Wofür ist Vaseline gut?

Seit Generationen findet man Vaseline in unzähligen Haushalten, gilt sie doch als Allroundtalent in Sachen Hautpflege. Aber: Das Wundermittel ist nicht unkritisch.

Vaseline: ein kleines Döschen voll mit ordentlich ergiebiger Fettsalbe. Sie mag unscheinbar wirken, doch in Sachen Pflege ist sie ein Multitalent. Seit mehr als 150 Jahren verwendet man sie bei unzähligen Beauty- und Hautproblemchen. Doch neuerdings gerät die Fettcreme immer stärker in die Kritik. Der Grund? Vaseline ist ein Abfallprodukt aus der Erdölproduktion und enthält vorrangig Paraffine. Sie ist übrigens die Basis für Melkfett, das noch mit anderen Inhaltsstoffen angereichert wird, wie Bienenwachs, Kamille, Calendula oder Ringelblume.

Vaseline: Wie wirkt sie …

Im Winter leidet auch normale Haut oft unter Feuchtigkeitsmangel. Vaseline mit seiner sehr fetthaltigen Struktur legt sich wie ein Mantel auf die Haut – und schützt so die Haut davor, Feuchtigkeit zu verdunsten. Zudem fühlt sich die Haut schön weich und glatt an.

… und welche Nebenwirkungen sind möglich?

Ökologisch betrachtet hat Erdöl schon einmal eine problematische Öko-Bilanz. Doch auch gesundheitliche Bedenken sind beim Anwenden von Vaseline unter Umständen nicht von der Hand zu weisen: Bei einigen Produkten findet sich ein sehr hoher Gehalt aromatischer Kohlenwasserstoffe, die sogenannten „MOHA“ (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons). Diese wiederum können potenziell krebserregende Substanzen enthalten. Nach derzeitiger Studienlage steht fest: MOHA können in die Haut eindringen. Nur ist unklar, welche der Bestandteile der Mineralöle die Haut durchdringen und in welcher Menge. Bislang warnt die Wissenschaft nicht grundsätzlich vor mineralölhaltiger Vaseline. Verbraucherschützer aber raten zumindest bei der Lippenpflege von Produkten mit MOHA-Inhaltsstoffen ab.

Weiters kann die Fettsalbe auch eine andere unerwünschte Nebenwirkung haben – die wiederum den eigentlichen Vorteil zunichtemacht. Denn: Gewöhnt sich die Haut langfristig an die Verwendung von Vaseline, wird die körpereigene Produktion von Hautfetten runtergefahren. Lässt man dann Vaseline weg, ist die Haut ungeschützt. Die Folge: Trockene, gereizte oder schuppige Haut.

Multitalent Vaseline: Das kann die Fettcreme

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift am besten zu Bio-Vaseline ohne Erdöl auf Basis pflanzlicher Öle und Wachse. Und lässt Vaseline bei diesen Problemchen helfen:

Erste Hilfe bei wunder Haut

Vaseline hinterlässt einen Fettfilm auf der Haut, der vor Reibung schützt. Vorbeugend oder als SOS-Anwendung hilft die Salbe also wunderbar bei wunden und offenen Hautstellen. Egal, ob Blasen am Fuß, aufgescheuerte Innenschenkel an heißen Sommertagen oder wunde Nasen in Schnupfenzeiten.

Helferlein bei der Maniküre

Liebt man schönen Nagellack, ist aber nicht unbedingt mit einem ruhigen Händchen gesegnet, verteilt man vor dem Lackieren am besten etwas Vaseline um die Nägel. Verschmierter Lack lässt sich so hinterher leicht abwischen.

Vaseline verlängert Düfte

Damit der Lieblingsduft auch wirklich den ganzen Tag über hält, jene Stellen mit ein wenig Vaseline einschmieren, auf die man das Parfum dann aufsprüht. Der Fettfilm bindet Duftmoleküle, wodurch der Geruch nicht so rasch verfliegt.

Vaseline pflegt trockene Lippen

Vaseline ist der Klassiker, wenn es um die Lippenpflege in kalten Wintermonaten geht. Nachdem unsere Lippen kaum Talg und Feuchtigkeit produzieren, sind sie manchmal auf Hilfe von außen angewiesen. Aber Vorsicht: Auch wenn sich samtweiche Lippen herrlich anfühlen, besser nicht zu häufig zum Vaseline-Töpfchen greifen. Sonst setzt der bekannte Gewöhnungseffekt ein.

Gegen rissige Hautstellen

Was für unsere Lippen gilt, gilt für rissige und raue Hautstellen allgemein. Die Haut an Ellenbogen, Knien, Schienbeinen und Füßen ist besonders empfindlich und schuppt leicht. Über Nacht mit einer dünnen Schicht der Fettcreme verwöhnen und gegebenenfalls abdecken – das macht trockene Hautstellen wieder streichelweich.

Bei trockenem Haar

Auch gegen trockenes Haar und brüchige Haarspitzen wirkt etwas Vaseline von Zeit zu Zeit Wunder. Einfach leicht in die Kopfhaut einmassieren und in den Haarlängen verteilen. Damit die Haare nicht fettig glänzen, gilt: weniger ist mehr.

Gegen brüchige Wimpern

Die Wimpern wirken glanzlos und brechen leicht, die Augenbrauen stehen in alle Richtungen ab? Dem weiß Vaseline einiges entgegenzusetzen. Einfach vor dem Schlafengehen etwas Fettsalbe mit einem Wattestäbchen auf die Wimpern auftragen – das sorgt für einen schönen Augenaufschlag. Auch widerspenstige Augenbrauen lassen sich mit der Fettcreme gut in Form kämmen.

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