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Ist Reis gesund? – Ein Faktencheck über das Kraftkorn in 9 Schritten

In seinen Flegeljahren auf dem Feld ist Reis eine echte Diva. Unersättlich, was Liebe und Wärme betrifft, immer bereit, das Köpfchen beleidigt hängen zu lassen. Aber später dann – auf dem Teller – lässt er die alte Hülle hinter sich und rockt den Speiseplan rauf und runter.
Bild: Unsplash/Pierre Bamin

Wer sich ausgewogen ernähren möchte, kommt um den gesunden Reis nicht herum. Er liefert uns Energie und sättigt langfristig.

. Reis ernährt die Welt

Reis zählt zu den ältesten und wichtigsten Nutzpflanzen der Welt und ist für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung das Hauptnahrungsmittel. 95 Prozent werden in Südostasien produziert, weitere Anbauregionen sind Europa, Nord- und Südamerika sowie Afrika.

. Reis macht glücklich

Reis gilt als ein Symbol für Glück und Fruchtbarkeit. In vielen asiatischen Sprachen sind die Wörter für „Reis“ und „Essen“ identisch.

. Reis macht satt

Reis enthält wenig Fett, dafür aber wertvolle komplexe Kohlenhydrate, die vom Körper langsamer verarbeitet werden und deshalb länger satt machen, außerdem wichtige B-Vitamine (hauptsächlich im Silberhäutchen) sowie Ballast- und Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium. Das Eiweiß im Reis ist für uns besonders wertvoll, da die Proteine aus essenziellen Aminosäuren aufgebaut sind, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Dazu ist Reis cholesterin- und glutenfrei.

. Reis – mit oder ohne Silberhäutchen?

Naturreis, auch unpolierter Reis oder Vollkornreis genannt, wird weder gewaschen noch poliert. Das Silberhäutchen bleibt erhalten und somit zahlreiche Nährstoffe. Beim polierten Reis werden Silberhaut und die darunterliegende Samenschale in der Mühle entfernt. Dadurch verliert er einen Teil der Nährstoffe, ist aber länger haltbar und geschmacksneutraler, und er hat eine kürzere Kochzeit.

. Reis im Anbau

85 Prozent der Ernte werden im Nassreisanbau erwirtschaftet – meist noch von Hand auf den typischen Reisterrassen, die unter Wasser gesetzt werden. In Regionen mit wenig Niederschlag sowie im Gebirge wird das Getreide nur bei Bedarf bewässert. Trockenreisanbau ist sehr aufwendig und der Ertrag geringer, die Ökobilanz fällt aber deutlich besser aus.

. Reis und seine Sorten

Etwa 8.000 Reissorten werden derzeit kultiviert. Man unterscheidet zwischen Langkornreis (längliche Körner zwischen 6 und 8 Millimeter, sie bleiben gekocht locker und körnig) und Rundkornreis (Körner sind kürzer als 5 Millimeter, von rundlicher bis ovaler Form, weisen mehr Amylopektin auf, eine schwer lösliche Stärke, die beim Kochen verkleistert und den gekochten Reis klebrig macht).

Alles, was dazwischenliegt, fällt unter die Kategorie Mittelkornreis.

Bekannte Sorten sind Jasminreis (leicht klebriger Langkornreis, wird wegen seines intensiven Aromas auch Duftreis genannt), Basmatireis (aromatischer Langkornreis), Patna-Reis (körniger, fester Langkornreis), Arborio-, Carnaroli- und Vialone-Reis (Mittelkornsorten mit hohem Stärkeanteil, sie gelten als Risottoreis), Mochi-Reis (sehr klebrig, perfekt für Süßspeisen) und Bomba-Reis (typisch für Paella).

. Reis ist nicht „wild“

Der sogenannte Wildreis ist kein Reis, vielmehr handelt es sich bei den dunklen Körnern um die Samen der Wasserpflanze Zizania aquatica.

. Reis, parboiled?

Parboiled-Reis beschreibt eine Art der Verarbeitung. Dem Reis wird Luft entzogen, durch warmes Wasser werden die Nährstoffe anschließend in das Innere des Korns gepresst. Dadurch verändern sich Farbe (wird gelblich) und Aroma (Geschmack nimmt ab).

. Reis aus Österreich

Ja, das gibt es. Er wird unter anderem im burgenländischen Seewinkel, im steirischen Vulkanland und im niederösterreichischen Gerasdorf produziert.

Reis ist gesund, soviel steht fest. Wenn du jetzt Lust auf Reis bekommen hast, dann solltest du diese vegetarische Reispfanne mit Pilzen ausprobieren. Hier findest du das Rezept.

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