Was ist Kurkuma? 5 Dinge, die du über die Wunderwurzel wissen solltest

Kurkuma ist noch viel gesünder, als du denkst. Und wirklich einfach in den Alltagsspeiseplan einzubauen. Fünf Fakten und fünf Rezept-Inspirationen für Anfänger und Auskenner.
  • Warum wird Kurkuma die „Wurzel der Gesundheit” genannt?

Das liegt am Inhaltsstoff Curcumin. Dieser soll Gallensäfte anregen, die Leber schützen, Entzündungen entgegenwirken, Schmerzen (etwa bei Arthrose) dämpfen sowie antioxidativ wirken und sogar das Wachstum von Tumoren bremsen. In der modernen westlichen Medizin wird Kurkuma bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen oder Hautproblemen und sogar bei Diabetes, Krebs oder Alzheimer eingesetzt.

Dass Indien zu den zehn Ländern mit den niedrigsten Krebsreaten zählt, wird in direktem Zusammenhang mit dem Gewürz gesehen, das in der indischen Küche traditionell eine tragende Rolle spielt, etwa beim Curry. Auch die indische Medizin nützt die Wurzel seit über 4.000 Jahren.

Übrigens: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt bei Darmbeschwerden wie Verstopfung die Einnahme von Kurkuma, und zwar drei Gramm Pulver (das ist etwa ein Teelöffel) pro Tag. Diese Menge enthält rund 100 Milligramm Curcumin.

  • Kann ich Kurkumapulver selbst herstellen?

Klar. Die frische Kurkuma mit Sparschäler schälen (weil die wichtigsten Inhaltsstoffe direkt unter der Schale liegen, ist ein scharfes Messer ungeeignet), in dünne Scheiben schneiden und auf einem Backblech bei maximal 50°C trocknen, bis die Scheiben so spröde sind, dass sie brechen (in 2–3 Stunden). Anschließend kurz mixen. Aus 500 Gramm frischer Kurkuma lassen sich etwa 100 Gramm Pulver herstellen.

Eine andere Möglichkeit ist, Kurkuma als Paste zu verwenden. Das Rezept dazu findest du gleich hier. Für die vorbeugende und schützende Wirkung der Kurkuma ist es übrigens ganz egal, ob wir sie roh oder gekocht, frisch oder als Pulver zu uns nehmen.

  • Worauf muss ich bei der Einnahme von Kurkuma achten?

Curcumin wird vom Körper nur schwer aufgenommen, vor allem wegen seiner schlechten Wasserlöslichkeit. Wer vom Kurkumawirkstoff profitieren will, sollte es daher gemeinsam mit ein wenig Fett und einer Prise schwarzem Pfeffer einnehmen. Piperin, der Inhaltsstoff des schwarzen Pfeffers, erhöht die Aufnahmerate ins Blut sogar um das 2.000-Fache. Auch in Präparaten aus der Apotheke ist die sogenannte Bioverfügbarkeit meist optimiert.

  • Kann ich auch zu viel Kurkuma erwischen?

Ab rund acht Gramm Kurkuma-Pulver pro Tag (entsprechen rund 40 Gramm frischem Kurkuma) kann es zu Problemen mit der Verträglichkeit kommen, vor allem im Magen. Vom Wirkstoff Curcumin werden bei vielen Beschwerden allerdings deutlich höhere Dosen empfohlen, als in 8 Gramm Pulver enthalten sind. In diesen Fällen helfen Kapseln und Tropfen aus der Apotheke (Extrakte).

  • Wie lange ist Kurkuma-Pulver haltbar?

Etwa zwei Jahre, danach nehmen Wirkung und Aroma ab. Gelagert werden soll das Pulver dunkel, kühl und luftdicht verschlossen. Die Wurzel hält sich mehrere Wochen im Kühlschrank. Übrigens: Wer Wert auf einen kurzen Transportweg legt, kann seit kurzem auch Kurkuma aus Österreich kaufen. In Bio-Qualität gibt es sie zum Beispiel aus dem burgenländischen Seewinkel.

Du brauchst Inspiration für deine eigene Küche?
5 Rezeptinspirationen
 mit Kurkuma findest du gleich hier.

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