Wie erkenne ich mein Potenzial?

7 Tipps von Mentalcoach Dr. Claudia Tureček, die dir helfen Klarheit, Orientierung und Freude in dein Leben zu bringen.
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Bild: Evie S/Unsplash

Immer wieder kommen Menschen in die Praxis von Dr. Claudia Tureček und fragen, wie sie innerlich stärker werden und sich vollends entfalten können. „Der erste Schritt, um dein Potenzial zu finden, ist dir zu erlauben, wieder zu träumen“, sagt der Mentalcoach dann. „In dem Wort Potenzial steckt bereits ein ganz wichtiger Aspekt, nämlich: Komm in deine Kraft, damit du deine Arbeit und das, was du gerne tust, richtig gut ausüben kannst. Mit vollem Elan und Freude“. Hier sind 7 weitere Anleitungen, wie du dein Potenzial nutzen kannst.

1. Träume wieder

Dr. Tureček empfiehlt, dir am Anfang die Frage zu stellen: Hast du noch Träume? Oder hast du aufgehört zu träumen, seit du erwachsen bist? Es ist wichtig, dir deine Ziele genauer anzusehen: Strotzen sie vor Power und Lebensfreude? Oder sind es Ziele, die dir von der Arbeit oder unserem persönlichen Umfeld bzw. von der Gesellschaft aufs Auge gedrückt wurden? Der erste Schritt zum Finden des eigenen Potenzials lautet also: Erlaube dir wieder zu träumen.

Wovon hast du als Kind geträumt? Was davon hast du dir erfüllt? Alles, was du brauchst, steckt in dir. Um einen ersten Schritt zu setzen, musst du dir lediglich etwas Zeit (anfangs etwa 30 Minuten) nehmen und einen ruhigen Ort suchen.

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Foto Credit: Danielle Macinnes/Unsplash

Dr. Claudia Tureček hat eine Übung hierfür parat: „Nimm ein Blatt Papier und einen Stift und überlege dir – ohne groß darüber nachzudenken – was du schon immer machen wolltest. Wichtig dabei ist, nicht zu bewerten, was da kommt. Lass es zu und sammle alles ungefiltert. Träume dürfen groß sein – und anfangs noch unrealistisch. Wichtig ist nur, dich damit auseinanderzusetzen, was du dir wünschst und tun möchtest. Dann geht’s weiter mit der Zielformulierung. Und dann kannst du ins Tun kommen.“

2. Kennst du dein Warum?

Die große Herausforderung lautet: Du musst es wirklich wollen und es nicht tun, weil es jeder macht. Oder anders formuliert: Kennst du dein Warum? Dr. Claudia Tureček merkt diesbezüglich an: „Das ist das Wichtigste überhaupt. Denn kennst du dein Warum, erträgst du jedes Wie. Bei deinem Warum ist es wichtig, dass du richtig gut ins Spüren kommst und das Gefühl beschreiben kannst, wenn du etwas tust, dass dir am Herzen liegt und was sich für dich stimmig und sinnvoll anfühlt.“ Ist dem so, klappt es auch langfristig mit der eigenen Motivation und dem eigenen Durchhaltevermögen.

3. Fokussieren

In der Konzentration liegt die Kraft. Konzentriere dich also auf eine Sache. Lege deinen kompletten Fokus drauf. Keine Ablenkungen sind erlaubt.

Follow One Course Until Sucessful.

4. Teamwork ist angesagt

Gemeinsam sind wir stärker. Dr. Claudia Tureček unterstreicht die Wichtigkeit von Teamwork: „Zieh es nicht alleine durch und hole dir alle Informationen ein, die für dich notwendig sind. Such dir ein Vorbild, einen Mentor, einen Coach/Berater deines Vertrauens, der dich immer wieder aufbaut, dich motiviert, mit dir deinen Fahrplan durchgeht, der dich bei etwaigen Richtungsänderungen unterstützt, und mit dem du Einbrüche und Niederlagen besprechen kannst. Dann kannst du gestärkt wieder nach vorne blicken.“

Am besten stellst du dir die Frage: Wenn ich nicht mehr weiter weiß, an wen wende ich mich dann normalerweise? Wer hilft mir zurück in meine Kraft zu kommen?

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Foto Credit: Arthur Ogleznev/Unsplash

5. Durchhaltevermögen

Ausdauer ist Trumpf. „Durchhaltevermögen ist wie ein Muskel, den wir trainieren können. Daher sollten wir uns feste Gewohnheiten aufbauen. Denn wenn wir uns an etwas gewöhnt haben, benötigen wir dafür keine Disziplin mehr. Es geht von alleine. Das beste Beispiel dafür ist das tägliche Zähneputzen“, weiß Dr. Claudia Tureček.

6. Bring es zu Papier

Ein simpler, aber effektiver Trick: Schreibe dein Vorhaben/Ziel auf, um es in der physischen Welt zu manifestieren. Dr. Claudia Tureček: „Mach einen Vertrag mit dir selbst und hänge diesen gut sichtbar auf.“

7. Schweinehund an Bord?

Die letzte Challenge ist wohl die größte: Nimm deinen inneren Schweinehund mit an Bord. Denn er dominiert den Teil deines Gehirns, der für das Fühlen und das Spüren verantwortlich ist. Er bestimmt, wo’s langgeht und damit viele Teile deines Handelns. Man braucht schon gute Argumente und einige Tricks, damit der eigene Schweinehund einen nicht zu alten/blockierenden Denkmustern verleitet. Hast du ihn aber einmal von deinem Warum überzeugt, und erkennt er den Sinn darin, wird er zum treuen Begleiter.

Das Schlusswort gehört wieder Dr. Claudia Tureček: „Wenn wir uns diese sieben Tipps immer und immer wieder vor Augen führen und bereit sind jeden Tag etwas für unseren Traum zu tun, dann werden wir bald merken, dass sich etwas verändert hat. Es müssen keine großen Veränderungen sein. Hier gilt das Motto: klein aber stetig! Denn schon kleine Veränderungen machen unser Leben schöner und schenken uns mehr Selbstvertrauen. Sie weisen uns die Richtung, in die wir gehen wollen. Wir müssen ins Tun kommen, um unser wahres Potenzial zu entfalten. Dann werden wir schon bald tolle Erfolge feiern!“

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Foto Credit: Dr. Claudia Turecek/privat

Dr. Claudia Tureček (der Doktor kommt aus dem Bereich Humanbiologie) lebt und arbeitet in Wien. Nach einer Labor-Karriere und lehrreichen Jahren in der Pharmaindustrie stellte sie sich 2015 die Frage nach dem Sinn. Und ließ sich daraufhin zur diplomierten Mentaltrainerin, Mentalcoachin und Lebens- & Sozialberaterin ausbilden. Mehr zu ihrer Person und ihrem Arbeitsbereich erfährst du HIER.

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