Hamam – so geht Baden mit Entspannung und Tradition

Diese traditionelle Badezeremonie mit hohem Wellnessfaktor, sorgt nicht nur für saubere Poren.
Zeichnung einer gelben Blume
Bild: Carolin Eitel

Ein Hamam, auch bekannt als türkisches Bad oder orientalisches Bad, ist ein besonderer Ort der Entspannung mit langer Tradition. Die Wurzeln dieses speziellen Dampfbads weisen weit zurück in die Antike, etwa zum römischen Caldarium. Auch die bis heute übliche orientalische Form lässt sich archäologisch schon weit über tausend Jahre bis ins 7. und 8. Jahr- hundert zurückverfolgen.

Im Hamam baden, löst mit der Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit (rund 90 %) mit Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad und angenehmer Ruhe, die Selbstheilungskräfte des Körpers aus. Das tut der Seele genauso gut. Und nicht zuletzt ist ein Besuch des türkischen Bads ein Jungbrunnen für die Haut.

Wie läuft ein Besuch im Hamam ab?

Die Rituale in einem Hamam können leicht variieren. Sie beinhalten aber immer das Übergießen des Körpers mit Wasser, Entspannungsphasen und das Reinigen der Haut durch Peelings.

Zeichnung einer Zitronenscheibe
Bild: Carolin Eitel

Meist gestaltet sich der Ablauf folgendermaßen: Nachdem du dich ausgezogen und geduscht hast, schlüpfst du in ein Pestemal, ein spezielles türkisches Saunatuch. Aus dem Kurna genannten Marmorbecken schöpfst du mit einer Silberschale lauwarmes Wasser und lässt es über deinen Körper fließen.

Danach entspannst du im Serail-Bad – einerseits, um den Körper sanft an die hohe Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen, andererseits zum Aufwärmen und zum Öffnen der Poren. Oft kommt hier auch eine Packung aus Heilschlamm zum Einsatz. Wenn dir danach ist, besuchst du den Kese-Peeling- Raum. Ein Kese ist ein spezieller Peeling-Handschuh und wird meist in Kombination mit einer Olivenölseife angewandt.

Traditioneller Tee im Hamam beim Baden
Bild: Carolin Eitel

Danach ist wieder Zeit zum Entspannen. Leg dich – eingehüllt in das Pestemal – auf den beheizten Göbek Taşı, den Nabelstein, der das Herz jedes Hamam bildet, und genieße die Ruhe. Zum Ausklang besuchst du im Bademantel einen offenen Frischlufthof und tankst mit einem Gläschen Tee, Trockenfrüchten und Obst neue Energie.

Je nach Hamam stehen neben dem Basisritual noch eine Reihe von orientalischen Wellness-Angeboten zur Verfügung. Auch lesen: Ich war im Hamam und glaube nun zu wissen, wie sich eine Wolke fühlt

Nachgefragt bei: JACQUELINE PAPKE, Spa-Leiterin im Spa Resort Therme Geinberg

Das carpe diem-Oberösterreich Spezial

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