Astrid Wecht

Ein Rendezvous mit sich selbst

Mit der Wahl des richtigen Ortes legen wir einen wichtigen Grundstein für die regelmäßige Praxis der Medidation. Je wohler wir uns fühlen, umso besser können wir zur Ruhe kommen.

Wie wir wissen, sind unsere Gedanken sehr empfänglich für Ablenkungen jeder Art. Versucht deshalb, eine Stelle auszuwählen, die so ruhig wie möglich ist. Lässt es sich einmal nicht vermeiden, dass Gespräche oder Musik zu hören sind, könnt ihr Ohrstöpsel verwenden – oder ihr sucht doch besser einen anderen Platz. Idealerweise seid ihr bei der persönlichen Praxis alleine. Jede Bewegung im näheren Umfeld bringt Unruhe. Je geräuschloser es um euch herum ist, umso besser könnt ihr in die innere Stille eintauchen.

Der gewohnte Lieblingsplatz

Wichtig ist, dass ihr euch bei der Meditation so richtig wohlfühlt. Um herauszufinden, wo es am besten passt, probiert ruhig mehrere Stellen aus. Einmal den idealen Ort gefunden, ist es hilfreich, immer dort zu meditieren. Nach kurzer Zeit werdet ihr merken, dass ihr den reservierten Platz automatisch mit innerer Ruhe und Konzentration assoziiert. Das erleichtert den Einstieg, und die Chance ist groß, dadurch regelmäßig zu meditieren.

In Stimmung kommen

Für die Zeit der Meditation ist es hilfreich, wenn ihr euch eine entspannende Atmosphäre schafft. Dafür gibt es gewisse traditionelle Hilfsmittel.

  • Welche Lichtstimmung fühlt sich gut an? Vielleicht ist es ein verdunkelter Raum mit Kerzenschein. Oder doch lieber die sanft strahlende Morgensonne?
  • Düfte schaffen eine wohlige Atmosphäre. Mein Favorit sind derzeit Sandelholz-Räucherstäbchen. Der warme samtige Duft wirkt sehr entspannend.
  • Der feine Klang von Klangschalen ist Balsam für Körper und Geist. Er beruhigt und macht den Weg zur Konzentration frei. Die Meditation damit einzuläuten und zu beenden ist ein schönes Ritual.

All diese Utensilien können hilfreich sein, sind jedoch kein Must. Experimentiert am besten selbst, was euch hilft, zur Ruhe zu kommen und Freude an der Meditation zu finden.

Raus in die Natur

Bei einem Spaziergang die sanfte Sommerluft spüren. Dem fröhlichen Vogelgezwitscher lauschen und den frischen Duft der Natur einatmen. All das bewusst wahrzunehmen bringt uns ganz natürlich in das Hier und Jetzt und zu uns selbst.

In der Natur zu meditieren hat für mich eine ganz besondere Kraft.

Mit diesem Bewusstsein könnt ihr euch ein stilles, ungestörtes Plätzchen suchen, wo ihr euch zum Innehalten niederlässt. In der Natur zu meditieren hat für mich eine ganz besondere Kraft. Meistens ziehe ich noch meine Schuhe aus, um den Erdboden oder das frische Gras zu spüren. Durch alle diese Wahrnehmungen komme ich ganz in den Moment, fühle ich mich mit der Umgebung und mir verbunden. Ein schönes Gefühl.

Fazit: Wo auch immer euer Lieblingsplatz ist, Meditation ist wie Innenschau halten. Oder, wie es einer meiner Meditationslehrer bezeichnet, ein „Rendezvous mit sich selbst“. Wenn ihr euch von diesem Gedanken leiten lässt, fällt es euch sicher leicht, den idealen Ort zu finden und die richtige Atmosphäre zu schaffen … um ganz ungestört mit euch selbst in wohltuender Stille zu verweilen.

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