner Hand auf seiner Brust. Achte darauf, den Bereich rund um den Bauchnabel sowie die Wirbelsäule so gut wie möglich auszusparen. Starte mit einer kreisenden Bewegung im Uhrzeigersinn. Das ist die Richtung des natürlichen Verlaufs des Darms. Diese Bewegung wiederholst du zwischen fünf und zehn Mal.

Die nächste Bewegung richtet sich von der Mitte des Babys nach unten, du streichst also mehrmals über die Beine nach unten. Anschließend greifst du die Knöchel und imitierst mit den Beinen fünf bis zehn Mal leichte Schwimmbewegungen. Nachdem du die Beine ein weiteres Mal ausgestrichen hast, legst du deine Hand wie zu Beginn wieder auf den Bauch deines Babys und kommunizierst ihm verbal, dass die Massage nun vorüber ist.

Babymassage-Kurse

Falls dir diese Kostprobe Spaß gemacht hat und du noch mehr darüber lernen möchtest, probiere einen Babymassagekurs aus. Es gibt zahlreiche Online-Kurse – und für Präsenzkurse fragst du am besten deine Hebamme oder in einem Hebammenzentrum nach. Außerdem bieten auf Familien spezialisierte Hotels oft Babymassagen an und auch in Volkshochschulen kannst du lernen, dein Baby zu massieren.

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