Ist Lebensglück eigentlich messbar?

Für jeden bedeutet es etwas anderes. Es zu suchen gestaltet sich oft als kompliziert, es zu finden noch mehr. Die Rede ist von Lebensglück.
von red
Kann man Lebensglück messen?
Bild: Dean Craig

Durchaus, aber nicht so deutlich und allgemeingültig wie Fieber oder das Körpergewicht. Denn dafür müsste man schon einmal genau wissen, was man messen möchte: etwa den himmlischen Glücksmoment, die Verzückungsspitze, wenn man einer Mutter das Neugeborene auf den Bauch legt? Da wird Lebensglück als ein biochemisches Halleluja messbar.

Schwieriger wird es, wenn man das Glück ermessen will, das in Richtung Lebenszufriedenheit geht. Psychologen wie Ed Diener oder Carol Ryff haben dafür Fragebögen und Skalen entwickelt, die internationale wissenschaftliche Akzeptanz erfuhren. Hier wird eine Form von Lebensglück gemessen, die man als „Flourishing“, als Erblühen, zusammenfassen kann und die letztlich auf umfassendes seelisches Wohlbefinden hinausläuft.

Etwas, was auch Jigme Singye Wangchuck, der vierte König von Bhutan, im Sinn hatte, als er das „Bruttonationalglück“ als Staatsziel verankerte, das seither regelmäßig durch Befragung der Bevölkerung gemessen wird.

Nachgefragt bei DR. ERNST FRITZ-SCHUBERT, Glücksforscher und Leiter des Fritz-Schubert-Instituts für Persönlichkeitsentwicklung in Heidelberg.

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